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Gleichstellung

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist grundgesetzlich verankert. Zur Verwirklichung dieses Grundrechts haben Gemeinden mit eigener Verwaltung Kommunale Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen.
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte wirken nach Außen hin. Sie sind gut vernetzt und für die Stadtgesellschaft da. Sie sorgen dafür, dass die Gleichberechtigung aller Geschlechter überall mitgedacht wird und die Gestaltung der Lebensbedingungen geschlechtergerecht wird (Gender Mainstreaming). Gleichstellung bedeutet auch echte Chancen und Möglichkeiten, losgelöst von gängigen (tradierten) Rollen und zugeordneten Klischees in Bezuge auf das eigene Geschlecht, zu haben.

Hier finden Sie einen Einblick zur Arbeit der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und aktuelle Informationen:

Schreiben Sie uns gerne Ihre Anregungen, Ideen und Meinungen zum Thema Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Gemeinsam lässt sich viel erreichen!

 Zur Gleichstellungsarbeit

Zur Verwirklichung des Grundrechts der Gleichberechtigung von Frau und Mann haben Gemeinden mit eigener Verwaltung Kommunale Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. In Gemeinden mit mehr als 17.000 Einwohnern soll diese Aufgabe hauptamtlich erfüllt werden.
Seit 1949 ist die Gleichberechtigung im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert. In Artikel 3 Abs. 2 heißt es: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Diesem Richtsatz folgen die Verfassung des Freistaates Sachsen in Artikel 8 sowie die Sächsische Gemeindeordnung in § 64 Abs. 1 und 2. Weiteres regelt hierzu dann die Hauptsatzung.
Darüber hinaus ist der Grundsatz auch auf europäischer Ebene verankert.

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte wirken außerhalb der Verwaltung, das heißt, sie arbeiten – meist projektbezogen – mit Verbänden, Vereinen und Institutionen in gleichstellungsrelevanten Themen zusammen. Sie sind Ansprechpartnerinnen für die Einwohnerinnen und Einwohner, wenn es um Fragen und Anliegen geht, die eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes zum Inhalt haben.

Gleichstellungsbeauftragte sorgen dafür, dass die Gleichberechtigung aller Geschlechter überall mitgedacht wird und die Gestaltung der Lebensbedingungen geschlechtergerecht wird. Gleichstellung bedeutet auch echte Chancen und Möglichkeiten, losgelöst von gängigen (tradierten) Rollen und zugeordneten Klischees in Bezug auf das eigene Geschlecht, zu haben.
Eine besondere Bedeutung kommt auch der Präventionsarbeit hinsichtlich der Problematik Gewalt in der Familie zu.

  • Verbesserung der gesellschaftlichen Strukturen zum Zwecke der Chancengleichheit von Frauen und Männern
  • Aufdecken von geschlechtsbezogenen Benachteiligungen innerhalb der Stadt
  • Entwickeln von Konzepten zur Verwirklichung des Grundrechts von Frau und Mann
  • Einbringen gleichstellungsspezifischer Belange in die Arbeit des Stadtrates und der Stadtverwaltung
  • Zusammenarbeit mit anderen Gleichstellungsbeauftragten sowie Kooperationen von relevanten Gruppen, Netzwerkarbeit
  • Beratung von Bürgerinnen und Bürgern in Gleichstellungsfragen
  • Unterstützung von Frauenprojekten und Frauenverbänden
  • Organisation von Veranstaltungen zu Themen der Gleichstellung
  • entsprechende Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Herausgeben von Publikationen

Aktuelles

Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl an gegenwärtig laufenden Projekten und Kampagnen.

>Save the Date:
  2. StrukturWANDELkonferenz „Struktur, wir wandeln dich Part II – Geschlechtergerechtigkeit in Transformationsprozessen“

Am 2. Oktober 2024 findet die 2. StrukturWANDELkonferenz „Struktur, wir wandeln dich Part II – Geschlechtergerechtigkeit in Transformationsprozessen“ statt. Die Konferenz ist für alle Menschen, die in der Lausitz die Struktur verändern und weiter verändern wollen. Es wird um die Herausforderungen und Bedarfe der Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel gehen und um die Entwicklungen seit der 1. Strukturwandelkonferenz der Gleichstellungsbeauftragten 2022 (Link zum Bericht).

Die Konferenz schließt die Lücke zwischen dem Wissen über ungleiche Folgen von Strukturwandelprozessen und den Möglichkeiten Handeln zu korrigieren.

Die Konferenz ist ein gemeinschaftliches Vorhaben des Bündnisses der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sowie
folgenden Partnerinnen und Partnern:    

  • TRAWOS-Institut/Hochschule Zittau/Görlitz
  • Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung
    Lausitzbeauftragter im Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung
  • Landesgleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg – Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
  • Bundesstiftung Gleichstellung
  • Ifab – Institut für angewandte Beteiligung
  • Deutscher Gewerkschaftsbund – Revierwende

Bitte vormerken: 02. Oktober 2024 ab 12 Uhr in der HAFENSTUBE TELUX in Weißwasser!

Eine Einladung mit dem Programm sowie ein entsprechender Link für die Anmeldung werden Anfang September veröffentlicht bzw. verschickt.
Bis dahin halten wir Sie hier mit Hinweisen und Infos zum Programm auf dem Laufenden.

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>Programm „Future Female Program“

Dieses Programm bietet Frauen in Sachsen die Gelegenheit, ihre unternehmerischen Träume zu verwirklichen. Mit flexiblen Online-Modulen, professionellem Coaching und einem starken Netzwerk unterstützt und empowert dieses 12-monatige Programm Frauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und bei der Unternehmensgründung.

Das Future Female Program wird von der EU kofinanziert und ist für die Teilnehmerinnen kostenfrei, lediglich eine Materialgebühr von 50 € wird erhoben. Der Start des Programms ist für den 24. Mai 2024 mit einem Kick-Off Event geplant, und im Herbst 2024 wird eine zweite Gruppe beginnen. Es stehen jeweils nur 35 Plätze pro Gruppe zur Verfügung.

Weitere Informationen sind auf future-female.de verfügbar und können beim Forum für Kultur und Bildung Leipzig erfragt werden.

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> Juni 2024: Pride Month in Hoyerswerda

Der erste Pride Month in Hoyerswerda läuft. Weitere Informationen – auch zu den geplanten Veranstaltungen – können dem Anhang und folgendem Link https://demokratie-hy.de/2024/04/29/pride-month-erstmals-in-hoyerswerda/ entnommen werden.

 

 

 

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> Zeitzeuginnen für zwei Projekte gesucht

1.       Dokumentarfilm „Schwangere Frauen/ Junge Mütter zur Wendezeit“

Für einen Dokumentarfilm zum Thema „Schwangere Frauen*/Junge Mütter zur Wendezeit“ sind zwei junge Künstlerinnen / Kunststudierende auf der Suche nach Frauen*, die 1988 oder 1989 schwanger waren und/oder ein Kind geboren haben.
Hannah Klitzke sucht mit ihrer Kommilitonin nach Frauen, die bereit sind, sich interviewen zu lassen und am Projekt mitzuwirken. In einem ersten Telefongespräch soll sich folgenden Fragen angenähert werden: Wie wurde der Mauerfall und der Systemwechsel von der DDR zur BRD erlebt? Welchen Schwierigkeiten musste begegnet werden.

Es ist ein ehrenamtliches Projekt ohne die Absicht, Geld damit zu verdienen.

Weitere Informationen können dem Flyer Schwanger in der Wendezeit entnommen werden.

2.       Forschungsprojekt „Schönheit in der DDR“

Dr. Stefanie Eisenhuth vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam arbeitet aktuell am Projekt „Schönheit in der DDR“ und sucht dafür Zeitzeuginnen. Sie untersucht, ob es eine DDR-spezifische oder eine sozialistische Schönheitskultur gab und wenn ja, welchen Idealen sie folgte.
Hierfür analysiert und sichtet die Projektleiterin verschiedene Quellen von Archiven über Zeitungen, Zeitschriften, Ratgeberliteratur bis hin zu Rundfunk und Fernsehen. Abrunden sollen die Forschungen Interviews mit Zeitzeuginnen. Frau Dr. Eisenhuth möchte die persönlichen Sichtweisen und Praktiken aufnehmen und dabei Fragen stellen, z. B. zum Jugendweihekleid, anderer festlicher Garderobe oder dem Alltagsoutfit.

Sie würde sich sehr freuen, wenn einige Frauen aus Hoyerswerda Zeit und Interesse hätten, ihre Erinnerungen mit ihr zu teilen. Eine kleine Projektbeschreibung finden Sie im Flyer. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.schönheit-für-alle.de.

Bei Interesse zum Mitwirken oder Fragen zu den Projekten wird um Rückmeldung gebeten (Gleichstellungsbeauftragte Korina Jenßen: Tel. 03571-456107 oder gleichstellung@hoyerswerda-stadt.de) , damit diese beantwortet bzw. ein Kontakt hergestellt werden kann. Vielen Dank.

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>Aufruf zur Studie: Tell Us – Erleben von Gewalt in Partnerschaften: Betroffene (m/ w/ d) für Befragungsstudie gesucht

Die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig führt derzeit eine anonymisierte Onlinebefragung für Betroffene von Partnerschaftsgewalt durch. Teilnehmen können Erwachsene aller Geschlechtsidentitäten und aller sexuellen Orientierungen (ab 18 Jahren), die in den letzten 12 Monaten gewaltvolles Verhalten in einer Partnerschaft erlebt haben (z. B. durch Lebensgefährt*innen, Ehepartner*innen, Dating-Partner*innen). Dauer der Befragung: ca. 20-25 Minuten. Weiterführende Informationen und die Umfrage finden Sie unter folgendem Link: https://redcap.link/tell.us.
Über Ihre Unterstützung bei der Verbreitung der Studie würden wir uns sehr freuen. Auf Anfrage versenden wir gern Rekrutierungsmaterial in Papierform (Flyer und Poster, inkl QR-Code). Herzliche Grüße von Prof. Dr. Anette Kersting (Studienleitung und Klinikdirektorin) und Julia Deller (Studienkoordination und Wissenschaftliche Mitarbeiterin). Kontakt für Rückfragen und Materialien: julia.deller@medizin.uni-leipzig.de

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>Geschlechtergerechtigkeit in Transformationsprozessen: Bündnis Kommunale Gleichstellungsbeauftragte mit Sächsischer und Brandenburger Delegation für die Lausitz in Brüssel

Die Gestaltung des Ausstiegs aus der Kohleindustrie und des damit verbundenen Strukturwandels in der Lausitz ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Geschlechter. Wenn der Strukturwandel gelingen soll, müssen alle Menschen beteiligt werden. Eine nachhaltige und zukunftsfähige Region kann nur gemeinsam mit und auf Augenhöhe von Männern und Frauen, für Frauen und Männer entwickelt werden.

Seit 2020 setzt sich ein Bündnis Kommunaler Gleichstellungsbeauftragter aus der sächsischen und brandenburgischen Lausitz, gemeinsam mit Vertreterinnen aus Forschung und Zivilgesellschaft für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel ein. Dabei werden sie durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) sowie durch die Brandenburger Landesbeauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt maßgeblich durch das TRAWOS-Institut für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung der Hochschule Zittau/ Görlitz.

Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, dass die Fragen nach Geschlechtergerechtigkeit in die Diskussionen um den Strukturwandel der Lausitz Einzug gehalten haben. Meilensteine für das Bündnis sind unter anderem die Aufstellung und Fortschreibung eines entsprechenden Positionspapiers 2021 bzw. 2023 und die Ausrichtung einer überregional aufgestellten Strukturwandelkonferenz „Struktur wandel dich – Struktur, wir wandeln dich! Mehr Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel“ im Jahr 2022. Infolge dessen wurde ebenfalls die europäische Ebene aufmerksam, denn auch andere Länder und Regionen stehen vor ähnlichen strukturellen Herausforderungen. Die EU hat die Möglichkeit durch ihre Politik, Gesetzgebung und Förderung, Einfluss auf die Gestaltungsmöglichkeiten des Strukturwandels vor Ort zu nehmen. Vor diesem Hintergrund wurde ein gemeinsamer Fachaustausch angeregt. Dieser fand vom 24. bis 27.10.2023 in Brüssel statt.

Mehr dazu lesen Sie bitte hier folgend oder auf dieser Internetseite unter „Weitere Informationen“.

https://www.hoyerswerda.de/2023/12/19/lausitzer-gleichstellungsbeauftragte-in-bruessel/

Impressionen von der Fahrt, Fotos von Alexander Louvet:

Bild 1: Round Table in der Vertretung des Landes Brandenburg bei der EU in Brüssel: Gesprochen wurde zur Wichtigkeit von Fachaustauschen und der Bündnisarbeit, zur Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit für die europäische Diskussion sowie zur Relevanz der Rolle der Forschung in diesem Prozess. Es wurden Erfahrungen geteilt und dabei auf Rahmenbedingungen, aktuelle Defizite eingegangen und Fragen bzw. Wünsche an die EU-Ebene gerichtet. (Foto: Alexander Louvet)

Bild 2: Bevor es zum Foto kam wurde beim Round Table 2 die Frage „Strukturwandel – Fachkräftemangel – demografischer Wandel: ist die Geschlechtergerechtigkeit die Antwort?“ besprochen.

Bild 3 + 4: Neben dem Fachaustausch fand am 26. Oktober 2023 der Besuch eines Frauenprojektes in Anderlecht statt. Anderlecht ist eine von 19 Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt. Die 1. Bürgermeisterin Susanne Müller-Hübsch (Ressort-Bürgermeisterin für Mobilität, Straßenbau und Stadtentwicklung) empfing die Delegation einschließlich der beiden Ministerinnen. Gemeinsam wurde in Begleitung von zwei Dolmetscherinnen der Verein Mulieris ASBL, besucht. Der Verein betreibt eine Nähwerkstatt und setzt sich für die berufliche Wiedereingliederung von Frauen ein. Vom Amt zugewiesene Frauen erhalten hier die Chance, das Handwerk zu erlernen. Mit dieser Referenz haben sie eine berufliche Basis für eine Anstellung oder auch zur Gründung einer eigenen Existenz. Fragen bezüglich der Fördermittelakquise, Zielgruppe und Vereinsorganisation wurden ausgetauscht.
Im Anschluss gab Bürgermeisterin Susanne Müller-Hübsch im historischen Ratssaal weitere Einblicke in die Situation vor Ort, welche Themen die Gemeinde Anderlecht bewegen und in aktuelle Projekte. Es entwickelte sich ein lockerer Austausch auf kommunaler Ebene.

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>frauenorte sachsen: Einweihung der Brigitte Reimann-Tafel an der Stadtbibliothek

Am 21.07.2023 bekam Hoyerswerda seine erste Tafel im Rahmen des Projektes „frauenorte sachsen“. Sie wurde der Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) gewidmet. Das Projekt macht die bewegende und vielfältige Frauengeschichte Sachsens sichtbar und würdigt die Frauen, die auf politischem, sozialem, wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, kulturellem und/oder sportlichem Gebiet besondere Leistungen vollbracht haben.
Brigitte Reimann war eine der bedeutensten Schriftstellerinnen der DDR und verbrachte ihre schaffensreichsten Jahre in Hoyerswerda (1960-1968). Sie gab über ihre Bücher und Werke ganz besondere Einblicke in ihr Leben und ihren Alltag, aber auch in das Leben in der schnell wachsenden Stadt Hoyerswerda. Sie ist noch heute mit ihren Werken präsent und hochaktuell. Sie war eine bedeutende Persönlichkeit der Stadt und prägte Hoyerswerda mit. An sie, ihr Leben und ihre Leistungen wird nun mit dieser Tafel erinnert und ein Bewusstsein dafür geschaffen.
Brigitte Reimann wäre am 21.07.2023 neunzig Jahre alt geworden.

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>27. Bundeskonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen

Am 15. und 16. Mai trafen sich die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten zur Bundeskonferenz in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig. Unter dem Titel „Gretchenfragen – feministische Perspektiven für die Zukunft“ wurde ein interessantes und inspirierendes Programm zusammengestellt. Daneben gab es gute Gelegenheiten zum Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen. Fast 450 Beauftragte und Gäste hatten sich dazu angemeldet – auch Hoyerswerda, der Landkreis und die Stadt Bautzen waren personell vertreten . Auftakt für die Konferenz war ein Empfang der Stadt Leipzig am Abend des 14.05.2023.

Gretchenfragen: Es ging um „Gretchenfragen“ der Gleichstellung und um feministische Perspektiven für die Zukunft. Gretchenfragen sind als unbequem empfundene Gewissensfragen, die eine Positionierung zu Kernthemen verlangen. Vor dem Hintergrund aktueller Krisen steht die Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Gemeinsam galt es Antworten auf die „Gretchenfragen“ unserer Zeit zu finden und Inhalte, Strategien und Strukturen kommunaler Gleichstellungspolitik weiterzuentwickeln.

Es war eine erfolgreiche Konferenz. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten fordern per entsprechenden Anträgen die Politik in Bund und Ländern auf, Antworten auf dringende Gretchenfragen zu geben und entsprechende Gesetze zu verabschieden.

PM Fazit Bundeskonferenz 2023 Leipzig

27. BUKO in Leipzig, Gruppenfoto, Foto: BAG/Susanne Hübner

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>„Hoyerswerda: Deine Frauen“ – Ausstellung

In Hoyerswerda leben über 16.400 Frauen und Mädchen. Das entspricht einem Anteil von 52 % der Bevölkerung. Jede von ihnen ist einzigartig und geprägt von ganz eigenen Erfahrungen, Ansichten, Fähigkeiten und Wünschen. Zehn dieser Frauen werden im Rahmen der Ausstellung „Hoyerswerda: Deine Frauen“ über Kurzportraits mit einem Foto und einer Art „Steckbrief“ zur persönlichen Lebens- und Arbeitsbiografie mit Blick auf ihr Leben, ihre Stadt und ihr Umfeld vorgestellt. Die Frauen und ihre Leistungen werden sichtbar gemacht und ein Bewusstsein dafür geschaffen. Fast 30 Frauen hatten sich bis Anfang Juni auf den damaligen Aufruf zum Mitmachen beworben. Über die Sommermonate wurden die Portraits angefertigt und die persönlichen Gespräche anhand von zehn aufgeworfenen Fragen geführt.

Die Ausstellung wurde im September 2022 erstmalig im Bürgerzentrum Braugasse 1 gezeigt. Seit dem wird die Ausstellung als Wanderausstellung an verschiedenen Orten aufgebaut – zuletzt war sie im Frauenzentrum Bautzen (Steinstr. 15 ) zu sehen. Sie kann auch hier online –Dokumentation der Ausstellung Hoyerswerda_Deine Frauen angeschaut werden. Sie möchten die Ausstellung in Ihrer Einrichtung zeigen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.

Die Ausstellung wurde durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hoyerswerda initiiert und mit verschiedenen Partnern/ Partnerinnen sowie mit finanzieller Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung umgesetzt.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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Ehrenamtlicher Besuchs- und Begleitdienst „Miteinander – Füreinander“

Der Malteser Hilfsdienst e.V. Hoyerswerda ist gegenwärtig dabei einen ehrenamtlichen Besuchs- und Begleitdienst in Hoyerswerda aufzubauen. Gemeinsam statt einsam lauten Ziel und Anspruch dieses niederschwelligen Begleitangebots. Die Malteser bieten mit diesem Projekt die Möglichkeit, ältere Menschen und Ehrenamtliche zusammen zu bringen. Es können neue Kontakte geknüpft und so der Einsamkeit vorgebeugt werden.

Es ist ein kostenloses Angebot, welches vor allem auf Senioren und ältere Menschen ausgerichtet ist. Die Besuchspaten können auch jüngeren Alters sein. Der Begleitdienst wird individuell vereinbart, so dass er für alle Seiten leicht vereinbar ist. Eine Aufwandsentschädigung wird nicht gezahlt.

Bei Interesse oder Fragen zum Projekt steht Frau Mildner, die Projektkoordinatorin, gern unter Tel.: 0171-368 1015 bzw. per E-Mail  an kerstin.mildner@malteser.org zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.malteser-hoyerswerda.de oder im folgenden Flyer Malteser_Miteinander_Füreinander_Flyer.

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>Hilfeangebote für geflüchtete Frauen und Kinder aus der Ukraine bei (sexueller) Gewalt

Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (11.03.2022, UBSKM): Die Flucht von Menschen aus der Ukraine stellt uns derzeit vor massive Herausforderungen. Wir sind insbesondere besorgt um die Sicherheit von Frauen und Kindern, denn sie können auf der Flucht und bei der Unterbringung in Deutschland einem erhöhten Risiko von Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt sein.
Wir möchten sicherstellen können, dass das Recht auf Schutz und Sicherheit von Frauen und Kindern von Anfang an in dieser Notsituation berücksichtigt wird. Wir möchten deshalb ukrainische Frauen in Deutschland über unsere bestehenden Hilfeangebote informieren und gleichzeitig Menschen, die in der jetzigen Situation ehrenamtlich mithelfen, für das Thema sensibilisieren.

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Termine und Veranstaltungen

 Eine kleine Übersicht von Veranstaltungen und Kursen auf dem Gebiet der Gleichstellung haben wir hier zusammengestellt.

Termin/ Ort

Veranstaltung/ Kurzbeschreibung
Bemerkungen/ Kontakt
über das Jahr 2024,
Mo-Fr: 9-13 Uhr und zusätzlich Di+Do: 14-18 Uhr,
Ostsächsische Sparkasse Dresden, Filiale Hoyerswerda Altstadt

 

Ausstellung „Abstrakte-CKunst Carmen Kurz“ – ein KURZtrip durch Hoyerswerda & Umgebung
Eine kreative, vielfältige Ausstellung bis Ende September 2024: CKunstWerke abstrakt, mit Glitzer, mit Hoyerswerdschen Motiven, gezeichnet mit Acrylfarbe und viel Leidenschaft.
Carmen Kurz ist geboren und aufgewachsen in der Lausitz, war viele Jahre in
Stuttgart und ist danach wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Seit ihrer Jugend begeistert sie sich für die Malerei als Kunst- und Ausdrucksform. Lassen Sie sich von ihren Bildern in den Bann ziehen!

Flyer zur Ausstellung

Infos: https://www.abstrakte-ckunst.de/

Mo, 03.06.2024 bis Sa, 29.06.2024,
Stadtbibliothek Hoyerswerda,
zu den Öffnungszeiten

Wanderausstellung „Solche Leute gibt’s hier nicht!“ Queeres Leben im ländlichen Sachsen
Die kleinstädtischen und ländlichen Räume Sachsens sind LSBTIQ*-Zone! Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen (LSBTIQ*) gehören hier zur Lebensrealität – und werden doch selten sichtbar. Die Ausstellung erzählt ihre Geschichten. Mit dem Smartphone können zusätzlich Interviews abgerufen werden, die die ganze Bandbreite queerer Lebenserfahrungen zeigen. Zu hören sind Personen, die alle eng mit ihrer Region in Sachsen verbunden sind, aber nicht alle konnten bleiben. Denn unterschwellige Formen der Ablehnung wie Vorurteile, Ausgrenzungen und Diskriminierungen sind nach wie vor präsent.
Die Ausstellung wird offiziell am 05.06.2024 beim Dialog-Café um 17:00 Uhr eröffnet.

Der Eintritt ist frei. Weitere Infos: https://demokratie-hy.de/aktuelles/veranstaltungen/

Mi, 12.06.2024,
17-19 Uhr,
Stadtbibliothek Hoyerswerda

Autorenlesung: Dopamin & Pseudoretten
Janis‘ Transition wird zur Schockstarre. Mit dem Umzug nach Berlin, dem Ziel Kunst zu studieren und Barthaare über sein altes Ich »Jana« wachsen zu lassen, soll alles anders werden. Doch Janis muss feststellen, dass er seine Selbstzweifel nicht einfach so zurücklassen kann …

Ein sprachlich herausragendes Debüt, das einen von der ersten Zeile an mitreißt.
Ein Buch über die Gegenwart und deren anarchische Kraft. Ein Antidot gegen die Heteronormativität.

Der Eintritt ist frei. Weitere Infos: https://demokratie-hy.de/aktuelles/veranstaltungen/

Regelmäßige Angebote    
montags alle 2 Wochen,
13-15 Uhr
Jugendclubhaus Ossi
Treff von Frauen zum Sticken
in geselliger Runde fertigen Frauen gestickte Handarbeiten an
Jugendclubhaus Ossi
mittwochs alle 2 Wochen,
13-15 Uhr
Jugendclubhaus Ossi
Treff von Frauen zum Häkeln und Stricken
Seniorinnen der Stadt und des Umlandes treffen sich, um gemeinsam Handarbeiten herzustellen
Jugendclubhaus Ossi
jeden Mittwoch,
18-19 Uhr,
Jugendclubhaus Ossi
Dance Aerobic (für jedes Alter) Kosten: 3,00 €; Jugendclubhaus Ossi

*) Die Verlinkung lässt sich mit einem Rechtsklick auf der Maus öffnen, falls der Pfad nicht direkt geöffnet wird.

Die obige Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben sind ohne Gewähr. Auskünfte dazu können die jeweiligen Veranstalter geben.
Sie haben einen Veranstaltungstipp, der hier aufgeführt sein sollte? Schreiben Sie uns bitte, wir nehmen ihn gern auf, wenn er Bezug zur Thematik der Gleichstellung hat.

Weitere Veranstaltungsangebote finden Sie z. B. im Veranstaltungskalender der Stadt Hoyerswerda oder auch im Genderkalender, einer sachsenweiten Plattform, wo Veranstaltungen, Treffen, Aktivitäten, Seminare und mehr rund um das Thema Gleichstellung gesammelt und gemeinsam beworben werden.

Netzwerk und Beratungsangebote

Auf allen Ebenen – von der Stadt, über den Landkreis Bautzen und den Freistaat Sachsen bis hin zum Bund – werden vielfältige und vielseitige Hilfs- und Beratungsangebote für fast alle Lebenslagen und Lebenssituationen unterbreitet. Meist werden diese auch recht niederschwellig angeboten.
Auch das Netzwerk ist umfangreich.

Eine erste Auswahl finden Sie hier folgend.

Alleinerziehende/ Einelternfamilien:

SHIA e.V. Landesfamilienverband Sachsen
Sasstr. 2, 04155 Leipzig
Tel.: 0341-983 2806, E-Mail: kontakt@shia-sachsen.de

ALISA – Alleinerziehend in Sachsen
Sächsisches Informationsportal – Antworten und Orientierung rund um das Thema Alleinerziehende
https://www.alisa-sachsen.de/

Begegnung:

Nachbarschaftshilfeverein e.V. Hoyerswerda
Geschäftsstelle „Grüner Hain“
Hufelandstraße 41, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 609242, E-Mail: nhv_hoy@gmx.de
->Mehrgenerationenhaus „Südtreff“
    A.-Schweitzer-Str. 9, 02977 Hoyerswerda (Tel.: 974142)

Jugendclubhaus Ossi
eine Einrichtung der RAA Hoyerswerda/ Ostsachsen e.V.
Liselotte-Herrmann-Str. 1, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571/979232, E-Mail: jh-ossi@gmx.de
->Treffpunkt und Angebote für jedes Alter!

Fraueninitiative Bautzen e.V.
Steinstraße 15, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 – 42353, E-Mail: info@frauenzentrum-bautzen.de
www.frauenzentrum-bautzen.de
->Bildung, Beratung, Vernetzung für Frauen in Bautzen, im Landkreis und der Oberlausitz

Beratung:

Diakonie St. Martin
Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Erziehungsberatung)
Schulstraße 5, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 913444, E-Mail: eb-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de

caritas
Region Görlitz, Dienststelle Hoyerswerda
L.-v.-Beethoven-Str. 26, 02977 Hoyerswerda
->Ehe-, Familien- und Lebensberatung
    Mobil: 0151 – 467 35572, E-Mail: efl-beratung.hoyerswerda@caritas-goerlitz.de
->allg. Erreichbarkeit (Verwaltung)
Tel.: 03571 – 979256, E-Mail: hoyerswerda@caritas-goerlitz.de

Diskriminierung/ Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AAG):

ADB – Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.
Regionalstelle Dresden
Seminarstr. 2, 01067 Dresden
->Beratung und Geltendmachung der Ansprüche nach dem AAG
Tel.: 0351 – 481 981 37, E-Mail: dresden@adb-sachsen.de
->Bildungsarbeit, Koordination, allgemeine Anliegen
Tel.: 0351 – 481 096 97

Antidiskriminierung für Sachsen
Kontakt für Beratungsanfragen sachsenweit
Mo – Fr: 9-13 & 14-16 Uhr
Tel.: 0341 – 306 907 77, E-Mail: beratung@adb-sachsen.de

Häusliche Gewalt:

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ richtet sich an alle Frauen, die von Gewalt betroffenen oder bedroht sind bzw. waren. Auch Menschen aus dem Umfeld der Betroffenen können sich  jederzeit an das Hilfetelefon wenden. Das Telefon ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.
https://www.hilfetelefon.de/

Initiative „Stärker als Gewalt“
– ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
– ist ein Zusammenschluss vieler Organisationen, die sich gegen Gewalt an Frauen und Männern einsetzen und helfen.
Über die Website www.stärker-als-gewalt.de finden Betroffene und Menschen im Umfeld Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt und wo sie Hilfe finden.

Hilfetelefon „Gewalt an Männern“
An das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ können sich alle Männer richten, die in der Partnerschaft, im Freundes- und Familienkreis, am Arbeitsplatz oder anderen Orten und Situationen  Gewalt erleben bzw. von Gewalt bedroht sind. Die Beratung ist anonym und kostenlos. Das Hilfetelefon ist erreichbar Mo-Do: 9 – 13 & 16 – 20 Uhr sowie Fr: 9 – 15 Uhr bzw. per Chat und E-Mail.
https://www.maennerhilfetelefon.de/

Eine Übersicht der Beratungsangebote in Sachsen zum Männergewaltschutz ist unter https://www.gib-dich-nicht-geschlagen.de/ durch die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen eingestellt.

Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt – Ostsachsen
Lessingstraße 4, 02625 Bautzen
Virchowstraße 60, 02977 Hoyerswerda
Für beide Beratungsstellen: Tel.: 03591 – 275824, E-Mai: kontakt@interventionsstelle-ostsachsen.de
>Mit speziellem Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, die häusliche Gewalt zwischen den Eltern oder anderen Familienmitgliedern erleben.

Frauenschutzhaus Bautzen
PF 1332, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 – 45120, E-Mail: kontakt@fsh-bautzen.de
>Frauenschutzwohnung Hoyerswerda

LAG gewaltfreies Zuhause Sachsen e. V.
Tel.: 0351 – 20 66 10 42
https://gewaltfreies-zuhause.de/
>umfangreiche praktische, rechtliche und organisatorische Informationen zu den Themen „Häusliche Gewalt“ und „Stalking“

Fachberatungsstellen für Betroffene von Straftaten:

Opferhilfe Sachsen e. V.
Beratungsstelle Bautzen
Töpferstraße 17, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 – 679550, E-Mail: bautzen@opferhilfe-sachsen.de
>auch Beratungsmöglichkeit in Hoyerswerda möglich
>Beratungsfelder: sexueller Missbrauch/ Vergewaltigung/ sexuelle Nötigung, Körperverletzung, Bedrohung, Belästigung/ Beleidigung, Nötigung/ Erpressung, Stalking, Mobbing, Kindesmisshandlung u.a.

Schwangerenberatung:

Beratungsstelle für Schwangere und Familien des DRK KV Bautzen e.V.
Beratungsstelle Hoyerswerda (im Bürogebäude der SWH)
Bautzener Allee 32a, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 604827, E-Mail: beratungsstelle.hoyerswerda@drk-bautzen.de

Hilfetelefon für Schwangere in Not – anonym & sicher
Tel.: 0800 – 4040 020 (kostenfrei)
www.geburt-vertraulich.de

Selbsthilfe

Selbsthilfekontaktstelle im Landkreis Bautzen
Büro Hoyerswerda
Schulstr. 5, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 408365, E-Mail: sks-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de
Selbsthilfeportal: www.sh-lk-bz.de

Wirtschaftliche Hilfen:

vbff in ostsachsen e.V.
Haus der Begegnungen
Jan-Amos-Comenius-Str. 23-25, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 609886
->Tafel, Tafelgarten und Suppenküche 
->Familienzentrum
->Umweltwerkstatt, Kleiderkammer und Schneiderstube (Tel.: 402992)
->LOS-Projekt „Alltagsbegleiter für Senioren“
->Jobtreff WK VII (Tel.: 4786995)

 

Weitere Informationen

Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel

Die Gesellschaft und auch unsere Region – die Lausitz – befinden sich in komplexen Veränderungsprozessen. Die Gestaltung des energie- und klimapolitisch begründeten Ausstiegs aus der Kohleindustrie und des damit verbundenen Strukturwandels in der Lausitz sind eine umfassende politische, soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung. Diese Umgestaltung muss auch zum Ziel haben, Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Deshalb mischt sich das Bündnis Kommunaler Gleichstellungsbeauftragter der Lausitz hier in besonderer Weise ein. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Gleichstellungsbeauftragten über Landkreisgrenzen und Bundeslandgrenzen (Sachsen-Brandenburg) hinweg.

Hierzu gehören die Erarbeitung des Positionspapiers „Mehr Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel der Lausitz“ mit gleichstellungspolitischen Forderungen 2021, aktuell seine Fortschreibung sowie die gleichnamige Konferenz im Herbst 2022 sowie die Setzung eines Panels auf der 27. Bundeskonferenz der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Leipzig (Mai 2023).

Es geht ums Sichtbarmachen, wo Geschlechtergerechtigkeit auch in einem komplizierten Prozess mitzudenken ist, wie ein Einmischen möglich sein kann und wie (Denk-) Prozesse/ Entwicklungen angeschoben werden können. Wird der Strukturwandel nachhaltig und geschlechtersensibel gestaltet, ist das ein Beitrag zu einer zukunftsfähigen Region. Geschlechtergerechter Strukturwandel heißt dabei: von Männern und Frauen für Männer und Frauen. Es sind die Fähigkeiten aller Menschen und ihre Bedarfe zu berücksichtigen und es gilt, sie teilhaben zu lassen.

Das fortgeschriebene Positionspapier vereint sieben zentrale Forderungen.

  1. Schaffung einer geschlechtersensiblen Datenlage
  2. Beratung und Qualifizierung von Führungskräften und Personen mit Entscheidungsbefugnis
  3. Herstellung von Transparenz sowie einer umfassenden und fortwährenden Beteiligung
  4. Geschlechtergerechtigkeit in der Umsetzung des Strukturstärkungsgesetzes
  5. Innovative und existenzsichernde Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Frauen
  6. Gleichwertigkeit von harten und weichen Standortfaktoren
  7. Schaffung einer Fachstelle für Geschlechtergerechtigkeit in der Lausitz

Zum vollständigen Positionspapier:

2023_Bündnis Kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Lausitz_POSITIONSPAPIER

Die Forderungen wurden durch das Bündnis der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Lausitz auch auf europäischer Ebene, in Brüssel, vorgestellt. Im Oktober 2023 fand die Fahrt statt. Dr. Julia Gabler und Marie Melzer vom TRAWOS-Institut reisten ebenfalls auf Einladung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) nach Brüssel.
Zusätzliche Gewichtung erhielt die Fahrt durch die Teilnahme der beiden zuständigen Ministerinnen Katja Meier und Ursula Nonnemacher sowie der Staatssekretärinnen Dr. Gesine Märtens und Dr. Antje Töpfer und der Landesgleichstellungsbeauftragten Brandenburgs, Manuela Dörnenburg.

Anliegen der Reise war es, Erfahrungen und Erkenntnisse aus der bisherigen Entwicklung des Strukturwandels in der Lausitz sowie Fragen und Forderungen an den Prozess für eine geschlechtergerechte Transformation Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher europäischer Institutionen vorzustellen sowie das Thema Geschlechtergerechtigkeit in europäischen Transformationsprozessen zu diskutieren.

Zentrale Botschaften waren daher:

  1. Die Schaffung geschlechtersensibler Strukturen sind demokratisch geboten, z. B. paritätische Beteiligungsformate, geschlechtergerechter Einsatz von öffentlichen Mitteln.
  2. Die Stärkung von bottom-up-Ansätzen ist erforderlich, um dortige Expertise in höhere Ebenen und Prozesse einfließen lassen zu können.
  3. Ein starkes politisches Bekenntnis der EU zur Gleichstellung der Geschlechter speziell bei der Förderung in Transitionsregionen ist unerlässlich, da diese ein entscheidender Faktor für die sozioökonomische Entwicklung ist.
  4. Eine stringente Implementierung von Genderaspekten, die konsequente Anwendung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes und eine stärkere Kontrolle der operativen europäischen Programme hinsichtlich der Umsetzung dieser Vorgaben ist notwendig (Evaluation)

Die genannten Botschaften konnten an zwei Tagen in unterschiedlichen Formaten mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster europäischer Einrichtungen besprochen werden. Es gab einen intensiven Austausch zu den Themen Gleichberechtigung und Chancengleichheit im Strukturwandel, der weit über eine Sensibilisierung hinausging. Lokale Erfahrungen konnten sichtbar gemacht und Gestaltungsansätze für die europäische Ebene aufgezeigt werden.

Bündnis_Kurzbericht_Brüssel

 

Das Bündnis der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Lausitz im Strukturwandel und das Institut für angewandte Beteiligung (ifab) e. V. veranstalteten am 16.09.2022 im Hotel und Restaurant Georgenberg Spremberg die Konferenz:

Struktur wandel dich – Struktur, wir wandeln dich!
Mehr Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel

© IASS Potsdam

 Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den 1990er Jahren zur Lebenslage von Frauen im Strukturwandel der Lausitz mit den bekannten Abwanderungsfolgen – und unbekannten Ausgrenzungen, wurde im Rahmen der Konferenz auf die Situation von Frauen hingewiesen, sie kamen zu Wort und konnten ihre Gestaltungsabsichten in den Vordergrund rücken.
StrukturWandelDich_Dokumentation

Unterstützerinnen:    
Landesgleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg, Manuela Dörnenburg
TRAWOS Institut der Hochschule Zittau/Görlitz, Dr. Julia Gabler und Sînziana Schönfelder
Plattform F wie Kraft www.fwiekraft.de

F wie Kraft – Frauen.Leben.Lausitz.

Internetplattform von Frauen für Frauen aus der Lausitz zum Informieren, Einblicke geben, Kennenlernen, Austauschen, Netzwerken und mehr. Die Frauen und die sie bewegenden Themen stehen hier im Mittelpunkt – facettenreich und in gebündelter Form. Ein Mitwirken ist hier ausdrücklich erwünscht.
www.fwiekraft.de

Martha-Ehrung

Seit 1998 wird anlässlich des Internationalen Frauentages eine Frau aus Hoyerswerda für ihre besonderen Leistungen mit einer „Martha“-Plastik geehrt. Die Ehrung wird alle zwei Jahre auf der Grundlage von Vorschlägen vergeben. Sie soll einer im Ehrenamt, in der Nachbarschaftshilfe, in Vereinen oder Verbänden oder einfach in der Allgemeinheit durch besonderes Engagement herausragenden weiblichen Persönlichkeit gelten.
Die letzte Martha-Ehrung fand im März diesen Jahres statt. Helga Nickich konnte sich über die Ehrung einschließlich Plastik freuen. Insgesamt waren neun Frauen nominiert.
(mehr zur Ehrung)

 

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