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Handlungskonzept Bildung – Jednanski koncept za kubłanje

Bildung im umfassenden Sinne war und ist ein wichtiger Standortfaktor für Hoyerswerda. Die Stadt übernimmt deshalb für die Entwicklung und Qualität der Bildung vor Ort Mitverantwortung. Ausdruck dafür und zugleich Arbeitsgrundlage ist das Handlungskonzept Bildung

Hintergrund und Idee

Der demographische Wandel, die hohe Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss oder ohne Ausbildung, die sich immer stärker abzeichnende Diskrepanz zwischen unversorgten Schulabgängern einerseits und unbesetzten Ausbildungsplätzen andererseits oder auch der steigende Bedarf an lebenslanger Weiterbildung machen Bildung zu einem zentralen Standortfaktor für Hoyerswerda. Bildung ist ein entscheidendes Handlungsfeld für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.

Die Stadt Hoyerswerda verfügt über eine reichhaltige, differenzierte und leistungsfähige Landschaft von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. Neben den Schulen und Ämtern der Stadt engagieren sich unzählige freie Träger und Vereine im Bereich der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Um diese Angebote besser miteinander zu vernetzen, eine höhere Transparenz für die Einwohner der Stadt zu erzielen und eine qualitative Verbesserung der Angebotsstrukturen zu erreichen, „verordnete“ sich die Stadt im Herbst 2005 einen „systematischen Lernprozess“. Die Potentiale in Bereich der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit sollen als Standortfaktor genutzt, junge Menschen in Hoyerswerda durch ein enges Netz von institutionsübergreifenden Kooperationen und qualitativ hochwertigen Angeboten lebenspraktisch auf den Übergang in die Erwachsenen- und Arbeitswelt begleitet werden.

Mit dem lokalen Handlungs- und Entwicklungskonzept „Fit für´s Leben“, welches im September 2006 durch den Stadtrat verabschiedet wurde, ist es der Stadt Hoyerswerda gelungen, weit über die Region hinaus Aufsehen zu erregen und Interesse zu wecken. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen aber geändert. Hoyerswerda ist Teil des Landkreises Bautzen geworden, der Stadtumbau ist vorangeschritten, die Bildungslandschaft hat sich massiv gewandelt, die Stadtentwicklung ist mit dem Leitbild 2025 und dem Marketingkonzept auf „neue Beine“ gestellt worden. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, wurde auf der Basis von „Fit fürs Leben“ das Handlungskonzept Bildung erarbeitet, welches zukünftig die städtische Strategie im Bildungsbereich darstellen wird.

Handlungskonzept Bildung als PDF

Flyer Bildungsakteure stärken 2018

Wissenschaftlicher Bildungsbeirat der Stadt Hoyerswerda

Bereits im Jahr 2005 wurde ein Grundstein für eine gemeinsame Bildungslandschaft in Hoyerswerda gelegt. Am Ende eines gemeinsamen Forums mit der Freudenberg Stiftung und der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen wurde die Bildung zur „Chefsache“ erklärt. Das Ziel hieß, eine lokale Koordinierung zwischen den beteiligten Bildungsakteuren zu ermöglichen. Bereits im Jahr 2006 entstand das „Fit für´s Leben“ – Konzept, das im „Handlungskonzept Bildung“ vorangeschrieben wurde und aktuell die Grundlage für das bildungsorientierte Denken und Handeln der beteiligten Akteure darstellt. Dabei wird unter „Bildung“ nicht nur die herkömmliche Schulbildung, sondern gar ein lebenslanger Prozess verstanden, auf den sich vielfältige Angebote ausrichten.

Die Stadt Hoyerswerda soll als ein Bildungsstandort im Kreis Bautzen, im Bundesland Sachsen sowie über diese Grenzen hinaus positioniert werden. Die aktive Gestaltung der Hoyerswerdaer Bildungslandschaft sowie die Umsetzung des überarbeiteten Handlungskonzeptes Bildung wird durch die Fachgruppe Bildung, gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Bildung beim Oberbürgermeister und des neuen Bildungsbeirates übernommen. Im neuen Gremium, das sich aus den Vertreterinnen und Vertreter des bundesweiten Bildungssektors zusammensetzt, ist ein Sachverstand vereint, das zum einen praktische Arbeitszusammenhänge, die mit den Akteuren der Bildungslandschaft bestehen und bereits gut arbeiten, vereint, zum anderen erweitert es durch den Blick auf Hoyerswerda von außen das gemeinsame Nachdenken über Ziele, Zweck, Erfolge und Herausforderungen in Hoyerswerda. Zudem wirkt der Beirat als Botschafter aus dem hiesigen Bildungsgeschehen und ist ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb der Umsetzung des Handlungskonzeptes Bildung, um die Bildung vor Ort zukunftsorientiert und gewinnbringend zu gestalten.

Der wissenschaftliche Bildungsbeirat wurde gemäß dem Stadtratsbeschluss vom 16.12.2014 am 19. November 2015 in folgender Zusammensetzung durch den Oberbürgermeister Stefan Skora berufen:

Prof. Dr. phil. Ursula Bylinski

Fachhochschule Münster – Institut für berufliche Lehrerbildung, Lehr und Forschungsgebiet: Berufliche Bildung mit dem Schwerpunkt Didaktik inklusiven Unterricht
Prof. Dr. phil. Andrea G. Eckhardt

Professorin für Pädagogik der Kindheit an der Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Sozialwissenschaften
Prof. Dr. phil. Gudrun Ehlert

Dekanin der Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida, Vertrauensdozentin der Hans-Böckler-Stiftung, Mitglied im Beirat des Kulturbüro Sachsen Regionale Mobile Beratungsteams, Dresden, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e. V. (DGSA)
Prof. Dr. phil. Angela Paul-Kohlhoff (ohne Foto)

War als Professorin am Fachgebiet für Berufspädagogik der Technischen Universität Darmstadt und Dekanin und Studiendekanin im Bereich Humanwissenschaften tätig, begleitete das hessische Modellvorhaben „Junge alleinerziehende Mütter in der Berufsausbildung“ und das Projekt „Berufswegebegleitung im Kreis Offenbach“, dessen Transfer zusammen mit der RAA Hoyerswerda erfolgt ist. In Hoyerswerda besondere Beteiligung an der Entwicklung des Konzeptes „Lebenspraktische Bildung“
Dr. phil. Wilfried Kruse

Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative, Forschung und Beratung zu Arbeit und Bildung, lokale Bildungspolitik, Europäische Berufsbildung, Migration. Von 1972 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter und zeitweilig Geschäftsführender Direktor der Sozialforschungsstelle
Dortmund.
Prof. Dr. phil. Wolfgang Mack

Professor für Sonderpädagogische Erwachsenen- und Berufsbildung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Fakultät für Sonderpädagogik
Helga Nickich

Vorstandsvorsitzende der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. und RAA Sachsen e.V., Mitglied der Steuergruppe der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer initiative, Mitglied im Plenum Landespräventionsrat, tätig in der Steuergruppe der BAG der RAA
Dr. phil. Birgt Reißig

Leiterin Außenstelle des Deutschen Jugendinstituts Halle, Forschungsschwerpunkt „Übergange im Jugendalter“, Schwerpunkte der Forschung liegen in der Bildungsforschung, in der Erforschung von Copingstrategien beim Übergang Schule-Beruf oder der Erfassung von Exklusions- und Inklusionsprozessen im jungen Erwachsenenalter sowie in den Bereichen des regionalen Übergangsmanagements und kommunalen Bildungsmanagements zu Steuerungs- und
Koordinationsfunktionen lokaler Politik.
Sascha Wenzel

Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung

Aufgaben des Bildungsbeirates

  • Thematische Expertise und Analyse der Problemlagen vor Ort
  • Beratung der Stadtspitze durch Empfehlungen und Arbeitsergebnissen
  • Untersuchung der inneren und äußeren Qualität von Bildung
  • Entwicklung von Ideen und Methoden zur Stärkung der Bürgeridentität
  • Unterstützung zur zukunftsorientierten und den neusten Erkenntnissen entsprechenden Weiterentwicklung der Bildungslandschaft von Hoyerswerda
  • Beratung und Entwicklung zum Standort lebenslanger/lebenspraktischer Bildungslandschaft
  • Repräsentation des Bildungsstandortes Hoyerswerda nach außen

Termine der Arbeitssitzungen 2016

10./11. Februar 2016 – Kurzprotokoll

13./14. Oktober 2016

Koordinierungsstelle

Basierend auf der Überzeugung, dass die Verwirklichung der Ziele des Handlungs- und Entwicklungskonzeptes „Fit für´s Leben“ bzw. des Handlungskonzeptes Bildung nur in einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft unter enger Einbindung städtische Entscheidungsträger gelingen kann, wurde eine Koordinierungsstelle beim Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda angesiedelt. Die Aufgaben der Koordinierungsstelle werden durch die  RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.  wahrgenommen.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis und mit dem Ziel, alle im Bereich Bildung angesiedelten Projekte, Einrichtungen und Träger zu vernetzen und zu bündeln um somit die Qualität des Gesamtsystems zu sichern und zu steigern, gehören folgende Punkte zu den Hauptaufgaben der Koordinierungsstelle:

  • Initiierung, Unterstützung und Begleitung von innovativen Bildungsprozessen
  • Koordination thematischer Netzwerke und begleitender Fachgremien
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation von Veranstaltungen (Weiterbildungen, Bildungskonferenzen etc.)
  • Evaluation und Fortentwicklung des Handlungskonzeptes
  • Bildungsberichterstattung

Weinheimer Initiative

Die Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative – 2007 in Weinheim gegründet – steht für Konzept und Praxis Kommunaler Koordinierung bei der Gestaltung der Übergänge Schule – Arbeitswelt „vor Ort“. Hoyerswerda ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft und Oberbürgermeister Stefan Skora einer der beiden Sprecher.

Die Weiterentwicklung und Verbreitung von Konzept und guter Praxis Kommunaler Koordinierung ist das besondere Anliegen der Arbeitsgemeinschaft. Die Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative ist ein Zusammenschluss von über 20 Städten und Landkreisen und zahlreichen weiteren Akteuren.

Die Arbeitsgemeinschaft sieht für sich zwei zentrale, miteinander eng verbundene Aufgaben: sich „anwaltschaftlich“ für die Anerkennung von Kommunaler Koordinierung und gute und förderliche Rahmenbedingungen einzusetzen, und die fortlaufende Verbesserung der lokalen Praxis zu unterstützen. Hierbei stehen die in der Arbeitsgemeinschaft mitwirkenden Städte und Landkreise im Zentrum.

Mehr öffentliche und politische Aufmerksamkeit und Anerkennung, die Etablierung von Bildung als zentralem Standort- und Zukunftsfaktor sowie verbesserte Rahmenbedingungen für kommunales Handeln im Feld von Übergang und Bildung sind die Hauptanliegen der Weinheimer Initiative. Grundlage ist die Weinheimer Erklärung 2007.

Die Stadt Hoyerswerda sowie die RAA sind Gründungsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative, welche sich deutschlandweit für gut gestaltete Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt stark macht. Dies alles erfordert eine Kommunale Koordinierung – das ist in Hoyerswerda die „Koordinierungsstelle Bildung“, welche dem Oberbürgermeister direkt zugeordnet ist und fachlich von der RAA Hoyerswerda-Ostsachsen ausgeführt wird.

Hier finden Sie weitere Informationen zur  Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative

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