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Lesung im Rahmen Ausstellung Offener Prozess
  • Buchlesung
  • ASA FF e.V.

Offener Prozess: Lesung mit Grit Lemke und Jakob Springfeld

Wir laden Sie herzlich ein zu einer Lesung der Autor:innen Grit Lemke und Jakob Springfeld am 21. November, ab 19 Uhr in der Lausitzhalle, Hoyerswerda. Im Rahmen der Ausstellung „Offener Prozess“ zur NSU-Terrorgruppe und den Betroffenen rechter Gewalt liest Grit Lemke aus ihrem neuesten Buch „Kinder von Hoy: Freiheit, Glück und Terror“ und Jakob Springfeld aus seinem Buch „Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts“. Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion statt, die von dem
Journalisten und Autor Christian Gesellmann moderiert wird.

Kinder von Hoy: Freiheit, Glück und Terror:
“In den sechziger und siebziger Jahren waren sie mit ihren Eltern
nach Hoyerswerda gekommen, eine DDR-Musterstadt: aus dem
Heideboden gestampft, aus Bauelementen zusammenmontiert.
Morgens rollen die Eltern in Schichtbussen davon, die Kinder
wachsen in einem großen Kollektiv auf. Die Erzählerin wird Teil
der Kultur- und Kunstszene um Gerhard Gundermann, den
[Bruce] Springsteen des Ostens. Eine Art proletarische Bohème
entwickelt sich: nachts im Kellerclub, morgens im Schichtbus.
Doch der Wiedervereinigung folgen Massenentlassungen, und ein
latent vorhandener Rassismus gegen in der Stadt lebende
Vertragsarbeiter sowie eine schnell erstarkende Rechte führen zu
Ausschreitungen. Die Kulturszene bleibt tatenlos, doch auch für
sie wird danach nichts mehr sein, wie es war…” (Quelle: https://
www.gritlemke.de/)

Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts:
“Gemeinsam mit dem Journalisten Issio Ehrich hat der Zwickauer
Klima- und Antifaaktivist Jakob Springfeld ein Buch geschrieben.
„Unter Nazis“ ist seine Geschichte, die Geschichte einer
Zerreißprobe. Es geht um die harte Realität, auf die junge
Antifaschist*innen in Städten wie Zwickau stoßen – um
Drohungen, um Gewalt, um Angst. Es geht aber auch darum, dass
selbst solche Städte zu progressiven Keimzellen werden können.
Die Stimme der ostdeutschen Zivilgesellschaft muss lauter
werden, und sie darf nicht nur nach Angriffen durch Neonazis
gehört werden. Das Buch soll Warnsignal sein und
Hoffnungsschimmer.”