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Geschichte

Historische Stadtansicht von 1776
Zoom Historische Stadtansicht von 1776

Entstehung und Entwicklung bis ins Mittelalter

Archäologische Funde aus der mittleren und jüngeren Steinzeit, der Bronzezeit und der vorrömischen Eisenzeit weisen auf größere Siedlungsareale in frühester Zeit hin. Seit dem Ende der germanischen Besiedlung im 4. Jahrhundert bis zum 12. Jahrhundert blieb unser Gebiet unbewohnt. Erst vom Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts liegen wieder keramische Funde vor, die auf einen gemeinsamen Landausbau durch deutsche und sorbische Siedler hinweisen.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ließen sich deutsche Siedler hier eine Wasserburg erbauen. Es ist anzunehmen, dass mit der Burg die Keime einer Ansiedlung entstanden. Die älteste bekannte Quelle stammt aus dem Jahre 1268, als Hoyerswerda in einer Teilungsurkunde des Markgrafen von Brandenburg erwähnt wird. In einer Urkunde aus dem Jahre 1272 wird Hoyer von Vredeberg als Besitzer der Burg genannt. Er kommt auch als mutmaßlicher Gründer und Namenspatron der Stadt in Betracht.

Schnell entwickelte sich die Burg zu einer Grenzfeste zwischen Böhmen - viele Jahrhunderte Besitzer der Herrschaft Hoyerswerda - und Brandenburg. In rascher Folge wechselten die Besitzer. Die Ansiedlung erfuhr einen gewissen Aufschwung. 1371 verlieh Kaiser Karl IV. Hoyerswerda das Marktrecht.

Im zweisprachigen Gebiet der Lausitz lautet der sorbische Name „Wojerecy“.

Die folgenden Jahrhunderte verliefen turbulent. Erste größere Auseinandersetzungen entstanden 1467/68, als die Hoyerswerdaer Burg – Zufluchtsort der Hussitenanhänger in der Lausitz – von den Truppen des Sechsstädtebundes belagert und schließlich vollständig zerstört wurde. Weitere Turbulenzen gab es mit den Bauernunruhen 1525 - 1527 und der Einführung der Reformation im Jahre 1540. Der ehemalige Mönch Basilius Laurentius hielt den ersten evangelischen Gottesdienst.


Ursula Katharina von Teschen
Zoom Ursula Katharina von Teschen

30jährger Krieg und Wirken Ursula Katharina von Teschens

Der dreißigjährige Krieg beeinflusste ebenfalls die Geschicke der Stadt. Von großen militärischen Auseinandersetzungen blieb sie zwar verschont, der wechselweise Durchmarsch von Truppen der katholischen kaiserlichen Liga und der protestantischen Union brachte jedoch starke Belastungen für die Bevölkerung: Einquartierungen, Plünderungen, Brandschatzungen, Teuerungen und Seuchen. Das politisch wichtigste Ergebnis für Hoyerswerda war der Prager Friedensschluss von 1635, durch den beide Lausitzen und somit auch Hoyerswerda zum Kurfürstentum Sachsen kamen.

1705 begann die 32-jährige Herrschaftszeit der Herzogin und Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen. War Hoyerswerda bis dahin ein kleines, unbedeutendes Städtchen, das durch die Kriege und Stadtbrände immer wieder in seiner Entwicklung zurückgeworfen wurde, so erfuhr es jetzt einen großen Aufschwung. Das Schloss wurde mit viel Aufwand umgebaut. Um die nötigen Einkünfte zu erzielen, förderte die Fürstin in großzügiger Weise das Handwerk in Hoyerswerda. Durch die kluge Verwaltungspolitik der Teschen hatte sich Hoyerswerda zu einem blühenden Handwerkerstädtchen entwickelt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zogen erneut Truppen durch die Stadt. Die Napoleonischen Kriege berührten Hoyerswerda und hinterließen manche Wunde. Nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses von 1815 fiel Hoyerswerda an das Königreich Preußen. Die Stadt wurde 1825 als selbständiger Kreis der Provinzialverwaltung Liegnitz zugeordnet.


Industriealisierung und Aufschwung im 19./20. Jahrhundert

Der industrielle Aufschwung begann im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Eisenbahn, Glasindustrie und Braunkohlenbergbau sorgten für eine rasche Entwicklung. Die Stadt wurde erweitert, die Bevölkerung stieg von 2.300 im Jahre 1850 auf 6.000 im Jahre 1910.

Zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde Hoyerswerda zur Festung erklärt. Durch Artilleriebeschuss und willkürlich gelegte Brände wurden 40 Prozent des Stadtkerns zerstört. Hoyerswerda hatte zu dieser Zeit etwa 7.000 Einwohner.

In den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts bahnten sich große Veränderungen an. Der Kreis Hoyerswerda wurde dem Kohle- und Energiebezirk Cottbus zugeordnet. Im Juni 1955 beschloss der Ministerrat den Aufbau des Kombinates Schwarze Pumpe. In diesem Großbetrieb sollten künftig die reichen Braunkohlevorkommen der Lausitz veredelt werden. Das Werk war der Haupt-Gaslieferant für den Osten Deutschlands. Die dafür benötigten Arbeitskräfte sollten konzentriert in einer neu zu errichtenden Stadt angesiedelt werden. Hoyerswerda wurde als verkehrstechnisch, lufthygienisch und städtebaulich optimaler Standort gewählt.


Wohnkomplex 1 in Blockbauweise
Zoom Wohnkomplex 1 in Blockbauweise

In der Anfangsphase hatte man eine Stadt mit 38.000 Einwohnern ins Auge gefasst, für die im August 1955 die Grundsteinlegung stattfand – zeitgleich mit dem ersten Spatenstich für das Kombinat. Nach ersten Erweiterungen am Rande der Kleinstadt begann man im Juni 1957 mit dem Aufbau einer völlig neuen Stadt jenseits der Schwarzen Elster. Vorgesehen waren sieben Wohnkomplexe und ein neues Stadtzentrum. Ab Mitte der 60-er Jahre wurde klar, dass die Stadt entgegen früheren Prognosen mehr Menschen aufnehmen musste. Lebten 1960 noch 24.549 Einwohner in Hoyerswerda, waren es 1963 bereits 34.095 und 1968 schon 53.472. Der Höchststand wurde 1981 mit fast 72.000 Menschen erreicht. Bis Ende der 80er Jahre entstanden zehn Wohnkomplexe und das Stadtzentrum.

Eine Umfrage des runden Tisches im Jahr 1990 brachte die Entscheidung der Zugehörigkeit der Stadt Hoyerswerda zum Freistaat Sachsen. In den nächsten Jahren durchlebte die Region um Hoyerswerda einen gewaltigen Strukturwandel. Mit dem Zusammenbruch der bestimmenden Monoindustrie - Bergbau- und Energiewirtschaft – ergaben sich in der Lausitz einschneidende Veränderungen. In der Region sind 100.000 bis 150.000 Arbeitsplätze in allen Bereichen regelrecht verschwunden. Sie wurden nur ansatzweise kompensiert. Dieser Umstand brachte eine hohe Arbeitslosenquote und eine hohe Abwanderungsrate mit sich (46 % der Einwohner). Seit 1999 werden die zahlreichen leerstehenden Plattenbauten in der Neustadt zurückgebaut.

Bis 1995 war Hoyerswerda Kreisstadt des Landkreises Hoyerswerda und erhielt nach dessen Auflösung am 1. Januar 1996 den Status einer kreisfreien Stadt.

Das Stadtgebiet wurde durch die Eingemeindungen der Ortsteile Bröthen/Michalken (1. Juni 1993), Knappenrode (1. Januar 1994), Schwarzkollm (1. Januar 1996), Zeißig (1. Januar 1996) und Dörgenhausen (1. Juli 1998) vergrößert, dennoch sank die Einwohnerzahl weiter.

Seit dem 1. August 2008 gehört Hoyerswerda nach der Verwaltungs- und Funktionalreform des Freistaates Sachsen zum Landkreis Bautzen, mit dem Status einer Großen Kreisstadt.


Entstehung von Europas größter künstlicher Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtem Seengebiet

Die ehemaligen Tagebaurestlöcher wurden bzw. werden geflutet, die Landschaft großzügig umgestaltet. Vor den Toren der Stadt entwickelt sich das Lausitzer Seenland. Neben den bereits seit vielen Jahren beliebten Senftenberger-, Knappen- und Silbersee sind an der Ländergrenze zu Brandenburg neue Seen entstanden, die zum Teil durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden sind. Künftig soll diese Region einmal Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet sein.


Stadtwappen

Geschichte
Zoom

Im Wappen der Stadt, aber auch im ältesten noch bekannten Stadtsiegel mit der Umschrift „INSINGNIA CIVIVM IN HOIERSCHWERDA“ sind drei Eichen zu sehen, die offensichtlich an die Herrschaft eines Freiherrn von der Duba erinnern und auf diese zurückgehen (slawisch „Dub“ - Eiche). Ein Freiherr von der Duba erteilte am 19. Dezember 1423 Hoyerswerda das Stadtrecht. Die Bürger nahmen das Zeichen der Herren von der Duba, die Eichenzweige, in ihr Stadtwappen auf.

Die Legende besagt, dass im Jahr 1003 ein böhmisches Jäger namens Howoran seinem Herrn, Herzog Jaromir von Böhmen, das Leben rettete und als Dank dafür von diesem zum Großjägermeister ernannt und - mit Bewilligung Kaiser Heinrich II. - sowohl mit einem Wappen, das zwei fünfknotige Eichenzweige kreuzweise im silbernen Felde zeigt, als auch mit einem Lehnsgut bedacht wurde, auf dem Howoran dann das zukünftige Hoyerswerda gründete.

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GRUSSWORT DES OBERBÜRGERMEISTERS

Witajće k nam!

Mit diesem sorbischen Gruß heiße ich Sie auf den Internetseiten der Stadt Hoyerswerda herzlich willkommen.

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Einwohner

Öffentliche Beteiligungen

Hier finden Sie die öffentlichen Beteiligungen mit den dazugehörigen Unterlagen sowie die Bekanntmachungen zu Planvorhaben der Stadt Hoyerswerda

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WIRTSCHAFT

Städtische Immobilien

Aktuelle öffentliche Bau- und Leistungsausschreibungen zur Teilnahme finden Sie im Bereich Ausschreibungen mit umfangreichen Informationen.

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STADtLEBEN

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Im Rahmen der Festwochen zum 20-jährigen Jubiläum lädt der Kulturverein Zeißig im Juni zu folgenden Veranstaltungen in den Zeißighof ein:
Am 17. Juni zeigt das Zeißiger Hoftheater die Komödie „Das Spiel um Jupiter“ (Beginn: 18.30 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr). Missverständnisse und Verwechslungen beim hektischen Treiben auf einem Bauernhof garantieren Spaß und abwechslungsreiche Unterhaltung. Karten zum Preis von 7,- € können ab sofort in der Ortsteilverwaltung in Zeißig (Tel.: 03571-978460) und in Gitta´s Reisewelt, Bautzener Str. 31a (Tel.: 03571-406461) erworben werden. Restkarten an der Abendkasse.

Am 24. Juni folgt ein Sommerfest (10.00 – 17.00 Uhr) mit Vorführungen bäuerlicher Handwerkstechniken im und vor dem Zeißighof. In der Zeit  von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr laden die Blechbläser von „Kummelbrass“ zur musikalischen Unterhaltung ein.
Eine Fotoausstellung über zwei Jahrzehnte Kulturverein Zeißig e.V. und die Präsentation sorbischer Hochzeitstrachten bieten Gelegenheit zum Schauen und Verweilen. Höhepunkt des Nachmittages ist ein gemeinsames Programm der Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig mit der Sorbischen Trachtengruppe Seidewinkel und Ihrer Kindertanzgruppe.
Kulinarisch warten Rindfleisch mit Meerrettich,  selbst gebackener Kuchen, Plinsen und das Zeißiger Hofbrot auf die Gäste.
Eintritt frei!

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Hintergrund und Idee

Die Stadt Hoyerswerda verfügt über eine reichhaltige, differenzierte und leistungsfähige Landschaft von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.

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