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Unternehmensbesuch bei Kaufland Hoyerswerda am 05.02.2026

Unternehmensbesuch bei Kaufland Hoyerswerda

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Hoyerswerda war Anfang Februar zu Besuch bei Kaufland. Vor Ort sprach Wirtschaftsförderer Sebastian Schindler mit Filialleiter Jens Kittan über die aktuelle Lage am Standort, bevorstehende Entwicklungen und strukturelle Herausforderungen im Einzelhandel.

Kaufland beschäftigt in Hoyerswerda über 100 Mitarbeitende. Auch in der Nachwuchsförderung ist das Unternehmen engagiert: Aktuell werden in der Filiale drei Nachwuchskräfte ausgebildet, jeweils eine pro Lehrjahr. Die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern ist anspruchsvoller geworden. Dabei handelt es sich um eine Entwicklung, die in vielen Branchen zu beobachten ist. Dennoch gelingt es Kaufland, geeignete Auszubildende zu gewinnen. Das zeigt, wie wichtig ein stabiles Ausbildungsumfeld und gute regionale Vernetzung sind.

Im Gespräch spielte auch die ab August geplante Umbaumaßnahme am Standort eine wichtige Rolle. Geplant sind unter anderem die Modernisierung der Kühltechnik sowie eine neue Anordnung einzelner Warenbereiche. 

Neben dem Kerngeschäft übernimmt Kaufland auch Verantwortung für das Umfeld. Durch die Vermietung von Flächen an regionale Anbieter wie Bäcker entsteht ein vielfältiges Einkaufsumfeld mit lokalem Charakter. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit regionalen Dienstleistern zusammen, etwa für Reinigung oder Instandhaltung, und stärkt so die wirtschaftlichen Netzwerke vor Ort.

Das Gespräch machte deutlich, wie wichtig der kontinuierliche Austausch zwischen Stadt und Unternehmen ist. In diesem Zusammenhang erwähnte Jens Kittan auch das Wirtschaftsfrühstück der Stadt Hoyerswerda, das im Februar bereits zum 25. Mal stattfand. Solche Formate tragen dazu bei, den Dialog zu fördern, Netzwerke zu pflegen und Impulse aus der Praxis aufzunehmen.

Dass Zusammenarbeit nicht nur in Gesprächen stattfindet, zeigte ein praktisches Beispiel: Anlässlich des Landeserntedankfestes im vergangenen Jahr stellte Kaufland seine Parkplätze zur Verfügung, um zusätzliche Kapazitäten für Besucherinnen und Besucher zu schaffen. Solche Gesten stehen für gelebte Partnerschaft im Alltag.

Die Wirtschaftsförderung nahm aus dem Termin verschiedene Hinweise mit. Jens Kittan wies unter anderem darauf hin, dass der Markt trotz seiner Nähe zur B96 für Durchfahrende nur schwer erkennbar ist. Wer dort unterwegs ist, erhält aktuell keinen Hinweis darauf, dass das Industriegebiet mit Einkaufsmöglichkeiten wie Kaufland nur einen kurzen Abstecher entfernt liegt. Die Anregung wird aufgenommen und geprüft.

Darüber hinaus interessierte sich Jens Kittan für die touristische Entwicklung in Hoyerswerda. In diesem Zusammenhang kam auch das Strukturwandelprojekt am Scheibe-See zur Sprache. Die geplanten Maßnahmen sollen langfristig zur Attraktivität der Stadt beitragen und bieten Potenzial für den stationären Handel.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Strukturwandel insgesamt. Besonders das Zentrum Bauen und Wohnen, das von der Lausitzer Technologiezentrum GmbH Lautech entwickelt wird, steht dabei im Fokus. Es entsteht in direkter Nachbarschaft zum Kaufland-Standort. Ergänzend wurden stadtweite Projekte wie das Smart Mobility Lab und weitere Vorhaben thematisiert. Sie unterstützen die Stadtentwicklung und schaffen Rahmenbedingungen, von denen auch Unternehmen wie Kaufland profitieren können.

Der Besuch bei Kaufland steht beispielhaft für die Bedeutung direkter Gespräche mit den Unternehmen vor Ort. Sie liefern wichtige Einblicke, fördern gegenseitiges Verständnis und helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Unternehmensbesuche sind daher ein zentraler Bestandteil der Wirtschaftsförderung in Hoyerswerda.

 

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