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Neue Heu- und Strohscheune im Zoo Hoyerswerda eingeweiht

Mit der Einweihung der neuen Heu- und Strohscheune ist ein wichtiger Teil des zukünftigen Wirtschaftshofes im Zoo Hoyerswerda fertiggestellt. Das Gesamtprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 3,07 Millionen Euro verbessert die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, modernisiert die Versorgung der Tiere und schafft neue Einblicke für die Besucherinnen und Besucher. Gleichzeitig wird damit die Infrastruktur des Zoos als wichtiger Freizeit- und Bildungsstandort in Hoyerswerda langfristig gestärkt.

Rund 30 Tonnen Stroh werden jährlich im Zoo Hoyerswerda benötigt. Bislang war die Lagerung mit erheblichem Aufwand verbunden. Die etwa fünf Kilogramm schweren Strohballen mussten auf verschiedene Gebäude innerhalb des Zoogeländes verteilt und teilweise auf Dachböden transportiert werden. Bei Bedarf erfolgte der Transport zurück in die jeweiligen Tierreviere.

Mit der neuen Heu- und Strohscheune werden diese Abläufe deutlich vereinfacht. Künftig können dort große Strohballen mit einem Gewicht von jeweils rund 250 Kilogramm zentral gelagert und bei Bedarf mit geeigneten Transportfahrzeugen in die einzelnen Reviere gebracht werden. Ein solcher Ballen reicht dort für mehrere Tage. Das reduziert die Transportwege, spart Zeit und verringert die körperliche Belastung der Beschäftigten.

Die Investitionskosten für die neue Strohscheune belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für eine Solaranlage, die künftig zur Senkung der laufenden Energiekosten beitragen soll.

Moderne Arbeits- und Versorgungsbereiche entstehen

Die neue Strohscheune ist Bestandteil des umfassenden Projektes „Wirtschaftshof“. Dazu gehören auch der Um- und Ausbau eines ehemaligen Wohnhauses sowie des angrenzenden Nebengebäudes.

So entsteht im Nebengebäude eine moderne, ebenerdige Futterküche mit neuen Kühlzellen und großzügigen Arbeitsflächen. Damit werden die Voraussetzungen für eine effizientere Zubereitung und Bereitstellung der täglichen Tiernahrung geschaffen. Ein großes Fenster soll es künftig auch den Zoobesucherinnen und Zoobesuchern ermöglichen, Einblicke in die Futterzubereitung zu erhalten und mehr über die Versorgung der unterschiedlichen Tierarten zu erfahren.

Das ehemalige Wohnhaus wird für die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgebaut, die für die Betreuung und Versorgung der Tiere verantwortlich sind. Neben neuen Sanitär- und Sozialräumen entstehen im Obergeschoss Büros, ein gemeinsamer Pausenraum sowie ein Ausbildungs- und Besprechungsraum. Dieser soll künftig für Fortbildungen, interne Abstimmungen und die Ausbildung des tierpflegerischen Nachwuchses genutzt werden.

Durch die Bündelung der Arbeits- und Versorgungsbereiche an einem Standort werden die internen Abläufe im Zoo verbessert. Ein weiterer Vorteil ist die direkte Zufahrt von der Bundesstraße, über die Futtermittel und andere benötigte Materialien künftig unmittelbar am Wirtschaftshof angeliefert werden können.

Neue Wegeverbindung zwischen Burgplatz und Elsterstraße

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Zoogeländes wurde auch eine neue, barrierefreie Wegeverbindung zwischen dem Burgplatz und der Elsterstraße geschaffen. Diese ist seit Oktober für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Die Verbindung verläuft abseits der Hauptverkehrsstraße und verbessert damit die Erreichbarkeit sowie die Wegeführung in diesem Bereich der Stadt. 

Das Vorhaben wird zu 90 Prozent durch den Bund im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und zu weiteren fünf Prozent durch den Freistaat Sachsen gefördert. 

 

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