Gedenkwoche „Hoyerswerda 1991“: Erinnern über die Woche hinaus
35 Jahre nach den rassistischen Ausschreitungen im September 1991 haben die Stadt Hoyerswerda, die Initiative Zivilcourage und zahlreiche Partner mit einer Gedenkwoche an die Angegriffenen erinnert. Ausstellungen, Gespräche und Veranstaltungen boten Gelegenheit, sich mit den Ereignissen und den Erfahrungen der Betroffenen auseinanderzusetzen. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh nahm an mehreren Veranstaltungen teil. Bei der Gedenkveranstaltung am Denkmal „Offene Tür – offenes Tor“ im Zentralpark sprach er darüber, wie schwer sich Hoyerswerda lange mit der eigenen Geschichte tat: „Wenn wir heute an 91 denken, tun das die meisten mit Scham. Aber auch mit einem Gefühl der Verantwortung.“ Er würdigte das Engagement der Menschen, die die Erinnerung über viele Jahre wachgehalten haben.

Die Auseinandersetzung mit den Ereignissen von 1991 ist in Hoyerswerda eine fortlaufende Aufgabe. Dazu gehört auch die Arbeit mit jungen Menschen: Bei der Gedenkveranstaltung wurde neues Unterrichtsmaterial vorgestellt, mit dem Schulen das Thema aufgreifen können. Auch die während der Gedenkwoche eröffneten Ausstellungen sind weiterhin zu sehen:
- „Herbst ’91“ zeichnet anhand damaliger Berichte die Ereignisse nach. Die Ausstellung ist bis zum Jahresende in der Volkshochschule zu sehen.
- „See my Story. Copyright by Madgermanes“ gibt ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeitern Raum, ihre Geschichten selbst zu erzählen. Die Ausstellung ist bis zum 9. Oktober im Lausitz-Center zu sehen.
- „Kann man in Hoyerswerda Wurzeln schlagen?“ porträtiert Menschen, die ihre frühere Heimat verlassen haben und heute in Hoyerswerda leben. Die Ausstellung ist bis zum Jahresende im Martin-Luther-King-Haus zu sehen.








