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Schloss – Hród

Das Schloss wurde im 13. Jahrhundert als Wasserburg erbaut. Über Jahrhunderte diente die Anlage als Grenzfeste zwischen Böhmen und Brandenburg. Nach mehrfachen Zerstörungen durch kriegerische Handlungen und Brände wurde das Gebäude 1592 als dreigeschossiges Renaissanceschloss neu aufgebaut.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde August der Starke Besitzer der Herrschaft Hoyerswerda. Er übereignete das Hoyerswerdaer Schloss im Jahre 1705 seiner ehemaligen Mätresse, der Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen. Diese ließ durch barocke Um- und Anbauten einen würdigen Fürstensitz errichten und einen Schlossgarten anlegen.

Nachdem das Gebäude 1781 öffentliches Eigentum wurde, beherbergte es unter anderem das Königliche Amtsgericht und ein Gefängnis. Wahren „Kaiserlichen Glanz“ erfuhr das ehrwürdige Gebäude im Juli des Jahres 1813: Kaiser und Feldherr Napoleon verweilte für wenige Stunden in Hoyerswerda und speiste im Schloss zu Abend.

Seit 1990 wurde das denkmalgeschützte Gebäude von Grund auf saniert. Mit einer ständigen und interessanten wechselnden Ausstellungen, mit dem Schlosssaal, dem Kaminzimmer – in dem auch geheiratet werden darf – und einem Gesellschaftsraum lädt das Schloss heute die Hoyerswerdaer und unsere Gäste zu Konzerten und weiteren kulturellen Veranstaltungen ein. Ein liebenswerter Blickfang vor dem Schloss ist eine von Jürgen von Woyski geschaffene Bronzeplastik, der Trompeter.

Der ehemalige Schlossgarten wurde ab 1960 mit viel Fleiß und großem Einfallsreichtum der Erbauer und Bewohner des neuen Hoyerswerda zum Tierpark umgestaltet. Heute befindet sich auf dem Gelände der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und beliebte Zoo. In unmittelbarere Nähe zu Schloss und Zoo wurden im Jahr 1924 in Anlehnung an das Hoyerswerdaer Stadtwappen drei Pyramideneichen gepflanzt.

Seit 2011 gehört das Schloss zur  Zoo-, Kultur- und Bildung Hoyerswerda gGmbH.

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