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Energiefabrik – Energijowa fabrika

Am 25. Februar 1993, um 11 Uhr, ging in Knappenrode eine Ära zu Ende: Die Dampfsirene der Brikettfabrik ertönte ein letztes Mal – dann gab der Abteilungsleiter Heinz Dzedzig das Zeichen zum Anhalten der Brikettpressen. In Anwesenheit der Kohlekumpel, zahlreicher ehemaliger Kollegen und der Einwohner von Knappenrode spielte die Bergmannskapelle das Bergmannslied. Nicht wenige der gestandenen Bergleute konnten ihre Tränen nicht zurück halten. In 75 Werksjahren hatten hier Generationen von Kumpeln 67,3 Millionen Tonnen Braunkohlenbriketts gepresst.

Nach der Schließung des Werkes blieb neben der imposanten Backsteinarchitektur eine fast vollständig eingerichtete Brikettfabrik mit einer lückenlosen Folge dampfbetriebener Brikettiertechnik erhalten.

Unter den Anwesenden der letzten Schicht war auch Wilfried Sauer. Bereits seit 1989 hatte er sich für die Erhaltung und eine museale Nutzung des Fabrikgeländes stark gemacht. Nicht wenige hielten dies anfangs für Spinnerei – doch bereits am 18. Juni 1994 wurde die ehemalige Brikettfabrik als Museum eröffnet. Heute gehört die Energiefabrik Knappenrode zum Zweckverband Sächsisches Industriemuseum und als größtes Bergbaumuseum des deutschen Braunkohlenbergbaus zur Europäischen Route der Industriekultur. Jährlich besuchen rund 20 000 Besucher die Energiefabrik.

 

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