Warum eine US-Journalistin für ihr Buch nach Hoyerswerda kam
Wie können Städte trotz tiefgreifender demografischer Veränderungen Lebensqualität erhalten und neue Perspektiven entwickeln? Dieser Frage geht die US-amerikanische Journalistin und Autorin Lydia DePillis in einem aktuellen Buchprojekt nach. Ihre Recherchereise durch Ostdeutschland führte die Reporterin der New York Times am Freitag, 18. September 2026, auch nach Hoyerswerda, wo sie mit Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh sprach.
Fachleute, die sich mit Stadtentwicklungsprozessen beschäftigen, hatten DePillis empfohlen, Hoyerswerda in ihre Recherchereise einzubeziehen. Vor Ort wollte sie erfahren, wie die Stadt mit einem außergewöhnlich tiefgreifenden Struktur- und Bevölkerungsumbruch umgegangen ist. Dabei richtete sich ihr Blick besonders auf den Weg zur Stabilisierung und die Gestaltung des aktuellen Strukturwandels.
Das Gespräch reichte von der besonderen Geschichte Hoyerswerdas bis zu den heutigen Aufgaben und Projekten. Dabei ging es vor allem um die Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten: Welche Ansätze haben sich bewährt? Wo liegen weiterhin Schwierigkeiten? Und wie kann nach einem tiefen Einschnitt neue Zuversicht entstehen?
DePillis interessierte außerdem, ob sich Hoyerswerda mit anderen Städten über diese Erfahrungen austauscht. In den vergangenen Jahren gab es dazu Kontakte mit Kommunen aus verschiedenen Ländern. Die Entwicklungen lassen sich zwar nicht eins zu eins übertragen. Sie können aber Städten, die vor ähnlichen demografischen Veränderungen stehen, wichtige Anregungen geben.
Im Gespräch wurde zugleich deutlich, dass erfolgreicher Wandel mehr braucht als Investitionen und neue Projekte. Entscheidend ist, die Menschen vor Ort einzubeziehen, Veränderungen nachvollziehbar zu erklären und Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu schaffen.
DePillis zeigte sich beeindruckt von der Energie und dem Optimismus, mit denen die verschiedenen Aufgaben in Hoyerswerda angegangen werden.

