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Kurt Klinkert

Kurt Klinkert
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„Die Malerei ist mein Lebenselixier“, so hat der Hoyerswerdaer Heimatmaler Kurt Klinkert einmal über sich selbst gesagt. Auf seine ihm ganz persönliche Weise hat der Autodidakt, der Künstler und malende Chronist das Werden und Wachsen, aber auch das Schrumpfen seiner Stadt begleitet, hat so ein Stück Zeitgeschichte mit Pinsel und Farbe in unzähligen Bildern, Zeichnungen, Radierungen und Grafiken festgehalten.

Stilleben, Porträts, Historienbilder, Darstellungen sorbischer Traditionen - vor allem aber Motive von und aus „seinem“ geliebten Hoyerswerda und „seinem“ Kombinat Schwarze Pumpe wurden von ihm in fast rastloser Arbeit geschaffen. Öl- und Temperaarbeiten, Radierungen und Drucke gehörten dabei zu seinen bevorzugten Techniken. Der Drang, seine Umwelt so zu malen wie sie ist, unverfälscht und ohne Rücksicht auf moderne Stilrichtungen der Kunst, hat ihn von Kindheit an begleitet - und er ist dieser Auffassung stets treu geblieben.

Kurt Klinkert wurde am 2. Juli 1927 in Friedland, Bezirk Breslau (Schlesien) als Sohn eines Waldarbeiters geboren. Seine Mutter starb, als er noch ein Kind war. Sein Vater wurde auf Grund seiner kommunistischen Einstellung im Jahr 1936 von den Nazis nach Dauban im Kreis Rothenburg ausgewiesen und arbeitete dort als Kutscher und Waldarbeiter. Die Familie lebte in sehr bescheidenen Verhältnissen. In Dauban erlebte Kurt Klinkert seine Schul- und Jugendzeit. Von 1933 bis 1941 besuchte er die achtklassige Volksschule und begann danach in der Standesherrschaft Muskau eine Lehre als Waldarbeiter. Im Jahr 1944 wurde er zum Kriegsdienst einberufen und geriet in Gefangenschaft. Nach seiner Heimkehr im Jahr 1946 arbeitete er in der Forst- und Landwirtschaft und half seinem Vater auf der Neubauernsiedlung. Danach arbeitete Kurt Klinkert mehrere Jahre in der SDAG Wismut. Während dieser Tätigkeit als „Wismut-Kumpel“ bekam er einen schweren Rückenschaden, der nur wenige Jahre später zu seiner Invalidisierung führte.

Im Jahr 1957 heiratete er seine Ehefrau Friedel, die ebenfalls aus Schlesien stammte.

Wie andere Wismut-Arbeiter auch wechselte er in die Lausitzer Region in das sich seit August 1955 im Aufbau befindliche Kombinat Schwarze Pumpe und begann hier im Jahr 1959 mit seiner Arbeit als Anstreicher. Ebenfalls im Jahr 1959 wurde er zum Mitbegründer des Mal- und Zeichenzirkels Schwarze Pumpe. Im Jahr 1960 bekam er gemeinsam mit seiner Ehefrau Friedel in der damals noch jungen und aufstrebenden Stadt Hoyerswerda eine Wohnung. Kurze Zeit später, im Jahr 1961, wurde er auf Grund seines schweren Rückenleidens invalidisiert.

Von diesem Zeitpunkt an widmete er sich ganz der Malerei, sie war seine Selbstverwirklichung und Therapie zugleich. Der Malzirkel im Kombinat Schwarze Pumpe wurde zu seinem zweiten Zuhause - hier konnte er im Kreis Gleichgesinnter wirken, seine Ideen und Vorstellungen und auch seine Bilder besprechen, vorstellen und verwirklichen. Bekannte Maler wie Dieter Dreßler, Rudolf Graf und Horst Ring betreuten diesen Malzirkel. Davon inspiriert gründete Kurt Klinkert in Hoyerswerda auch einen Malzirkel für Kinder. 1974 erhielt er von den zuständigen Behörden die Gewerbeerlaubnis für handwerkliche Prägearbeiten im Teilgewerbe für Leder- und Metallprägung. Erst nach langem Warten und so mancher Auseinandersetzung wurde im Jahr 1984 dem Autodidakten Kurt Klinkert durch das Ministerium für Kultur der DDR die staatliche Zulassung als Maler und Grafiker zuerkannt.

Im Rahmen von etwa 15 bis 20 Personalausstellungen sowie rund 35 „Kleinen Galerien“ wurden die Werke des freischaffenden Malers Kurt Klinkert in den letzten vier Jahrzehnten präsentiert, nahm er selbst an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil. Ein Großteil seiner Arbeiten befindet sich heute im Besitz der Laubag, ist im Fundus des Stadtmuseums Hoyerswerda gelagert oder auch als Dauerleihgabe in der Energiefabrik Knappenrode - Lausitzer Bergbaumuseum aufbewahrt. Sehr viele seiner Bilder sind aber auch in den Wohnungen zahlreicher Hoyerswerdaer Bürger zu finden, die die Werke Kurt Klinkerts eigentlich schon immer gern mochten.

Anlässlich seines 75. Geburtstages am 2. Juli 2002 wurde ihm im Schlossmuseum Hoyerswerda eine Sonderausstellung „Kurt Klinkert - 40 Jahre künstlerisches Schaffen“ mit etwa 130 seiner Arbeiten aus seinem Lebenswerk gewidmet, darunter über 40 Hoyerswerda-Ansichten, Lausitzer Landschaften und Porträts.

Am 7. Oktober 2004 verstarb Kurt Klinkert nach längerer schwerer Krankheit.

Auf Beschluss des Stadtrates vom 22. Februar 2005 trägt seit dem 1. Juli 2005 eine Straße im Wohnkomplex II seiner Heimatstadt Hoyerswerda, in der er lange Jahre gewohnt hat, seinen Namen „Kurt-Klinkert-Straße“. 

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vom 15. bis 17. Dezember 2017, Marktplatz Hoyerswerda

Am Wochenende vor Heiligabend laden wir Sie zu einem romantischen Bummel über den Teschenmarkt in der Altstadt von Hoyerswerda ein. Glühwein, Bratwurst, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln dürfen in dieser Zeit nicht fehlen. Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit, verwöhnen Sie Ihren Gaumen und stimmen Sie sich gemeinsam mit uns auf ein besinnliches Fest ein. Fotoshooting mit dem  Weihnachtsmann am Samstag & Sonntag.

Öffnungszeiten
Freitag 16 – 22 Uhr
Samstag 14 – 22 Uhr
Sonntag 12 – 20 Uhr

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