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Gleichstellung

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist grundgesetzlich verankert. Zur Verwirklichung dieses Grundrechts haben Gemeinden mit eigener Verwaltung Kommunale Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen.
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte wirken nach Außen hin. Sie sind gut vernetzt und für die Stadtgesellschaft da. Sie sorgen dafür, dass die Gleichberechtigung aller Geschlechter überall mitgedacht wird und die Gestaltung der Lebensbedingungen geschlechtergerecht wird (Gender Mainstreaming). Gleichstellung bedeutet auch echte Chancen und Möglichkeiten, losgelöst von gängigen (tradierten) Rollen und zugeordneten Klischees in Bezuge auf das eigene Geschlecht, zu haben.

Hier finden Sie einen Einblick zur Arbeit der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und aktuelle Informationen:

Schreiben Sie uns gerne Ihre Anregungen, Ideen und Meinungen zum Thema Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Gemeinsam lässt sich viel erreichen!

 Zur Gleichstellungsarbeit

Zur Verwirklichung des Grundrechts der Gleichberechtigung von Frau und Mann haben Gemeinden mit eigener Verwaltung Kommunale Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. In Gemeinden mit mehr als 17.000 Einwohnern soll diese Aufgabe hauptamtlich erfüllt werden.
Seit 1949 ist die Gleichberechtigung im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert. In Artikel 3 Abs. 2 heißt es: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Diesem Richtsatz folgen die Verfassung des Freistaates Sachsen in Artikel 8 sowie die Sächsische Gemeindeordnung in § 64 Abs. 1 und 2. Weiteres regelt hierzu dann die Hauptsatzung.
Darüber hinaus ist der Grundsatz auch auf europäischer Ebene verankert.

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte wirken außerhalb der Verwaltung, das heißt, sie arbeiten – meist projektbezogen – mit Verbänden, Vereinen und Institutionen in gleichstellungsrelevanten Themen zusammen. Sie sind Ansprechpartnerinnen für die Einwohnerinnen und Einwohner, wenn es um Fragen und Anliegen geht, die eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes zum Inhalt haben.

Faltflyer: Was macht eine kommunale Gleichstellungsbeauftragte und was bringt sie mir ganz konkret?

Gleichstellungsbeauftragte sorgen dafür, dass die Gleichberechtigung aller Geschlechter überall mitgedacht wird und die Gestaltung der Lebensbedingungen geschlechtergerecht wird. Gleichstellung bedeutet auch echte Chancen und Möglichkeiten, losgelöst von gängigen (tradierten) Rollen und zugeordneten Klischees in Bezug auf das eigene Geschlecht, zu haben.
Eine besondere Bedeutung kommt auch der Präventionsarbeit hinsichtlich der Problematik Gewalt in der Familie zu.

  • Verbesserung der gesellschaftlichen Strukturen zum Zwecke der Chancengleichheit von Frauen und Männern
  • Aufdecken von geschlechtsbezogenen Benachteiligungen innerhalb der Stadt
  • Entwickeln von Konzepten zur Verwirklichung des Grundrechts von Frau und Mann
  • Einbringen gleichstellungsspezifischer Belange in die Arbeit des Stadtrates und der Stadtverwaltung
  • Zusammenarbeit mit anderen Gleichstellungsbeauftragten sowie Kooperationen von relevanten Gruppen, Netzwerkarbeit
  • Beratung von Bürgerinnen und Bürgern in Gleichstellungsfragen
  • Unterstützung von Frauenprojekten und Frauenverbänden
  • Organisation von Veranstaltungen zu Themen der Gleichstellung
  • entsprechende Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Herausgeben von Publikationen

Aktuelles

Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl an gegenwärtig laufenden Projekten und Kampagnen.

Vier Frauen und eine Mission "Orange Bänke für Hoyerswerda" - gemeinsam wird das Projekt fortgesetzt und die Bänke gestaltet.

>Projekt „Orange Bänke – Aktionsbänke gegen Gewalt an Frauen und Kindern“ 

Jedes Jahr wird rund um die internationalen Aktionstage im November im Landkreis Bautzen und in der Stadt Hoyerswerda mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen auf die Themen „Gewalt gegen Frauen und Mädchen/ Kinder“ und Häusliche Gewalt aufmerksam gemacht.
Solche Gedenktage sind wichtig, denn nicht alle haben ein behagliches Zuhause und anstelle von Geborgenheit gibt es Streit, Gewalt und Unterdrückung. Sie brauchen ein starkes Netz aus Institutionen und Unterstützenden. Dafür setzt sich der Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt im Landkreis Bautzen ein. Die Stadt Hoyerswerda wirkt hier über die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte mit. Die ständig steigenden Fallzahlen fordern zum Handeln auf.
Im Arbeitskreis ist vor einigen Jahren die Idee entstanden mittels orangefarbener Bänke auf das Themenfeld Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. „Orange Bänke“ sind ein Symbol im Kampf dagegen. Die Farbe Orange wird im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“ verwendet.
Bänke sind ein fester Bestandteil des öffentlichen Raums und werden von vielen Menschen genutzt, was die Sichtbarkeit des Themas erhöht. Die Bänke sollen nicht nur an Gewalt erinnern, sondern auch zum Nachdenken und Handeln auffordern. Mittels der Beschriftung (Botschaft) und dem QR-Code, der zu Hilfs- und Beratungsangeboten verlinkt, kann Betroffenen und ihren Angehörigen konkret Unterstützung geboten werden.

Im Rahmen eines KoProjektfortschritt: Die Bänke sind Orange und nun geht es ans Aufbringen der Botschaften. Eine davon erhält das Zitat: "Miteinander beginnt, wo Gewalt endet."operationsprojektes schlossen wir uns dem an und sind dabei 6 Bänke – darunter fünf stationäre Bestandsbänke – für Hoyerswerda zu gestalten. Seit dem Herbst 2025 läuft die Gestaltung der Bänke – zwar länger als ursprünglich geplant, aber es geht voran. Damals sind wir motiviert gestartet und haben mit Teams der Kulturfabrik Hoyerswerda und Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen des Johanneums angefangen insgesamt 6 Bänke orange zu gestalten. Bis in den Dezember hinein waren wir aktiv. Dann kam es immer wieder zu Unterbrechungen – zunächst temperaturbedingt durch die Wintermonate, den Jahreswechsel, später durch praktische Herausforderungen wie eine Farbe, die nicht die gewünschte Deckkraft erreichte und zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich machte. Das Schuljahresende und fehlende Kapazitäten der beteiligten Teams wirkten sich ebenfalls aus.

Die städtischen Gleichstellungsbeauftragten (intern und extern) sind nun dabei mit der Unterstützung von zwei Kolleginnen die Gestaltung der Bänke fortzusetzen und das Projekt Schritt für Schritt voranzubringen. Die Bilder zeigen den Arbeitsstand und es besteht Zuversicht, dass die Aktionsbänke bald sichtbar werden und ihre wichtige Botschaft in die Öffentlichkeit tragen. Gerade weil das Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder Aufmerksamkeit und Haltung braucht, lohnt sich jeder investierte Arbeitsschritt.

Wir informieren über den Fortschritt und danken allen, die das Projekt bisher unterstützt haben. Gemeinsam setzen wir ein sichtbares Zeichen für Respekt, Schutz und ein gewaltfreies Miteinander.

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>Rückblick zur Veranstaltung: Was braucht die Lausitz? Hilfe aus dem All!

Das Schloss Hoyerswerda war am 16. März Veranstaltungsort für das Fachforum mit Podiumsgespräch „Was braucht die Lausitz? Hilfe aus dem All“. Im Rahmen der Frauenaktionswochen 2026 im Landkreis Bautzen rückten die REVIERWENDE Lausitz in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und dem DGB Ostsachsen das Themenfeld Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel und auf dem Arbeitsmarkt im Lausitzer Revier in den Mittelpunkt. Gleichstellung wurde als Standortfaktor für die Entwicklung der Region faktenbasiert und mit politischer Beteiligung diskutiert.
Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh und Korina Jenßen, Kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Stadt sprachen dabei zur aktuellen Situation Hoyerswerdas in Bezug auf Demografie, Arbeitsmarktlage und vor dem Hintergrund des Strukturwandels.

In den Impulsvorträgen und der anschließenden Podiumsdiskussion wurde zudem deutlich, dass Erkenntnisse und Problemlagen vielfach bekannt sind. Die Herausforderung liegt darin, diese in konkrete Maßnahmen zu übersetzen und deren Erfolg zu kontrollieren. Der bestehende Abstand zwischen Wissen und Handeln muss also geschlossen werden, wenn der Strukturwandel in der Lausitz geschlechtergerecht und damit nachhaltig gelingen soll.

Der Schlosssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Dies zeigt, dass das Thema in der gesellschaftlichen Breite angekommen ist. Darauf gilt es aufzubauen: durch stärkere Vernetzung, die systematische Einbindung relevanter Akteurinnen und Akteure sowie die konsequente (Weiter-) Entwicklung konkreter Lösungsansätze unter Beteiligung der betroffenen Frauen und Mädchen in der Lausitz.
Dabei wird es auch darum gehen, bisher weniger stark beleuchtete Aspekte, wie Fragen der Vereinbarkeit und Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit, künftig noch systematischer in den Blick zu nehmen. Das unterstützt nicht nur Frauen …

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>Rückblick: Frauenaktionswochen 2026Grafik Frauenaktionswochen 2025
Unter dem Motto „Misch mit!“ wurden vom 1. März an zahlreiche Veranstaltungen, Kurse, Vorträge, kulturelle Events, Film- und Theatervorführungen und Gesprächsformate aus Anlass der Aktionstage im Monat März – allen voran dem Internationalen Frauentag – angeboten. Ziel war es Frauen und andere Interessierte zu vernetzen, ins Gespräch zu bringen, gemeinsam etwas Neues zu lernen und auszuprobieren oder einfach eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Daneben wurden Lebensperspektiven aufgezeigt, das Engagement von Frauen sichtbar gemacht und sensible Themen aus der Gleichstellungsarbeit in den Fokus gerückt, wie z. B. Frauen und Finanzen, häusliche Gewalt und gleichberechtigte Teilhabe.

Über 70 Termine wurden an die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bautzen, Madeleine Lenz, und ihre Amtskolleginnen in Bautzen und Hoyerswerda gemeldet. Ein umfangreiches Programmheft war für die Frauenaktionswochen 2026 mit der Unterstützung von allen mitwirkenden Vereinen, Institutionen und Initiativen entstanden. Fast alle Angebote konnten stattfinden, wenn auch die Resonanz manchmal ganz unterschiedlich ausfiel.

Madeleine Lenz: Ich bzw. wir freuen uns, dass viele die Gelegenheit nutzten, neue Perspektiven kennenzulernen, sich zu vernetzen und aktiv mitzuwirken. Die hohe Anzahl der Veranstaltungen sowie die Vielfalt der Themen zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und wichtig diese Initiative für die Gemeinschaft ist.

Mit Blick auf die Zukunft lässt sich festhalten, dass die Frauenaktionswochen ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens im Landkreis Bautzen bleiben und weiterhin als Plattform für Information, Begegnung und Inspiration dienen werden.

Ausblick:
Der Monat April steht im Zeichen der Erinnerung an Dr. Maria Grollmuß. Im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen wird an das Leben und Wirken der Publizistin und Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime erinnert.

Die Frauenaktionswochen wurden koordiniert von Madeleine Lenz, der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Bautzen mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bautzen und der Stadt Hoyerswerda. Die organisatorische, inhaltliche und finanzielle Verantwortung lag jeweils bei den einzelnen Veranstalterinnen und Veranstaltern.

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>Rückblick: Neujahrsempfang – Gleichstellung ist unverhandelbar! am 11.01.2026

Am Sonntag, den 11. Januar 2026, fand auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen in Kooperation mit der REVIERWENDE Lausitz, dem DGB Ostsachsen, dem Bündnis Gleichstellung Lausitz, dem Frauen.Wahl.Lokal Oberlausitz und der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Görlitz ein Neujahrsempfang im Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz statt.
Unter dem Motto „Gleichstellung ist unverhandelbar!“ kamen Gestalterinnen aus Zivilgesellschaft, Kirche, Gewerkschaft, Politik, Aktivismus, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Alle Menschen waren herzlich willkommen aus Begegnung und Austausch Inspiration und Kraft zu schöpfen zum Auftakt ins Neue Jahr.

Zu Gast waren die Autorinnen des Bestsellers „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ mit einer szenischen Lesung. Dabei warfen Peggy Mädler, Annett Gröschner und Wenke Seemann einen humorvollen Blick auf die Erfahrungen von „Ostfrauen“ und die Vielschichtigkeit von Lebenswegen und Erinnerungen. Dazu mischten sie eine Bowle zum Original-Rezept aus dem Buch und teilten Anekdoten, Analysen und Alkohol mit den Gästen.

Pfarrerin Antje Kruse und lokale Akteurinnen motivierten, sich für mehr Gleichstellung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine lebenswerte Zukunft für Alle in der Lausitz stark zu machen. Anschließend bot das Foyer Raum für Austausch und Vernetzung mit Initiativen und Vereinen zu Themen wie Chancengerechtigkeit, demokratischer Teilhabe, Gewaltschutz, Queerfeminismus, Gute Arbeit und Engagement für eine offene Gesellschaft.

Filmbeitrag von Lausitzwelle zur Veranstaltung

 

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>Rückblick:
  2. StrukturWANDELkonferenz „Struktur, wir wandeln dich Part II – Geschlechtergerechtigkeit in Transformationsprozessen“

Am 2. Oktober 2024 fand die 2. StrukturWANDELkonferenz „Struktur, wir wandeln dich Part II – Geschlechtergerechtigkeit in Transformationsprozessen“ statt. Die Konferenz war für alle Menschen gedacht, die in der Lausitz die Struktur verändern und weiter verändern wollen.
Die 2. strukturWANDELkonferenz schloss die Lücke zwischen dem Wissen über ungleiche Folgen von Strukturwandelprozessen und der Fähigkeit zu handeln. Sie war ein wichtiger Schritt zur Verzahnung aller Kräfte und trug zur Sichtbarkeit der Akteure und der Themen bei. Sie verstand sich als Beitrag zum „Von-einander-Wissen“ und als Aufruf zur Verbündung und Vernetzung. Sie folgte der Intention, dass Solidarität und Erfahrungsaustausch zum Ziel führen.
Knapp 140 Teilnehmende widmeten sich der aktuellen Entwicklung von Gleichstellungsaspekten im Strukturwandel der Lausitz und möglichen Lösungsansätzen für noch offene Bedarfe und Herausforderungen. So wurden bspw. Daten und Fakten zusammengetragen, die sowohl aus der regionalen als auch Bundesperspektive Hinweise geben, welche Faktoren Einfluss auf eine positive Entwicklung haben und wie demnach die bisherigen Maßnahmen des Strukturwandels wirken. Es wurde weiterhin in mehreren Panels die Frage beleuchtet, wie Gleichstellung konkret in Unternehmen, Verwaltungsstrukturen und anderen praktisch umgesetzt werden kann und warum sowohl Generationskonflikte als auch die europäische Vernetzung Chancen bieten.

Einen Eindruck zur Konferenz bietet unsere filmische Dokumentation. Die schriftliche Dokumentation kann hier eingesehen werden.

Die Konferenz war ein gemeinschaftliches Vorhaben des Bündnisses der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sowie
folgenden Partnerinnen und Partnern:    

  • TRAWOS-Institut/Hochschule Zittau/Görlitz
  • Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung
  • Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
  • BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
  • Bundesstiftung Gleichstellung
  • DZA – Deutsches Zentrum für Astrophysik
  • Heinrich-Böll-Stiftung Warschau
  • Deutscher Gewerkschaftsbund und Projekt REVIERWENDE
  • SAS – Sächsische Agentur für Strukturentwicklung
  • Ifab – Institut für angewandte Beteiligung

Weitere Infos zu geschlechtergerechten Transformationsprozessen? Schauen Sie einfach vorbei auf https://www.fwiekraft.de/forschung.

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>„Hoyerswerda: Deine Frauen“ – Ausstellung

In Hoyerswerda leben über 16.400 Frauen und Mädchen. Das entspricht einem Anteil von 52 % der Bevölkerung. Jede von ihnen ist einzigartig und geprägt von ganz eigenen Erfahrungen, Ansichten, Fähigkeiten und Wünschen. Zehn dieser Frauen werden im Rahmen der Ausstellung „Hoyerswerda: Deine Frauen“ über Kurzportraits mit einem Foto und einer Art „Steckbrief“ zur persönlichen Lebens- und Arbeitsbiografie mit Blick auf ihr Leben, ihre Stadt und ihr Umfeld vorgestellt. Die Frauen und ihre Leistungen werden sichtbar gemacht und ein Bewusstsein dafür geschaffen. Fast 30 Frauen hatten sich bis Anfang Juni auf den damaligen Aufruf zum Mitmachen beworben. Über die Sommermonate wurden die Portraits angefertigt und die persönlichen Gespräche anhand von zehn aufgeworfenen Fragen geführt.

Die Ausstellung wurde im September 2022 erstmalig im Bürgerzentrum Braugasse 1 gezeigt. Seit dem wird die Ausstellung als Wanderausstellung an verschiedenen Orten aufgebaut. Sie kann auch hier online –Dokumentation der Ausstellung Hoyerswerda_Deine Frauen angeschaut werden. Sie möchten die Ausstellung in Ihrer Einrichtung zeigen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.

Die Ausstellung wurde durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hoyerswerda initiiert und mit verschiedenen Partnern/ Partnerinnen sowie mit finanzieller Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung umgesetzt.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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Termine und Veranstaltungen

 Eine kleine Übersicht von Veranstaltungen und Kursen auf dem Gebiet der Gleichstellung haben wir hier zusammengestellt.

Termin/ Ort

Veranstaltung/ Kurzbeschreibung
Bemerkungen/ Kontakt

Mi, 19.08.2026,
15:30- ca. 18:30 Uhr,
Eintreffen ab 15 Uhr,
Museum Schloss Klippenstein, Radeberg

Einladung zum Frauentreff auf Schloss Klippenstein – Gemeinsam. Stark. Geschichte(n) erleben.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bautzen, Madeleine Lenz, lädt zu einem inspirierenden
Sommernachmittag voller Begegnungen, Austausch und spannender Einblicke in besonderer
historischer Atmosphäre auf Schloss Klippenstein ein.

Was erwartet Sie?

  • Begrüßung und Einblicke in Tätigkeit und aktuelle Gleichstellungsthemen
  • Unterhaltsamer Vortrag von Dr. Karina Iwe, Schlossleiterin und Archäologin, zur Rolle
    der Frau
  • Spannende Einblicke in das Leben und die Bedeutung von Frauen in früheren
    Epochen
  • Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und zu persönlichen Gesprächen in
    besonderer historischer Atmosphäre
  • Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung durch das Museum Schloss Klippenstein
  • Zeit für individuelles Erkunden des Schlosses und seiner Ausstellungen

Hinweise: Die Veranstaltung richtet sich an Frauen. Auch Kinder sind willkommen.

Anmeldung bis zum 12. August 2026 über: https://mitdenken.sachsen.de/1064755

Weitere Infos:

gleichstellung@lra-bautzen.de
03591 5251 87600

Mi, 09.09.2026,
19 Uhr,
Lutherhaus sowie
Di, 13.10.2026,
15 Uhr,
Martin-Luther-King-Haus

Betreuung und Vorsorge – Theorie und Praxis
Referentin Marion Bauer
Offener Gesprächskreis 50+, Kreis der interessierten Frauen und Männer der Johanneskirchengemeinde Hoyerswerda Altstadt und der Evangelischen Kirchgemeinde Hoyerswerda-Neustadt
     
     
Regelmäßige Angebote    
montags alle 2 Wochen,
13-15 Uhr
Jugendclubhaus Ossi
Treff von Frauen zum Sticken
in geselliger Runde fertigen Frauen gestickte Handarbeiten an
Jugendclubhaus Ossi
mittwochs alle 2 Wochen,
13-15 Uhr
Jugendclubhaus Ossi
Treff von Frauen zum Häkeln und Stricken
Seniorinnen der Stadt und des Umlandes treffen sich, um gemeinsam Handarbeiten herzustellen
Jugendclubhaus Ossi
jeden Mittwoch,
18-19 Uhr,
Jugendclubhaus Ossi
Dance Aerobic (für jedes Alter) Kosten: 3,00 €; Jugendclubhaus Ossi

*) Die Verlinkung lässt sich mit einem Rechtsklick auf der Maus öffnen, falls der Pfad nicht direkt geöffnet wird.

Die obige Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben sind ohne Gewähr. Auskünfte dazu können die jeweiligen Veranstalter geben.
Sie haben einen Veranstaltungstipp, der hier aufgeführt sein sollte? Schreiben Sie uns bitte, wir nehmen ihn gern auf, wenn er Bezug zur Thematik der Gleichstellung hat.

Weitere Veranstaltungsangebote finden Sie z. B. im Veranstaltungskalender der Stadt Hoyerswerda oder auch im Kalender von fwiekraft, wo Veranstaltungen, Treffen, Aktivitäten, Seminare und mehr rund um das Thema Gleichstellung in der Lausitz gesammelt und gemeinsam beworben werden.

Netzwerk und Beratungsangebote

Auf allen Ebenen – von der Stadt, über den Landkreis Bautzen und den Freistaat Sachsen bis hin zum Bund – werden vielfältige und vielseitige Hilfs- und Beratungsangebote für fast alle Lebenslagen und Lebenssituationen unterbreitet. Meist werden diese auch recht niederschwellig angeboten.
Auch das Netzwerk ist umfangreich.

Eine erste Auswahl finden Sie hier folgend.

Alleinerziehende/ Einelternfamilien:

SHIA e.V. Landesfamilienverband Sachsen
Sasstr. 2, 04155 Leipzig
Tel.: 0341-983 2806, E-Mail: kontakt@shia-sachsen.de

ALISA – Alleinerziehend in Sachsen
Sächsisches Informationsportal – Antworten und Orientierung rund um das Thema Alleinerziehende
https://www.alisa-sachsen.de/

Begegnung:

Nachbarschaftshilfeverein e.V. Hoyerswerda
Geschäftsstelle „Grüner Hain“
Hufelandstraße 41, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 609242, E-Mail: nhv_hoy@gmx.de
->Mehrgenerationenhaus „Südtreff“
    A.-Schweitzer-Str. 9, 02977 Hoyerswerda (Tel.: 974142)

Jugendclubhaus Ossi
eine Einrichtung der RAA Hoyerswerda/ Ostsachsen e.V.
Liselotte-Herrmann-Str. 1, 02977 Hoyerswerda
!Das Ossi befindet sich wegen Umbauarbeiten zzt. im ehem. Schulgebäude Collinsstr. 29.
Tel.: 03571/979232, E-Mail: jh-ossi@gmx.de
->Treffpunkt und Angebote für jedes Alter!

Fraueninitiative Bautzen e.V.
Schülerstr. 10, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 – 42353, E-Mail: info@fraueninitiative-bautzen.de
www.fraueninitiative-bautzen.de
->Bildung, Beratung, Vernetzung für Frauen in Bautzen, im Landkreis und der Oberlausitz

Beratung:

Müttertelefon: Zuhören – Mut machen – Wege suchen
Anonymes Gesprächsangebot für Mütter und Frauen, bundesweit und kostenlos zu Themen wie Überforderung, alleinerziehend, Erziehungs-, Beziehungskonflikte, Trennung/ Scheidung, Sorge- und Umgangsrecht, Krankheit, Einsamkeit usw. Es ist keine Rechtsberatung und therapeutische Beratung. Es ist ein ehrenamtliches Angebot.
->täglich für 2 Stunden am Abend von 20 bis 22 Uhr
Tel.: 0800 – 333 2 111

Diakonie St. Martin
Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (Erziehungsberatung)
Schulstraße 5, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 913444, E-Mail: eb-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de

caritas
Region Görlitz, Dienststelle Hoyerswerda
L.-v.-Beethoven-Str. 26, 02977 Hoyerswerda
->Ehe-, Familien- und Lebensberatung
    Mobil: 0151 – 467 35572, E-Mail: efl-beratung.hoyerswerda@caritas-goerlitz.de
->allg. Erreichbarkeit (Verwaltung)
Tel.: 03571 – 979256, E-Mail: hoyerswerda@caritas-goerlitz.de

SKM Bundesverband: Echte Männer reden.
Gesprächsangebote für Jungen (ab etwa 14 Jahren) und Männer zu Themen wie Stress, Arbeit, Vaterschaft, sexuelle Probleme, psychische Erkrankungen, persönliche Herausforderungen, Ängste, Gefühle usw.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.
->Möglichkeit zur Online-Beratung
https://echte-Maenner-reden.de

Diskriminierung/ Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AAG):

ADB – Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.
Regionalstelle Dresden
Seminarstr. 2, 01067 Dresden
->Beratung und Geltendmachung der Ansprüche nach dem AAG
Tel.: 0351 – 481 981 37, E-Mail: dresden@adb-sachsen.de
->Bildungsarbeit, Koordination, allgemeine Anliegen
Tel.: 0351 – 481 096 97

Antidiskriminierung für Sachsen
Kontakt für Beratungsanfragen sachsenweit
Mo – Fr: 9-13 & 14-16 Uhr
Tel.: 0341 – 306 907 77, E-Mail: beratung@adb-sachsen.de

Häusliche Gewalt:

Gewaltschutz in Sachsen: Das Sächsische Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat eine zentrale Website mit gebündelten Informationen für Betroffenen, ihr Umfeld, Fachkräfte und Interessierte eingerichtet: https://www.gewaltschutz.sachsen.de/

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ richtet sich an alle Frauen, die von Gewalt betroffenen oder bedroht sind bzw. waren. Auch Menschen aus dem Umfeld der Betroffenen können sich  jederzeit an das Hilfetelefon wenden. Das Telefon ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.
https://www.hilfetelefon.de/

Initiative „Stärker als Gewalt“
– war eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
– war ein Zusammenschluss vieler Organisationen, die sich gegen Gewalt an Frauen und Männern einsetzen und helfen.
Über die Website des BMFSFJ wird zur Kampagne www.stärker-als-gewalt.de informiert und Betroffene sowie Menschen im Umfeld finden hier Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt.

Hilfetelefon „Gewalt an Männern“
An das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ können sich alle Männer richten, die in der Partnerschaft, im Freundes- und Familienkreis, am Arbeitsplatz oder anderen Orten und Situationen  Gewalt erleben bzw. von Gewalt bedroht sind. Die Beratung ist anonym und kostenlos. Das Hilfetelefon ist erreichbar Mo-Do: 9 – 13 & 16 – 20 Uhr sowie Fr: 9 – 15 Uhr bzw. per Chat und E-Mail.
https://www.maennerhilfetelefon.de/

Eine Übersicht der Beratungsangebote in Sachsen zum Männergewaltschutz ist unter https://www.fachstelle-maennerarbeit.de/hol-dir-hilfe/ durch die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen eingestellt.

Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt – Ostsachsen
Dresdener Str. 25, 02625 Bautzen
Virchowstraße 60, 02977 Hoyerswerda
Für beide Beratungsstellen: Tel.: 03591 – 275824, E-Mai: kontakt@interventionsstelle-ostsachsen.de
>Mit speziellem Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, die häusliche Gewalt zwischen den Eltern oder anderen Familienmitgliedern erleben.
>Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt im Landkreis Bautzen für Erwachsene

Frauenschutzhaus Bautzen
PF 1332, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 – 45120, E-Mail: kontakt@fsh-bautzen.de
>Frauenschutzwohnung Hoyerswerda

LAG gewaltfreies Zuhause Sachsen e. V.
Tel.: 0351 – 20 66 10 42
https://gewaltfreieszuhause.info/
>umfangreiche praktische, rechtliche und organisatorische Informationen zu den Themen „Häusliche Gewalt“ und „Stalking“

Fachberatungsstellen für Betroffene von Straftaten:

Opferhilfe Sachsen e. V.
Beratungsstelle Bautzen
Töpferstraße 17, 02625 Bautzen
Tel.: 03591 – 679550, E-Mail: bautzen@opferhilfe-sachsen.de
>auch Beratungsmöglichkeit in Hoyerswerda möglich
>Telefonberatung für erste Informationen und Orientierung, für allgemeine Anfragen
   Tel.: 0351 – 8108 191, dienstags von 8:30-12:30 und 13:30-17:30 Uhr, ausschließlich in deutscher Sprache
>Beratungsfelder: sexueller Missbrauch/ Vergewaltigung/ sexuelle Nötigung, Körperverletzung, Bedrohung, Belästigung/ Beleidigung, Nötigung/ Erpressung, Stalking, Mobbing, Kindesmisshandlung u.a.

Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt im Landkreis Bautzen
Dresdener Str. 25, 02625 Bautzen
Virchowstraße 60, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 0155-60577 362 oder 0155-60577 363, E-Mail: kontakt@fb-sex-gewalt.de
www.fb-sex-gewalt.de

Sexualisierte Gewalt

N.I.N.A. Nationale Informations- und Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend
>Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530 (Telefonzeiten Mo/Mi/Fr: 9-14 Uhr, Di/Do: 15-20 Uhr)
>Das Hilfe-Telefon berät anonym, kostenfrei, mehrsprachig und in Gebärdensprache.
https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon
>Online-Beratung als schriftliche Alternative zum Telefonat: www.schreib-ollie.de

Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt im Landkreis Bautzen
>Gremium von Fachleuten aus Schutz- und Beratungsstellen, Präventionsarbeit, Behörden, Polizei, Kinder- und Jugendarbeit und Justiz
>Schnittstelle  für Vernetzung, Vermittlung und Fachinformation
>richtet sich an politische Gremien, Institutionen, Einrichtungen und Vereine
>Ansprechperson für Betroffene sexualisierter Gewalt, deren Angehörige und Fachkräfte
>gemeinsam im Einsatz gegen jegliche Form sexualisierter Gewalt durch Aufmerksam machen, Aufklären, Ermutigen, Lobbyarbeit für Betroffene, Positionierung gegen sexualisierte Gewalt, Eintreten für ein gewaltfreies, selbstbestimmtes Leben und durch das Ermöglichen von Zugängen für Betroffene
https://praeventive-angebote.de/arbeitskreis-gegen-sexualisierte-gewalt/

Schwangerenberatung:

Beratungsstelle für Schwangere und Familien des DRK KV Bautzen e.V.
Beratungsstelle Hoyerswerda (im Bürogebäude der SWH)
Bautzener Allee 32a, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 604827, E-Mail: beratungsstelle.hoyerswerda@drk-bautzen.de

Hilfetelefon für Schwangere in Not – anonym & sicher
Tel.: 0800 – 4040 020 (kostenfrei)
www.geburt-vertraulich.de

Selbsthilfe

Selbsthilfekontaktstelle im Landkreis Bautzen
Büro Hoyerswerda
Schulstr. 5, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 408365, E-Mail: sks-hoyerswerda@diakonie-st-martin.de
Selbsthilfeportal: www.sh-lk-bz.de

Wirtschaftliche Hilfen:

vbff in ostsachsen e.V.
Haus der Begegnungen
Jan-Amos-Comenius-Str. 23-25, 02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571 – 609886
->Tafel, Tafelgarten und Suppenküche 
->Familienzentrum
->Umweltwerkstatt, Kleiderkammer und Schneiderstube (Tel.: 402992)
->LOS-Projekt „Alltagsbegleiter für Senioren“
->Jobtreff WK VII (Tel.: 4786995)

 

Weitere Informationen

Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel

Die Gesellschaft und auch unsere Region – die Lausitz – befinden sich in komplexen Veränderungsprozessen. Die Gestaltung des energie- und klimapolitisch begründeten Ausstiegs aus der Kohleindustrie und des damit verbundenen Strukturwandels in der Lausitz sind eine umfassende politische, soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung. Diese Umgestaltung muss auch zum Ziel haben, Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Deshalb mischt sich das Bündnis Kommunaler Gleichstellungsbeauftragter der Lausitz hier in besonderer Weise ein. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Gleichstellungsbeauftragten über Landkreisgrenzen und Bundeslandgrenzen (Sachsen-Brandenburg) hinweg.

Hierzu gehören die Erarbeitung des Positionspapiers „Mehr Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel der Lausitz“ mit gleichstellungspolitischen Forderungen 2021, aktuell seine Fortschreibung sowie die gleichnamige Konferenz im Herbst 2022 sowie die Setzung eines Panels auf der 27. Bundeskonferenz der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Leipzig (Mai 2023).

Es geht ums Sichtbarmachen, wo Geschlechtergerechtigkeit auch in einem komplizierten Prozess mitzudenken ist, wie ein Einmischen möglich sein kann und wie (Denk-) Prozesse/ Entwicklungen angeschoben werden können. Wird der Strukturwandel nachhaltig und geschlechtersensibel gestaltet, ist das ein Beitrag zu einer zukunftsfähigen Region. Geschlechtergerechter Strukturwandel heißt dabei: von Männern und Frauen für Männer und Frauen. Es sind die Fähigkeiten aller Menschen und ihre Bedarfe zu berücksichtigen und es gilt, sie teilhaben zu lassen.

Das fortgeschriebene Positionspapier vereint sieben zentrale Forderungen.

  1. Schaffung einer geschlechtersensiblen Datenlage
  2. Beratung und Qualifizierung von Führungskräften und Personen mit Entscheidungsbefugnis
  3. Herstellung von Transparenz sowie einer umfassenden und fortwährenden Beteiligung
  4. Geschlechtergerechtigkeit in der Umsetzung des Strukturstärkungsgesetzes
  5. Innovative und existenzsichernde Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Frauen
  6. Gleichwertigkeit von harten und weichen Standortfaktoren
  7. Schaffung einer Fachstelle für Geschlechtergerechtigkeit in der Lausitz

Zum vollständigen Positionspapier:

2023_Bündnis Kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Lausitz_POSITIONSPAPIER

Die Forderungen wurden durch das Bündnis der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Lausitz auch auf europäischer Ebene, in Brüssel, vorgestellt. Im Oktober 2023 fand die Fahrt statt. Dr. Julia Gabler und Marie Melzer vom TRAWOS-Institut reisten ebenfalls auf Einladung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) nach Brüssel.
Zusätzliche Gewichtung erhielt die Fahrt durch die Teilnahme der beiden zuständigen Ministerinnen Katja Meier und Ursula Nonnemacher sowie der Staatssekretärinnen Dr. Gesine Märtens und Dr. Antje Töpfer und der Landesgleichstellungsbeauftragten Brandenburgs, Manuela Dörnenburg.

Anliegen der Reise war es, Erfahrungen und Erkenntnisse aus der bisherigen Entwicklung des Strukturwandels in der Lausitz sowie Fragen und Forderungen an den Prozess für eine geschlechtergerechte Transformation Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher europäischer Institutionen vorzustellen sowie das Thema Geschlechtergerechtigkeit in europäischen Transformationsprozessen zu diskutieren.

Zentrale Botschaften waren daher:

  1. Die Schaffung geschlechtersensibler Strukturen sind demokratisch geboten, z. B. paritätische Beteiligungsformate, geschlechtergerechter Einsatz von öffentlichen Mitteln.
  2. Die Stärkung von bottom-up-Ansätzen ist erforderlich, um dortige Expertise in höhere Ebenen und Prozesse einfließen lassen zu können.
  3. Ein starkes politisches Bekenntnis der EU zur Gleichstellung der Geschlechter speziell bei der Förderung in Transitionsregionen ist unerlässlich, da diese ein entscheidender Faktor für die sozioökonomische Entwicklung ist.
  4. Eine stringente Implementierung von Genderaspekten, die konsequente Anwendung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes und eine stärkere Kontrolle der operativen europäischen Programme hinsichtlich der Umsetzung dieser Vorgaben ist notwendig (Evaluation)

Die genannten Botschaften konnten an zwei Tagen in unterschiedlichen Formaten mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster europäischer Einrichtungen besprochen werden. Es gab einen intensiven Austausch zu den Themen Gleichberechtigung und Chancengleichheit im Strukturwandel, der weit über eine Sensibilisierung hinausging. Lokale Erfahrungen konnten sichtbar gemacht und Gestaltungsansätze für die europäische Ebene aufgezeigt werden.

Bündnis_Kurzbericht_Brüssel

 

Das Bündnis der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Lausitz im Strukturwandel und das Institut für angewandte Beteiligung (ifab) e. V. veranstalteten am 16.09.2022 im Hotel und Restaurant Georgenberg Spremberg die Konferenz:

Struktur wandel dich – Struktur, wir wandeln dich!
Mehr Geschlechtergerechtigkeit im Strukturwandel

© IASS Potsdam

 Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den 1990er Jahren zur Lebenslage von Frauen im Strukturwandel der Lausitz mit den bekannten Abwanderungsfolgen – und unbekannten Ausgrenzungen, wurde im Rahmen der Konferenz auf die Situation von Frauen hingewiesen, sie kamen zu Wort und konnten ihre Gestaltungsabsichten in den Vordergrund rücken.
StrukturWandelDich_Dokumentation

Unterstützerinnen:    
Landesgleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg, Manuela Dörnenburg
TRAWOS Institut der Hochschule Zittau/Görlitz, Dr. Julia Gabler und Sînziana Schönfelder
Plattform F wie Kraft www.fwiekraft.de

F wie Kraft – Frauen.Leben.Lausitz.

Internetplattform von Frauen für Frauen aus der Lausitz zum Informieren, Einblicke geben, Kennenlernen, Austauschen, Netzwerken und mehr. Die Frauen und die sie bewegenden Themen stehen hier im Mittelpunkt – facettenreich und in gebündelter Form. Ein Mitwirken ist hier ausdrücklich erwünscht.
www.fwiekraft.de

Martha-Ehrung

Seit 1998 wird anlässlich des Internationalen Frauentages eine Frau aus Hoyerswerda für ihre besonderen Leistungen mit einer „Martha“-Plastik geehrt. Die Ehrung wird alle zwei Jahre auf der Grundlage von Vorschlägen vergeben. Sie soll einer im Ehrenamt, in der Nachbarschaftshilfe, in Vereinen oder Verbänden oder einfach in der Allgemeinheit durch besonderes Engagement herausragenden weiblichen Persönlichkeit gelten.
Die letzte Martha-Ehrung fand im März diesen Jahres statt. Helga Nickich konnte sich über die Ehrung einschließlich Plastik freuen. Insgesamt waren neun Frauen nominiert.
(mehr zur Ehrung)

 

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