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Domowina

13. Oktober 1912: Gründung der Domowina in Hoyerswerda

Gesellschaftshaus
Zoom Gesellschaftshaus

Vor 100 Jahren wurde die Domowina, der Dachverband der Sorben, im damaligen Hoyerswerdaer Ball- und Gesellschaftshaus gegründet. Für die Stadt Hoyerswerda ein gute Anlass für eine Rückschau.

Als Hoyerswerda 1423 das Stadtrecht erhielt, überwog die sorbische Bevölkerung. In vielen Bereichen des sorbischen Lebens spielte Hoyerswerda über Jahrhunderte eine positive Rolle: Noch vor Bautzen erhielt Hoyerswerda eine sorbische Druckerei, um 1850 fanden Sorbische Gesangsfeste in Hoyerswerda statt, 1885 wurde der Wendische Bauernverein gegründet. 1912 schließlich wurde Hoyerswerda zum Gründungsort der Domowina.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Stadt Hoyerswerda ihr Gesicht sehr verändert. Prägende Einflüsse kamen von der sich entwickelnden Braunkohlenindustrie, den neu entstehenden Glashütten im Umfeld und der verkehrstechnischen Erschließung durch die Eisenbahn. Dies brachte eine Zunahme der Bevölkerung von 4.657 im Jahre 1900 auf 6.057 im Oktober 1912 mit sich. Etwa ein Viertel der Einwohner waren sorbischer Nationalität.

Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es wie überall in der Lausitz auch in Hoyerswerda zu Repressalien. Nach 1933 verhielten sich die nationalsozialistischen Machthaber zwar zunächst relativ neutral, doch bereits ab 1934 wurde die Domowina genötigt, ihre Satzung im Hinblick auf die slawische Herkunft und Eigenart des sorbischen Volkes zu ändern. Als die Domowina unter Leitung ihres Vorsitzenden Pawoł Nedo dies jedoch ablehnte, wurde sie 1937 faktisch verboten.

Sofort nach Kriegsende 1945 gründete sich die Domowina in Crostwitz neu, in Brandenburg geschah dies ein reichliches Jahr später. Bis 1950 eröffnete sich dem Dachverband der Sorben in der jungen DDR die Chance, als Interessenvertreterin des sorbischen Volkes tätig zu sein. Das sorbische geistig-kulturelle Leben erfuhr ein Aufblühen, das Erlernen der der sorbischen Sprache wurde umfassend gefördert und die neu gegründete Sorbische Jugend (SM) war besonders aktiv.

Bald aber litt die Akzeptanz der Domowina in großen Teilen der sorbischen Bevölkerung. Der Verband wandelte sich zu einer Vereinigung, welche die politischen Ziele der SED mit zu verfolgen hatte. Außerdem wurde durch die Ansiedlung tausender Arbeitskräfte in der Kohleindustrie die sorbische Sprachpflege und Kultur in den Hintergrund gedrängt. So reduzierte sich beispielsweise nach 1964 die Zahl der Sorbisch-Lernenden um die Hälfte.

Diese Entwicklung konnte auch die friedliche Revolution 1989 nicht aufhalten. Die Forderung der Sorben nach einer Reform der Domowina wurde zwar lauter, aber der Verband selbst hatte sehr spät auf die Umbruchsituation reagiert. Am 11. November 1989 wurde in Bautzen die "Sorbische Nationalversammlung" ins Leben gerufen. Sie wollte nach neuen Grundlagen für das sorbische Leben suchen. Doch dieser Prozess der demokratischen Erneuerung war schmerzhaft. Dies zeigte sich vor allem am Mitgliederverlust von ehemals 15.000 auf weniger als 4.000.

Bis zum Sommer 1991 wurde die Domowina gemäß dem Gründungsanliegen von 1912 wieder zum politisch unabhängigen und selbstständigen Dachverband der Sorben und sorbischer Vereine "Bund Lausitzer Sorben e.V." umgewandelt.

Die Vertreter der Domowina ringen in der 1991 gegründeten Stiftung für das sorbische Volk mit den Vertretern des Bundes und der Länder Brandenburg und Sachsen bis heute um eine hinreichende finanzielle Ausstattung. Mit ihrem konsequenten Einsatz für die Belange des sorbischen Volkes ist die Domowina als Sprecherin und Interessenvertreterin inzwischen allgemein anerkannt.

Ihre rund 7.300 Mitglieder wirken in fünf Regionalverbänden und dreizehn überregional wirkenden Vereinen und Fachverbänden. Zunehmend gelingt es, die junge Generation mit ihren kreativen Ideen in die Tätigkeit des Dachverbandes. Zudem genießt die Domowina im Kreis der europäischen nationalen Minderheiten eine hohe Wertschätzung. Dies gibt – bei aller Problematik - Zuversicht für die Zukunft.

(nach Texten von Elke Roschmann und Werner Sroka)


Załoženje Domowiny

13. oktobra 1912 je žé zastupjerjow 31 serbskich towarstwow w něhdyšim Towarstwowym domje Wojerec Domowinu załožiło, Zwjazk Łužiskich Serbow.

Słowo Domowina je poetiski wuraz za domiznu a zwuraznja zwjazanosć serbskeho naroda z Łužicu.

Stela před twarjenjom w bjezposrědnjej bliskosći torhošća dopominatej na tutón historiski podawk.
Słowo Domowina je poetiski wuraz za domiznu a zwuraznja zwjazanosć serbskeho naroda z Łužicu.


Satzung über die Förderung der sorbischen Sprache und Kultur
sorbische Fassung
 

 

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GRUSSWORT DES OBERBÜRGERMEISTERS

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STADtLEBEN

Einladung zum 8. Schwarzkollmer Hoffest am 16. September 2017

16 Höfe laden zum Verweilen, Genießen, Erleben, Kaufen und Mitmachen ein. Hofeigentümer haben sich gefunden, um den Gästen - gemeinsam mit den örtlichen und regionalen Vereinen - bäuerliches Handwerk, die Pflege von Brauchtum und Tradition, ländlich sorbische Köstlichkeiten, Kunst, Kultur und Kulinarisches zu präsentieren und anzubieten.
Man kann dabei sein, wenn Getreide mit dem Dreschflegel bearbeitet oder Sauerkraut hergestellt wird.
Ebenso wird alte landwirtschaftliche Technik, wie ein Getreidebinder, zu bestaunen sein. Das Herstellen von Harken wird durch unseren Gastverein aus Seidewinkel gezeigt. Auch beim Spinnen und Verarbeiten von Schafwolle, beim Korbflechten oder beim Kochen und Backen ländlich-sorbischer Köstlichkeiten kann zugeschaut werden. Auf der Dorfstraße können viele Tiere – natürlich in Gattern - bestaunt werden: Die größten darunter sind sicher Rinder von der Familie Groba und Alpakas von der Familie Wroblewski, die kleinsten wahrscheinlich die Hähne beim Wettkrähen.
Viele Oldtimer Traktoren, PKw`s, Mopeds usw. werden die Dorfstraße säumen und zum Anschauen einladen. Alte Feuerwehrtechnik wird für entsprechende Feuerwehrübungen und kuriose Einlagen im Einsatz sein.
Erstmals wird ein „Kinderhof“ mit dem NATZ Hoyerswerda e.V. für Spiel, Spaß und mit Kinderprogrammen für beste Unterhaltung der Jüngsten sorgen. Auch der Schwarze Müller hat sich angekündigt, er wird unsere Gäste umfangreich zur „Krabatmühle“ informieren aber auch ihr Wissen testen.
Um 10.00 Uhr wird das Dorf wachgekräht. Das Hähne-Wettkrähen wird auf der Dorfaue, Dorfstraße 72, stattfinden. Interessierte können sich mit ihrem Hahn in der Ortsteilverwaltung Schwarzkollm 035722 91257 zum Hähne-Wettkrähen anmelden.
Musikalisch wird kräftig auf die Pauke gehauen. Um 10.30 Uhr wird der Spielmannszug Wiednitz-Schwarzkollm traditionell das Hoffest eröffnen und weiter von Hof zu Hof spielen. Die Trachtenkapelle Spremberg wird ab 11.00 Uhr mit unserer Tanzgruppe und Kindertanzgruppe von Hof zu Hof „tanzen“ und die Vielfalt unserer schönen Trachten präsentieren. Der Milkauer Schalmeien e.V. sowie Psycho and SKA Funk`L sorgen ebenfalls für Stimmung und Remmi- Demmi.
Eine neue Attraktion in Schwarzkollm: Ab 11.00 Uhr startet der „Kartoffeldämpfer auf Rädern“.
Ab 12.00 Uhr gibt es von Hof zu Hof als stimmungsvolle Einlage das Dreschen von Getreide mit dem Dreschflegel zu sehen.
Ab Mittag präsentiert sich die Feuerwehr im Wandel der Zeit, es gibt Vorführungen mit der historischen Handdruckspritze und einzigartige Feuerwehrübungen, die sich gegen 15.30 Uhr wiederholen.
Um 15.00 Uhr startet das Kinderprogramm der Grundschule „Am Adler“ auf dem Hof Retschke.
Viele Angebote wie, Kettensägen-Künstler, Kerzenmalerei, Dialoge in Ton, Kinderflohmarkt usw. warte auf unsere Gäste.
Herzlich wird ab 19.00 Uhr zur Abendveranstaltung unter dem Motto „Kuhstallgaudi mit Tanz um den Trog durch Klänge aus der Halsglocke“ auf den Hof Retschke eingeladen.

Also kommen Sie zum Hoffest – es ist viel vorbereitet für Leib und Seele, zur Unterhaltung und Schau sowie für Spaß und Spannung.

Das Vorbereitungsteam

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Hintergrund und Idee

Die Stadt Hoyerswerda verfügt über eine reichhaltige, differenzierte und leistungsfähige Landschaft von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.

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