750 Jahre Hoyerswerda Logo

Hoyerswerda

Hoyerswerda
15°
15°
MI
16°
DO
17°
FR
Menu

Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung – Naslědne socialne wuwiće města

Die Förderung, soziale Eingliederung sowie die Integration in Beschäftigung von Menschen in sozial benachteiligten Stadtgebieten ist Inhalt einer Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern mit dem Titel „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF 2014-2020“, die seit dem Frühjahr 2015 gilt. Die Fördermittel fließen aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) und aus Landesmitteln. Von dieser Fördermöglichkeit partizipiert die Stadt Hoyerswerda. Voraussetzung hierfür ist das Gebietsbezogene integrierte Handlungskonzept (GIHK).

Gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GIHK) – Hoyerswerda

Die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. wurde für das „Gebietsbezogene integrierte Handlungskonzept (GIHK) – Hoyerswerda“ mit der inhaltlichen Konzipierung beauftragt. Am 28. Juni 2015 gab es den entsprechenden Stadtratsbeschluss. Zahlreiche Arbeitsschritte, die Erfüllung formaler Vorgaben, Einzelgespräche, Akteurstreffen oder auch intensives Dokumentenstudium sind nur einige Beispiele, die den Inhalt und die Einzelmaßnahmen des GIHK widerspiegeln. Bereits seit Beginn können die aktuellen Sachstände durch einen transparent begleitenden Informationsprozesses nachvollzogen werden. Eine detaillierte Beschreibung des bisherigen Verlaufs des GIHK finden Sie am Ende der Seite.
Das GIHK passt sich speziell an die, im Folgenden aufgeführten, Gegebenheiten im sozial belasteten Stadtgebiet an und bildet einen Rahmen für die Entwicklung konkreter, niedrigschwelliger, informeller Projekte mit den Schwerpunkten:

  •  informelle Kinder- und Jugendbildung
  • lebenslanges Lernen/Bürgerbildung
  • soziale Eingliederung/Integration in Beschäftigung

Neben dem direkten Ziel, den Benachteiligungen entgegenzuwirken, sollen die Maßnahmen wirksam zueinander (sowie zu bereits laufenden, thematisch benachbarten Aktivitäten im Fördergebiet) in Beziehung gesetzt werden, um nachhaltige Synergieeffekte zu erzeugen.

Darstellung des Fördergebiets

Im Kern ergaben die Angebots- und Defizitanalysen des Fördergebietes, das im Stadtgebiet die Neustadt von Hoyerswerda bis hin zur inneren Altstadt umfasst, kritische Bedingungen in Bezug auf soziale Belastungen und Armut. Besonders Kinder und Jugendliche als Kernzielgruppe benötigen demnach trotz der in diesem Sektor bereits stark engagierten Einrichtungen eine erneute Zuwendung. Die sozialen Bedingungen prägen die Jugendlichen zunehmend und tragen zu einer Distanz zur Arbeitswelt und Arbeit sowie zur Schwächung eines Berufsbewusstseins bei. Zusätzlich werden die Jugendlichen in ihrer Phase der Weichenstellung, wie auch Erfahrungen und Forschungsergebnisse belegen, z.B. am Übergang zur weiterführenden Schule, durch die kritische Phase von Pubertät und Selbstfindung begleitet, welche in Zusammenhang mit der sozialen Lage weitere Belastungen mit sich bringt.
Vor dem Hintergrund, Kinder und Jugendliche als einen zentralen Teil der Zukunft unserer Stadt stetig im Auge zu behalten, sollen diese auf dem Weg in eine tragfähige berufliche Zukunft und eigenständige, möglichst von Transferleistungen unabhängige Lebensführung begleitet werden. Auch das Umfeld der Kinder und Jugendlichen soll hierbei berücksichtigt werden, so dass eine aktive Teilhabe Erwachsener aus den jeweiligen Quartieren für die Schaffung eines positiven Klimas für die Kinder und Jugendlichen erzielt wird.

GIHK-Projekte

Derzeit werden drei Projekte des GIHK durchgeführt. Detaillierte Projektbeschreibungen der Träger finden Sie durch die Verlinkung in der Tabelle oder weiter unten. Aus unterschiedlichen Gründen konnten einige der Projekte, so wie sie im ursprünglichen Rahmenbescheid aufgeführt waren, keine Berücksichtigung mehr finden. Für die Umsetzung der Einzelvorhaben ergibt sich nunmehr folgende Aufstellung:

Maßnahme

Projektträger/Beteiligte

Laufzeit

Bemerkung

ESF-Koordinator und ESF-Werkstatt

RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.01.03.2018-30.06.2021

Projekt begonnen



"Verbund NATUR und ERNÄHRUNG"

Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen CSB e.V.

01.10.2017-31.05.2019



Projekt erfolgreich abgeschlossen, Fortschreibung bis 31.05.2021 beantragt
"Sport für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien"

Sportclub Hoyerswerda e.V.

01.01.2018-31.12.2019


Projekt begonnen

"Haus der Begegnungen - Jobtreff WK VII"vbff in ostsachsen e.V.01.04.2019-31.03.2021Projekt begonnen
„Brückenbauer“

ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda01.07.2019-30.06.2021



Projekt begonnen
"Stadtteilanker"Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.01.11.2019-31.10.2021Konzeptionsphase
„Kom In - Kompetenz + Integration - Gemeinsam für ein buntes u. starkes Hoyerswerda"
Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH – Museum
01.07.2020-30.06.2022

Konzeptionsphase

Weitere Einzelmaßnahmen befinden sich damit in der aktuellen Vorbereitung. Nähere Informationen dazu werden folgen. Aufgrund einer Verlängerung des Förderzeitraumes bis November 2022 konnten die geplanten Zeiträume flexibel an die Umsetzungsmöglichkeiten der Träger angepasst werden.

Aktuelles

Hier können Sie unsere aktuellen und vergangenen GIHK-Newsletter herunterladen. Die “GIHK-Post” wird von den Projektmitarbeiterinnen der begleitenden Maßnahme (GIHK Koordination und GIHK Werkstatt, RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.)  herausgegeben.

GIHK-Post Juni 2019 

GIHK-Post April 2019

 

Ansprechpartnerinnen

Stadt Hoyerswerda
Bürgeramt; Fachgruppe Schulen und Soziales
Frau Loose
franziska.loose@hoyerswerda-stadt.de
Tel.: 03571/456706

GIHK-Werkstatt
RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.
Frau Metz
GIHK-Werkstatt@raa-hoyerswerda.com
Tel.: 03571/6079706

Bisheriger Verlauf des Gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK)

Im letzten Arbeitsschritt vor der zu beschließenden Fassung des Konzeptes nach Eintreffen der Anträge wurde die Frage bearbeitet, ob und in welcher Weise die vorgeschlagenen Projekte kohärent in das übergreifende GIHK für das Fördergebiet passen. Als Ergebnis wurde eine Präsentation zum Zusammenhang von Zielen für das Fördergebiet, strategischer Ausrichtung des GIHK und Einbettung der vorgeschlagenen Vorhaben im Sinne von Impuls- und Hebelprojekten vorbereitet und am 28. April 2016 zum zuständigen Ausschuss für Schule, Kultur, Soziales des Stadtrats vorgestellt. Dort fand das Konzept ungeteilte Zustimmung. Folgerichtig wurde das Konzept auch im Verwaltungsausschuss vorgestellt und positiv weiterempfohlen an den Stadtrat.
Am 21.12.2016 wurde der Rahmenbescheid für das beantragte „Gebietsbezogene Integrierte Handlungskonzept (GIHK) – Hoyerswerda“ durch den Staatssekretär des Innern Dr. Michael Wilhelm persönlich übergeben.
Der Antrag auf Rahmenbescheid vom 7.7.2016 enthielt folgenden Kosten- und Finanzierungsplan:

  • Gesamtkosten: 1.872.894 Euro
  • Finanzierung:
    o ESF: 1.774.070 Euro
    o Drittmittel: 60.324 Euro
    o Anteil: 38.500 Euro
  •  11 Einzelvorhaben
  • Gesamtlaufzeit Ende 2016 – 2020
  • geplante Laufzeit Einzelvorhaben: von 2 – 4,5 Jahre

Nach Prüfung und Bestätigung des GIHK durch das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) wurden Einzelvorhaben mit einem Gesamtvolumen i. H. v. 1.774.000 Euro als grundsätzlich förderwürdig bewertet, das bedeutet zehn von den elf eingereichten Einzelvorhaben. Das Projekt „Haus Jakob – Schwitzen statt Sitzen“ des Trägers FISH Lausitz e.V. wurde seitens des Fördermittelgebers inhaltlich als nicht förderfähig nach Richtlinie eingestuft.
Aufgrund der Überzeichnung der zur Verfügung stehenden Fördermittel wurde seitens des SMI eine Budgetierung durchgeführt. Infolgedessen wurden der Stadt Hoyerswerda für die Umsetzung des GIHK für die Jahre 2017 bis Mitte 2021 Fördermittel i. H. v. 825.875,00 Euro bewilligt. Das entspricht einem Fördersatz von 95 Prozent. Zusätzlich zur Budgetierung enthält der Rahmenbescheid inhaltliche, zeitliche und finanzielle Anpassungen zu den Einzelprojekten.
Der Rahmenbescheid vom 21.12.2016 lässt sich wie folgt zusammenfassen

  • Grundsätzlich förderwürdig: 1.774.000 Euro
  • Zuwendungsfähige Ausgaben: 869.342 Euro
  • Höhe Zuwendung: 825.875 Euro
  • 10 grundsätzlich förderfähige Einzelvorhaben
  • Bewilligungszeitraum: Nov. 2016 – 30.06.2021
  • Laufzeit Einzelvorhaben: max. 2 Jahre

Im Ergebnis bedeutet das für die Umsetzung des GIHK mit den eingereichten Einzelvorhaben, dass die Stadt Hoyerswerda gezwungen war, nur die Einzelvorhaben umsetzen zu können, welche mit Stadtratsbeschluss 0308-II-16/181/12. vom 28.06.2016 als Schlüsselvorhaben (fett gedruckt) ausgewiesen wurden. Mit den Projektträgern der Schlüsselvorhaben wurde im 1. HJ 2017 ein Workshop durchgeführt. In dem Workshop wurden die Träger über die zeitlichen und finanziellen Anpassungen sowie über die Verfahrensweise der notwendigen Einzelbeantragungen informiert. Jedes Einzelvorhaben muss nunmehr separat mit einer 15-20 seitigen Konzeption sowie detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan bei der Sächsischen Aufbaubank beantragt werden. Es ist von einer Antragsbearbeitung von sechs bis acht 8 Wochen zu rechnen. Gleichzeitig wurden die Projektträger aufgefordert, eine Rückmeldung über die eigene Projektplanung (geplanter Projektbeginn, Vorhabenszeitraum, etc.) zu geben. Aufgrund des hohen Aufwandes oder geringen/fehlenden Personalstrukturen wurde sich von zwei Projektträgern (CVJM e.V. und IB Mitte gGmbH/Seniorenbeirat/Stadtelternrat Kita) gegen eine Antragsstellung über ESF entschieden. Die Projektideen werden über andere Fördermöglichkeiten im kleineren Rahmen trotzdem realisiert.
Förderfähige Einzelvorhaben nach Stadtratsbeschluss (Schlüsselvorhaben fett gedruckt):

MaßnahmeKurzbeschreibungProjektträger/Beteiligte
ESF-Koordinator und ESF-WerkstattESF-Koordinator: fachlich-konzeptionelle Weiterentwicklung/ Vertiefung
ESF-Werkstatt: Projektansätze, Veranstaltungsort für Workshops und Weiterbildungen
n.n.
"Verbund NATUR und ERNÄHRUNG"Umweltbildungsangebot zum Thema Natur und Ernährung: Erzeugung/ Verarbeitung/ Konsum Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen CSB e.V.
"Pfadfinder"Aufbau einer Pfadfindergruppe, Bildung einer offenen Gruppe für Kinder im Alter von 5 bis 16 JahrenCVJM e.V.
„Senioren gesucht“„Senioren-Ehrenamts-Börse“ → Gewinnung und Begleitung im Ehrenamt sowie die Koordinierung der Einsätze in Kitas und FamilienIB Mitte gGmbH/ Seniorenbeirat, Stadtelternrat Kita
„Hoyerswerda - Ich sehe was, was du nicht siehst“Kurs/ Workshop: Erarbeitung von Audioguides, Führungen und Ausstellungen für Alt- und Neustadt Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH – Museum/ OS „Am Planetarium“
"Sport für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien"regelmäßiges Sportangebot für Kinder / Jugendliche aus Asylbewerberunterkünften nach wissenschaftl.TrainingsplänenSportclub Hoyerswerda e.V.
„Brückenbauer“Schaffung eines Bindeglieds zw. Schule/ Kita und Elternhäusern
Ansprechpartner für Eltern in bestimmten Wohngebieten
n.n.
"Haus der Begegnungen"Angebotserweiterung:
1. Beratungsstelle, 2. Bürgergarten, 3. „Lecker Tafeln“
vbff in Ostsachsen e.V.
„Stadtteil-Anker Bürgerzentrum“Ausbau u. Etablierung des Bürgerzentrums zu einem Bürgerzentrum für AlleKulturfabrik Hoyerswerda e.V.
„Kom In“ - Kompetenz + Integration - Gemeinsam für ein buntes u. starkes HoyerswerdaBildungsangebot für Horte im Zusammenwirken von:
Museum, Zoo, Musikschule, Volkshochschule, Bibliothek
Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH/ Hort „An der Elster“/ „Lindenschule“
"Haus Jakob - Schwitzen statt Sitzen"Begleitung / Anleitung straffällig gewordener Menschen bei der Ableistung von Sozialstunden als Alternative zum Strafvollzug in Zusammenarbeit mit dem Sozialen Dienst der JustizFISH Lausitz e.V.

Presseartikel

hoyte24 29.04.2019 “Jugendumfrage”

Sächsische Zeitung 25.04.2019 “Hoyerswerda öffnet „Job-Treff WK VII“

Lausitzer Rundschau 25.04.2019 “Fördergeld für den Jobtreff WKVII”

Sächsische Zeitung 26.09.2018 “Perspektiven jenseits von Abhängen und Youtube”

Lausitzer Rundschau 22.12.2016 “Rund 825000 Euro für soziale Stadtentwicklung in Hoyerswerda” 

Lausitzer Rundschau 12.07.2016 “Finanzspritzen für sozial benachteiligte Quartiere”

Lausitzer Rundschau 09.07.2016 “EU-Geld für bessere Lebensperspektiven”  

Lausitzer Rundschau 12.01.2016 “Soziale Stadtentwicklung voranbringen”

Projekt: „Verbund Natur und Ernährung“ (Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen (CSB) e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.10.2017 bis 31.05.2019
Umweltbildungsangebot zum Thema Natur und Ernährung: Erzeugung/Verarbeitung/Konsum

Die im zentralen Fördergebiet gelegene Kinder- und Jugendfarm ist bei der Umsetzung des Handlungskonzeptes ein wichtiger Partner der Stadt Hoyerswerda. Ziel des Einzelvorhabens „Verbund Natur und Ernährung“ ist es, passgenauere, offene Angebote für Kinder und Jugendliche im Fördergebiet zu entwickeln, die bislang nicht an bestehenden Angeboten partizipieren. Der Erwerb von allgemeinen Bildungskompetenzen und Grundkompetenzen hinsichtlich Ernährung, Gesundheit und lokaler Lebenswelten steht dabei im Vordergrund. Bezweckt wird der Transfer in die eigene Lebensführung, die Stärkung von Mobilisierbarkeit und Eigeninitiative zur Partizipation an den bestehenden verbindlichen (außer)schulischen Angeboten – auch langfristig über den Projektzeitraum hinaus.
Die Angebote sollen Basiskompetenzen fördern und vorrangig Kinder und Familien erreichen, die von besonderen Ausgrenzungsrisiken betroffen sind und deren Bildungswege häufig vorgezeichnet sind.

Die Angebote finden immer am Nachmittag ab 14 Uhr auf der Kinder – und Jugendfarm, Burgplatz 5, in 02977 Hoyerswerda statt.
Montag: „(K)Rabatz – Schrottklänge”: Bei diesem Trommelworkshop kommen, getreu dem Motto der Veranstaltung, Ressourcen zu achten, eher unkonventionelle Instrumente, wie Fässer und Recyclinggegenstände, zum Einsatz.
Dienstag: Rund um den Garten – aktuell Pflanzkalender/Planung und Gestaltung. Gartenarbeit vor der Saison. Was ist zu tun?
Mittwoch: gesunde Snacks zum Selbermachen
Donnerstag: nachwachsende Rohstoffe; Holzbearbeitung
Freitag: Umwelt/Computertechnik

Projekt: „Sport für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien“ (Sportclub Hoyerswerda)

Vorhabenszeitraum: 01.01.2018-31.12.2019
Regelmäßiges Sportangebot für Kinder und Jugendliche aus Asylbewerberunterkünften nach wissenschaftlich aufgestellten Trainingsplänen

Derzeit haben viele Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien ein neues Zuhause in Hoyerswerda gefunden. Die beengte Unterbringung und die wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten, stehen in starkem Kontrast zum natürlichen Bewegungsdrang der Kinder. Hinzu kommen die mangelnde soziale Eingliederung, fehlende Förderung und Unbeständigkeit sozialer Schutzzonen, sowie zu wenig niederschwellige Angebote. Mit Hilfe unseres Projektes wollen wir Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigen und mit allgemeiner Sport- und Bewegungsförderung nicht nur für weiterführende Sportarten fit machen, an bestehende gesellschaftliche Strukturen (Regeln, Normen, Werte) heranführen, sondern ihre ganze Persönlichkeit (soziale, emotionale, personale Kompetenzen) und ihr Wesen fördern – das sehen wir als unseren Bildungsauftrag und Beitrag zu einer gesunden Entwicklung. Die Regelmäßigkeit der sportlichen Treffen und die damit verbundenen (entstehenden) sozialen Kontakte, geben den Kindern Sicherheit in ihrer neuen Heimat und ebnen den Weg in Richtung Kindergarten, Schule und das Arbeitsleben. Dadurch wird die soziale Isolation abgebaut und es findet eine Integration in den Sozialraum von Hoyerswerda statt. Mit Hilfe des Projektes werden Defizite in der Sprachfähigkeit verbessert, Ängste in der Kommunikation abgebaut und ein Gefühl des „willkommen seins“ vermittelt. Wir möchten die Kinder an den Sport heranführen, dauerhaft dafür begeistern und möglichst bald als Vereinsmitglied langfristig in unsere bestehenden Sportangebote integrieren, um ihre Entwicklung weiterhin positiv zu beeinflussen.

Das Projekt startet im WK IX, ein Wohnkomplex mit hohem Konfliktpotential zwischen sozialen Gruppen und dem Ort der größten Asylunterkunft in Hoyerswerda in der ca. 170 Kinder/Jugendliche leben.

Montag 11:00-12:00 Uhr: Sport für Mamas und Babys bis 1 Jahr im AWO-Haus 2 (Liselotte-Hermann-Str. 78 A)
Dienstag 14:00-15:00 Uhr: Tischtennis ab 6 Jahre im Spielzimmer des AWO-Haus 2 (Liselotte-Hermann-Str. 78 A)
Mittwoch 14:30-15:30 Uhr: Sport für Mädchen ab 6 Jahre in der Sporthalle des BSZ 2 (neben dem AWO-Haus 2)
Donnerstag 14:30-15:30 Uhr: Sport für ALLE ab 6 Jahre in der Sporthalle des BSZ 2 (neben dem AWO-Haus 2)

Projekt: “GIHK-Koordination und GIHK-Werkstatt” (RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.03.2018-30.11.2022
GIHK-Koordination: klassische Prozessbegleitung der Träger der Vorhaben sowie deren Kooperationspartner und Weiterentwicklung sowie Vertiefung der Umsetzung des GIHK
GIHK-Werkstatt: Netzwerkzentrum und damit für alle im GIHK eingefügten Vorhaben als innovatives und bei der Verstetigung aktiv zur Seite stehendes Instrument zu betrachten

Zur Zielerreichung und Umsetzung des Gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes der Stadt Hoyerswerda sichern die GIHK-Koordination und die GIHK-Werkstatt im engen Zusammenspiel die Ziel- und Ergebnisorientierung des Vorhabens. Sie sind ein Bestandteil der Begleitenden Maßnahme und sind gemeinsam ein Netzwerkzentrum für den Erfolg der Umsetzung des GIHK in Hoyerswerda.
Während der Aufgabenschwerpunkt der GIHK-Koordinierung vor allem in der Steuerung des Gesamtvorhabens in Hinblick auf Qualität, Vorbereitung seiner Nachhaltigkeit und seiner administrativen Abwicklung besteht, ist die GIHK-Werkstatt für die inhaltlich-fachliche Seite des Vorhabens zuständig und bildet ein Netzwerkzentrum, dass sowohl für die Akteur*innen der Einzelvorhaben des GIHK als auch der bereits bestehenden, thematisch benachbarten Angebote im Fördergebiet als Ansprechpartner fungiert. Beide Arbeitsschwerpunkte stehen im engen Bezug zueinander. In der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. verankert, stehen Koordination und Werkstatt im direkten Austausch zur Koordinierungsstelle Bildung der Stadt Hoyerswerda sowie zahlreichen weiteren Sozial- und Bildungsprojekten im Stadtgebiet (darunter u.a. „Ein Quadratkilometer Bildung“, „Wider das Vergessen“, “Zur Zukunft gehört die Erinnerung”, „Hoyerswerda hilft mit Herz“, das Jugendclubhaus OSSI und die Schulsozialarbeit).

Projekt: “Haus der Begegnungen – Jobtreff WK VII” (vbff in ostsachsen e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.04.2019-31.03.2021
Niedrigschwellige Jobberatung für (Langzeit-)Arbeitssuchende

Der Job Treff WK VII ist eine Beratungsstelle für arbeitssuchende Menschen aus dem Fördergebiet. Die Beratung richtet sich besonders an Menschen, die bei der Ausbildungs- und Jobsuche aufgrund ihrer sozialen Stellung gegenüber der übrigen Bevölkerung benachteiligt sind. Diese Benachteiligung kann durch familiäre, soziale, gesundheitliche, finanzielle oder andere gesellschaftlich bedingte Faktoren entstanden sein. Das Projekt soll einen Lotsencharakter haben und „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Der Jobtreff WK VII informiert über Wiedereingliederungsmaßnahmen, hilft bei akuten Fragen, wie z.B. beim Ausfüllen und Sichten von Formularen oder Bewerbungsunterlagen und bietet eine ganzheitliche Beratung ohne Zeitdruck. Das Projekt steht zur kostenlosen Nutzung auf freiwilliger Basis im Haus der Begegnungen des vbff in ostsachsen e.V. im WK VII in Hoyerswerda zur Verfügung.

Angebot: Täglich im Haus der Begegnungen, Ulrich von Hutten Str. 31-33.

Projekt: “Brückenbauer” (ZCOM Zuse-Computer-Museum)

Vorhabenszeitraum: 01.07.2019-30.06.2021
Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung: Service Learning in Neustadt Zentrum

Zielstellung des Projekts “Brückenbauer” ist die Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung und des Wirkungsradius von institutionellen (Bildungs-) Einrichtungen der Stadt Hoyerswerda für die Stadtgesellschaft. Neustadt Zentrum gilt als sozialer Brennpunkt und gleichzeitig als kultureller Hot-Spot Hoyerswerdas und soll durch dieses Projekt ein besonderes Augenmerk erhalten. Dazu soll das Konzept “Service Learning” modellhaft am Léon-Foucault-Gymnasium durchgeführt werden. Hierbei geht es darum, dass Schüler*innen wichtige Unterrichtsinhalte durch praktisches Engagement im Stadtgebiet erlernen und außerschulisch anwenden. Das Thema Digitalisierung betrifft jegliche Lebensbereiche, insbesondere von Jugendlichen und kann durch die Trägerschaft beim ZCOM Zuse-Computer-Museum einen wichtigen Lehrbaustein darstellen. Neben dem Zuwachs von Wissen hat Service Learning positive Effekte auf Teamgeist, Selbstreflektion und Verantwortungsübernahme. So sollen die Schüler*innen auch selbst mitentscheiden, für welche sozialen Projekte sie sich engagieren. Erreicht werden sollen im zweiten Zuge alle institutionellen (Bildungs-)Einrichtungen im Stadtgebiet, sowie deren Zielgruppen, darunter beispielsweise die Grundschule “An der Elster”, weitere Grundschulen, Kitas, Seniorenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Konkrete Projektideen bestehen, sollen aber flexibel durch den Einsatz und die Ideen der Schüler*innen in Zusammenarbeit mit städtischen Einrichtungen mitgestaltet werden.

Nachhaltige Ziele sind:

  • Aktivität & Sichtbarkeit von Einrichtungen in und für den Stadtteil stärken
  • Aktivität & Sichtbarkeit der Jugendlichen in und für den Stadtteil stärken
  • Ausbau der Zielgruppe des ZCOM
  • Wirkung ins Stadtgebiet
  • Ausbau der Kompetenzen von Schüler*innen des Léon-Foucault-Gymnasiums in arbeitsmarktrelevanten Themenbereichen (Digitalisierung, Medienkompetenz, Teamwork… )
  • Vernetzung der instit. (Bildungs-)Einrichtungen in und rund um Neustadt Zentrum
Nach oben

Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung – Naslědne socialne wuwiće města