Veranstaltungskalender

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30

 Mediathek

Image-Broschüre
Image-Broschüre Image-Broschüre
Verkehrseinschränkungen Altstadt Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. SFKsachsen Teilnehmerlogo 2011

Url senden | Seite drucken | Social Bookmarks

Energie- und Klimaschutzkonzept

12 Grundsätze zur Energetischen Stadterneuerung und zum Regionalen Klimaschutz in Hoyerswerda

  1. Die Aufgabe: Die grundlegende Steigerung der kommunalen Energieeffizienz sowie die Sicherung der Subsistenzgüter Klima, Wasser, Nahrungsmittel, Energie/ Kraftstoffe und nachwachsende Rohstoffe auf Basis regional/ lokal verfügbarer Flächen, natürlicher/ solarer Ressourcen und kommunaler Sekundärrohstoffe werden zu den zentralen Aufgaben zukunftsfähiger Stadt- und Regionalentwicklung und damit der Daseinsvorsorge in dem vormaligen Energiezentrum der DDR, der StadtRegion Hoyerswerda, an sich.
     
  2. Der Prozess: wird auf den Ebenen grundlegender Energie-/ Ressourceneinsparung, deutlicher Erhöhung der Energie-/ Ressourceneffizienz und komplexer Nutzung erneuerbarer Energien und Ressourcen („3 mal E“) sowie der Umstellung der bisherigen Denk- und Lebensweise in unserer Kommune stattfinden und setzt möglichst geschlossene Stoffkreisläufe zwischen der Stadt und ihrem Umland als unabdinglich voraus.
     
  3. Das Ziel: dieser Entwicklung ist eine energieeffiziente Stadt mit weitgehender Energie- und Ressourcen- Autonomie, die in gesellschaftlicher Kooperation die schrittweise Ablösung der fossilen Energieträger und Ressourcen sowie den Übergang auf eine solar basierte Energie- und Ressourcenwirtschaft und einen funktionalen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz gestattet. Damit zu verbinden ist ein nachhaltiges Wachstum der regionalen Wirtschaftskraft und die Verbesserung der Lebensqualität für die Bevölkerung in unserer Stadt. Diese Entwicklung steht noch ganz an ihrem Anfang, ist unserer Ansicht nach jedoch ohne realistische Alternative und wäre bei Erfolg von Modellcharakter für andere StadtRegionen unserer Größe.
     
  4. Die Energie: Entsprechend der Maßgabe von „3 mal E“ und bei (sowohl möglicher wie notwendiger) Verwendung der verfügbaren energetischen Netze und der nicht zwangsläufig fossil basierten Energieerzeugungsanlagen wird sich die Energieträgerbereitstellung (auf Basis von Solarenergie sowie verfügbarer Biomasse für die Grundlast) regionalisieren, die Energieerzeugung selbst in Kraft- Wärme- Kälte- Kopplungen auf Stadtteil- und Gebäudeebene verlagern und in einem (bisher nicht quantifizierbaren und standortabhängigen) Mix von zum Teil erst in systemischer Entwicklung bzw. stadtregionaler Anpassung befindlichen regenerativen Energieerzeugungstechniken erfolgen müssen.
     
  5. Die Häuser: Die Städtebau- und Baukörperstrukturen, vor allem aber die Gebäudebestände der Stadt, stehen vor einem energetisch bestimmten Umstrukturierungsprozess und werden schrittweise ihren Jahresheizwärmebedarf auf maximal 10- 20 Prozent des aktuell Üblichen reduzieren müssen (Passivhausstandard), einen Großteil ihres Endenergiebedarfes selbst decken (solare Baukörperstrategien/ energieaktive Oberflächen), Träger von Energieerzeugungsanlagen sein (Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft) und absehbar die von ihnen benötigte Energie speichern können (Wärme, Kälte, Strom). Die Energieverteilungstechniken in den Gebäuden werden sich dabei schrittweise, aber ebenfalls grundlegend wandeln und anpassen (z. B. als Infrarotstrahlungs- oder Lüftungsheizungen/-kühlungen, Gleichstromnetze u.a.).
     
  6. Der Verkehr: Der Neustrukturierung des Fern-, Regional- und Stadtverkehrs kommt in einer energieeffizienten StadtRegion, im funktionalen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie in der integrativen Ressourcenwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Diese betrifft sowohl die Reduzierung des Verkehrsaufkommens auf das Notwendige, die Optimierung der Verkehrsorganisation, den Ausbau und gegebenenfalls die Wiederinbetriebnahme umweltfreundlicher Verkehrsmittel, die Entwicklung verbrauchsarmer alternativer Antriebstechniken, die Verwendung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen/ gespeicherter Elektroenergie und die prioritäre Sicherung der regionalen Mobilität/ Transporte.
     
  7. Kommunale Ressourcen: Die bisher weitgehend ungenutzten, weil „entsorgten“ Potenziale kommunaler wie regionaler Reststoffe, Abwässer und Abfälle werden sich als energetische Sekundärrohstoffe zu einem unverzichtbaren Baustein in der Energie- und Ressourcensicherstellung in Hoyerswerda entwickeln müssen und die stoffliche Basis für den Aufbau einer regionalen Kreislaufwirtschaft bilden, in die auch die in großer Zahl verfügbaren Stadt- und Infrastrukturbrachen hocheffizient einzubinden sind (intensive urbane Landnutzung).
     
  8. Die Fläche: Die Inwertsetzung der regional wie lokal verfügbaren Fläche und deren dauerhafte Ertüchtigung zu dem Nahrungsgüter-, Energie- und Ressourcenproduzenten im Umfeld als auch in unserer Stadt selbst bedingt zwangsläufig grundlegende Änderungen in der Art ihrer Bewirtschaftung, die generelle Verbesserung des z. T. stark gestörten Wasserhaushaltes und den Wechsel von einem Schaden begrenzenden zu einem funktionalen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in einem kommunal und regional getragenen, konsensualen win-win-System. Dieser Prozess soll sich modellhaft in einem der problematischsten, aber auch reizvollsten Landschaftsräume Ostdeutschlands, der zu revitalisierenden Bergbaufolgelandschaft in der Lausitz, vollziehen.
     
  9. Regionale Wertschöpfung: Die zu entwickelnden partnerschaftlichen Beziehungen und Netzwerkstrukturen zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren (public- private- partnership) bergen ein enormes Potenzial an regionaler Wertschöpfung (die in Ostdeutschland gegenwärtig nur etwa 20% an der Gesamtwertschöpfung beträgt). Eine regenerativ und regional basierte Energie- und Ressourcenproduktion löst innerregionale Wertschöpfungskreisläufe aus, vermindert die Abhängigkeit von ständig teurer werdenden Importen und ermöglicht die lokale und regionale Abschöpfung eines ökonomischen, ökologischen und sozialen Mehrwertes. In wirtschaftlicher Perspektive sind somit deutlich positive Effekte u. a. für die ansässigen Land-, Forstwirtschafts-, Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe, die Investitionstätigkeit, die Erwerbstätigenquote und den Arbeitsmarkt insgesamt, die Innovationsfähigkeit, die Standortattraktivität sowie für die kommunalen als auch privaten Haushalte in der StadtRegion Hoyerswerda zu erwarten (Modell Güssing).
     
  10. Die Gesellschaft: Mit der Stabilisierung der ökonomischen, ökologischen und sozio-kulturellen Prozesse in Hoyerswerda und seinem Umland wird wieder eine stärkere Bindung der Bewohner aller Altersgruppen an ihre Heimatregion einhergehen können, die der akuten demographischen Problemlage und der Arbeitslosigkeit entgegenwirkt. Oder verallgemeinert: In einer ganzheitlich-systemischen Regionalisierung erwächst der aktuellen wirtschaftlich-finanziellen Globalisierung das erforderliche Äquivalent für eine zukunftsorientierte lokale und regionale Kultur der nachindustriellen Bürgergesellschaft – die ökologische Moderne (Scheer).
     
  11.  Der Weg: Für die Bewältigung des noch weitgehend unbekannten, vermutlich zwei bis drei Jahrzehnte in Anspruch nehmenden Prozesses der Energetischen Stadterneuerung, der Etablierung eines funktionalen Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes sowie des Aufbaus einer StadtRegion mit integrativen Wirtschafts- und Stoffkreisläufen sind grundsätzlich neue Kooperations-, Planungs- und Umsetzungsstrukturen erforderlich, die sich sowohl vertikal (EU, Bund, Länder, Regionen, Kommunen, Bürger) als auch horizontal (Politik, Verwaltung, Unternehmen, Wissenschaft, Medien, Verbände, Bürger u.a.m.) hocheffizient organisieren müssen (z. B. in Kompetenz- und StadtRegionen- Netzwerken). Ein erster Markstein unseres Weges soll die Inbetriebnahme des „Solartores Hoyerswerda“ (2010) als Symbol des Beginns der Energetischen Erneuerung der StadtRegion sein.
     
  12. Das Ergebnis: Zielgerichtet und zeitnah angegangen, führt der Übergang zu einer effizienten, regenerativen und regional basierten Energie- und Ressourcenwirtschaft in der StadtRegion Hoyerswerda zu einem wissenschaftlichen, technologischen und logistischen Vorsprung, stellt die wirtschaftliche und soziale Prosperität der StadtRegion langfristig sicher und ist ein entscheidender lokaler Beitrag zum globalen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz. Langzeiterfahrungen dazu liegen in Kommunen wie Güssing, Hartberg oder La Muela bereits nachvollziehbar vor und sind selbst für die Erneuerung von Großstadtquartieren, wie in der SpeicherStadt Potsdam, inzwischen als realistisch anzusetzen. Verspätet oder nicht angegangen, könnte eine tief greifende ökonomische, ökologische, soziale und schließlich kulturelle Krise unserer Stadt (letztlich aber unserer Gesellschaft insgesamt) unvermeidlich sein.
     

Lenkungsausschuss/Projektgruppe Energetische Stadterneuerung
„Hoyerswerda – Alte Energiestadt mit Neuer Energie“
Hoyerswerda, im Mai 2009
Dipl. Ing. Arch. Ulrich Peickert

Das funktionale Energie- und Klimaschutzkonzept für die Stadt Hoyerswerda


zurück zu Übersicht

nach oben

GRUSSWORT DES OBERBÜRGERMEISTERS

Witajće k nam!

Mit diesem sorbischen Gruß heiße ich Sie auf den Internetseiten der Stadt Hoyerswerda herzlich willkommen.

... mehr lesen

Stadtporträt

Stadtgeschichte

Archäologische Funde aus der mittleren und jüngeren Steinzeit, der Bronzezeit und der vorrömischen Eisenzeit weisen auf größere Siedlungsareale in frühester Zeit hin.

... mehr lesen

Einwohner

Öffentliche Beteiligungen

Hier finden Sie die öffentlichen Beteiligungen mit den dazugehörigen Unterlagen sowie die Bekanntmachungen zu Planvorhaben der Stadt Hoyerswerda

... mehr lesen

STADtLEBEN

vom 15. bis 17. Dezember 2017, Marktplatz Hoyerswerda

Am Wochenende vor Heiligabend laden wir Sie zu einem romantischen Bummel über den Teschenmarkt in der Altstadt von Hoyerswerda ein. Glühwein, Bratwurst, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln dürfen in dieser Zeit nicht fehlen. Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit, verwöhnen Sie Ihren Gaumen und stimmen Sie sich gemeinsam mit uns auf ein besinnliches Fest ein. Fotoshooting mit dem  Weihnachtsmann am Samstag & Sonntag.

Öffnungszeiten
Freitag 16 – 22 Uhr
Samstag 14 – 22 Uhr
Sonntag 12 – 20 Uhr

... mehr lesen

Hintergrund und Idee

Die Stadt Hoyerswerda verfügt über eine reichhaltige, differenzierte und leistungsfähige Landschaft von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.

... mehr lesen