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Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung – Naslědne socialne wuwiće města (GIHK)

Logo Projekt GIHK 2 Hände und 3 Menschen

Gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GIHK) – Hoyerswerda

Die Förderung, soziale Eingliederung sowie die Integration in Beschäftigung von Menschen in sozial benachteiligten Stadtgebieten ist Inhalt einer Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern mit dem Titel „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF 2014-2020“, die seit dem Frühjahr 2015 galt. Voraussetzung hierfür ist das Gebietsbezogene integrierte Handlungskonzept (GIHK).  Seit Oktober 2022 ist in Hoyerswerda das weiterführende Förderprogramm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021-2027“ mit neuem Konzept gestartet. Die Fördermittel fließen aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) und aus Landesmitteln. Von dieser Fördermöglichkeit partizipiert die Stadt Hoyerswerda.

Die RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. wurde für das „Gebietsbezogene integrierte Handlungskonzept (GIHK) – Hoyerswerda“ mit der inhaltlichen Konzipierung beauftragt. Am 28. Juni 2015 gab es den entsprechenden Stadtratsbeschluss. Die Fortsetzung des GIHK wurde am 31. Mai 2022 beschlossen. Zahlreiche Arbeitsschritte, die Erfüllung formaler Vorgaben, Einzelgespräche, Akteurstreffen oder auch intensives Dokumentenstudium sind nur einige Beispiele, die den Inhalt und die Einzelmaßnahmen des GIHK widerspiegeln. Bereits seit Beginn können die aktuellen Sachstände durch einen transparent begleitenden Informationsprozesses nachvollzogen werden.
Das GIHK passt sich speziell an die, im Folgenden aufgeführten, Gegebenheiten im sozial belasteten Stadtgebiet an und bildet einen Rahmen für die Entwicklung konkreter, niedrigschwelliger, informeller Projekte mit den Schwerpunkten:

  • informelle Kinder- und Jugendbildung
  • lebenslanges Lernen/Bürgerbildung
  • soziale Eingliederung/Integration in Beschäftigung

Neben dem direkten Ziel, den Benachteiligungen entgegenzuwirken, sollen die Maßnahmen wirksam zueinander (sowie zu bereits laufenden, thematisch benachbarten Aktivitäten im Fördergebiet) in Beziehung gesetzt werden, um nachhaltige Synergieeffekte zu erzeugen.

Darstellung des Fördergebiets

Im Kern ergaben die Angebots- und Defizitanalysen des Fördergebietes, das im Stadtgebiet die Neustadt von Hoyerswerda bis hin zur inneren Altstadt umfasst, kritische Bedingungen in Bezug auf soziale Belastungen und Armut. Besonders Kinder und Jugendliche als Kernzielgruppe benötigen demnach trotz der in diesem Sektor bereits stark engagierten Einrichtungen eine erneute Zuwendung. Die sozialen Bedingungen prägen die Jugendlichen zunehmend und tragen zu einer Distanz zur Arbeitswelt und Arbeit sowie zur Schwächung eines Berufsbewusstseins bei. Zusätzlich werden die Jugendlichen in ihrer Phase der Weichenstellung, wie auch Erfahrungen und Forschungsergebnisse belegen, z.B. am Übergang zur weiterführenden Schule, durch die kritische Phase von Pubertät und Selbstfindung begleitet, welche in Zusammenhang mit der sozialen Lage weitere Belastungen mit sich bringt.
Vor dem Hintergrund, Kinder und Jugendliche als einen zentralen Teil der Zukunft unserer Stadt stetig im Auge zu behalten, sollen diese auf dem Weg in eine tragfähige berufliche Zukunft und eigenständige, möglichst von Transferleistungen unabhängige Lebensführung begleitet werden. Auch das Umfeld der Kinder und Jugendlichen soll hierbei berücksichtigt werden, so dass eine aktive Teilhabe Erwachsener aus den jeweiligen Quartieren für die Schaffung eines positiven Klimas für die Kinder und Jugendlichen erzielt wird.

Bisheriger Verlauf des Gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes

In der Förderperiode ESF 14-20 wurden im Zeitraum von Oktober 2017 bis September 2022 sieben Stadtteilvorhaben erfolgreich durchgeführt. Die Maßnahmen des GIHK verbesserten merklich die Lebensbedingungen der Teilnehmer*innen. Hohe Teilnehmerzahlen in allen Projekten bestätigten die Nachfrage nach sozialen Projekten in der Stadt Hoyerswerda. Durch den Innovations- und Netzwerkcharakter aller Projekte etablierten sich neue Kooperations- und Austauschformen und die beteiligten Träger und Akteure entwickelten ihre Angebote stetig weiter, immer in Hinblick auf bestehende und neu erkannte Handlungsbedarfe der Stadt.

Fördervolumen

  • Zuwendungsfähige Ausgaben: 1.215.163,15 Euro
  • Höhe Zuwendung: 1.154.405,00 Euro (95%)

GIHK-Projekte

Derzeit werden drei Projekte des GIHK durchgeführt. Detaillierte Projektbeschreibungen der Träger finden Sie weiter unten.

ProjekttitelProjektträgerLaufzeitStatus
HY l(i)ebt JugendAWO Lausitz e.V.01.09.2025-31.12.2027Projekt läuft
HY l(i)ebt SportSportclub Hoyerswerda e.V.

01.09.2025-31.08.2027Projekt läuft
HY l(i)ebt Gesundheitvbff in ostsachsen e.V.01.03.2025-28.04.2027Projekt läuft
HY l(i)ebt (Un)BekanntesKulturfabrik Hoyerswerda e.V.01.11.2024-30.06.2027Projekt läuft
HY l(i)ebt Digitales - Makers For Future!ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda01.08.2024-31.07.2026Projekt im Abschluss
GIHK-Koordination und GIHK-WerkstattRAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.01.03.2018-30.09.2022
01.10.2022-30.09.2024
01.10.2024-31.12.2027
Projekt läuft
"Haus der Begegnungen - Jobtreff WK VII"vbff in ostsachsen e.V.01.10.2022-30.09.2024Projekt abgeschlossen
„Brückenbauer“

ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda01.10.2022-30.09.2023

Projekt abgeschlossen
"Stadtteilanker"Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.01.10.2022-30.09.2024Projekt abgeschlossen
„Pimp your Mind"
Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH – Museum
01.10.2022-30.09.2024

Projekt abgeschlossen
"Verbund NATUR und ERNÄHRUNG"

Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen CSB e.V.

01.10.2017-15.01.2020
01.01.2021-31.08.2022*
Projekt abgeschlossen
"Integration durch Sport" (früher: "Sport für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien")

Sportclub Hoyerswerda e.V.

01.01.2018-01.11.2020
01.06.2021-30.06.2022*
Projekt abgeschlossen
* Die Förderdauer der Einzelmaßnahmen darf normalerweise zwei Jahre nicht überschreiten. Die Projekte Verbund, Natur und Ernährung sowie Integration durch Sport wurden innerhalb der Förderperiode erfolgreich fortgeschrieben. Bei diesen und auch anderen Maßnahmen ergaben sich coronabedingte Projektpausen, weshalb ein längerer Zeitraum entstand.

Projekt: „HY l(i)ebt Jugend“ (AWO Lausitz e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.09.2025 – 31.12.2027

Offenes Angebot zur niedrigschwelligen Erreichung von Jugendlichen für die Entwicklung von Zukunftsperspektiven

Das Projekt „HY l(i)ebt Jugend“ begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Die Mobile Jugendsozialarbeit ist dort unterwegs, wo Jugendliche und junge Erwachsene ihre Zeit verbringen, und bietet unkomplizierte Unterstützung direkt in ihrem Lebensumfeld. Dabei geht es vor allem darum, zuzuhören, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam Lösungen für persönliche und alltägliche Herausforderungen zu finden.

Das Angebot richtet sich insbesondere an junge Menschen, die keinen Schul- oder Ausbildungsplatz haben, wenig sozialen Halt erfahren oder mit Schwierigkeiten in der Familie, Schule, Ausbildung oder anderen Einrichtungen konfrontiert sind. In persönlichen Gesprächen erhalten sie Beratung und Begleitung – freiwillig, vertraulich und auf Augenhöhe.

Auch gemeinsame Projekte und Freizeitangebote gehören dazu. Sie schaffen Möglichkeiten, andere Menschen kennenzulernen, eigene Interessen zu entdecken und soziale Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig werden die Jugendlichen dabei unterstützt, ihre Stärken wahrzunehmen und neue Perspektiven für ihren weiteren Weg zu entwickeln.

Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendämtern, Arbeitsagenturen, Sozialdiensten, Jugendclubs, Sportvereinen, kulturellen Einrichtungen sowie weiteren Partnern. Wenn zusätzliche Unterstützung notwendig ist, können gemeinsam passende Angebote gefunden und erste Kontakte hergestellt werden. Auch Themen wie Suchtprävention, Straffälligkeit oder eine sinnvolle Freizeitgestaltung finden in unterschiedlichen Projekten ihren Platz.

„HY l(i)ebt Jugend“ möchte jungen Menschen vermitteln, dass sie mit ihren Fragen und Problemen nicht allein sind. Durch verlässliche Begleitung, persönliche Unterstützung und neue Möglichkeiten entsteht Orientierung – und Schritt für Schritt können daraus eigene Wege und neue Zukunftschancen entstehen.

Projekt: „HY l(i)ebt Sport“ (Sportclub Hoyerswerda e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.09.2025 – 31.08.2027

Integratives Sportangebot zum Abbau sozialer Spannungen und zur Vermittlung an weiterführende Vereine bzw. Institutionen

Das Projekt „HY l(i)ebt Sport“ bringt Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Migrations- und Fluchthintergrund durch Bewegung und gemeinsame sportliche Aktivitäten mit Menschen in Hoyerswerda zusammen. Sport bietet dabei einen unkomplizierten Zugang zu Begegnung, Gemeinschaft und Teilhabe – unabhängig davon, welche Sprache jemand spricht oder woher er kommt.

In verschiedenen Angeboten können die Teilnehmenden unterschiedliche Sportarten kennenlernen, sich ausprobieren und gemeinsam aktiv sein. Dazu gehören unter anderem Angebote für die Vorbereitungsklasse der Grundschule Lindenschule und das Mittagsband der Neuen Oberschule. In einem geschützten und vertrauensvollen Umfeld werden dabei nicht nur motorische Fähigkeiten gefördert, sondern auch Sprache, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen gestärkt.

Ergänzend gibt es offene Bewegungsangebote in der Gemeinschaftsunterkunft. Wer eine Sportart oder einen Verein näher kennenlernen möchte, wird auf Wunsch auch persönlich zu einem Schnuppertraining begleitet. So wird der erste Schritt in einen örtlichen Sportverein leichter und die Möglichkeit geschaffen, neue Kontakte zu knüpfen und langfristig Teil einer Gemeinschaft zu werden.

Das Projekt schafft damit Verbindungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensgeschichten. Beim gemeinsamen Sport entstehen Begegnungen ganz selbstverständlich, Sprachbarrieren können leichter überwunden werden und Werte wie Fairness, Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt werden praktisch erlebt.

„HY l(i)ebt Sport“ möchte Menschen ermutigen, Neues auszuprobieren, eigene Stärken zu entdecken und ihren Platz in der Hoyerswerdaer Gemeinschaft zu finden. Denn Sport verbindet – und schafft Raum für Freundschaften, Selbstvertrauen und echte Teilhabe.

Projekt: „HY l(i)ebt Gesundheit“ (vbff in Ostsachsen e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.03.2025 – 30.04.2027

Niedrigschwellige Angebote zur sozialen Integration durch Stärkung von Alltagskompetenzen

Das Projekt „HY l(i)ebt Gesundheit“ verbindet Gesundheitsförderung mit praktischen Angeboten und neuen Perspektiven für den Alltag. Dabei geht es nicht nur um Ernährung und Bewegung, sondern auch um das persönliche Wohlbefinden, das eigene Lebensumfeld und die Möglichkeiten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Ob beim gemeinsamen Kochen, bei Aktionen im Garten der Generationen oder im Jobtreff – die Teilnehmenden erhalten praktische Unterstützung, können Neues ausprobieren und sich mit anderen austauschen. Dabei werden Wissen und Kompetenzen rund um Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit ebenso gestärkt wie soziale, kommunikative und persönliche Fähigkeiten.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Begegnung. Durch die Einbindung ehrenamtlich engagierter Menschen entstehen neue Kontakte und Möglichkeiten, sich einzubringen und gemeinsam aktiv zu sein. Gerade für Menschen, die von Armut betroffen sind oder sich im Alltag häufig allein fühlen, können solche Begegnungen neue Impulse und soziale Anbindungen schaffen.

„HY l(i)ebt Gesundheit“ möchte Menschen darin unterstützen, ihre eigenen Möglichkeiten zu entdecken und mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Alltag zu gewinnen. So verbindet das Projekt Gesundheitsförderung mit Gemeinschaft, Beschäftigung und gesellschaftlicher Teilhabe und eröffnet neue Perspektiven für ein gutes und selbstbestimmtes Leben.

Projekt: „HY l(i)ebt (Un)Bekanntes“ (Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.11.2024 – 30.06.2027

Soziokulturelle Angebote im benachteiligten Sozialraum zur Verbesserung des Lebensgefühls und der gesellschaftlichen Teilhabe

Im Projekt „HY l(i)ebt (Un)Bekanntes“ entsteht ein vielfältiger Baukasten, der Menschen in den Wohngebieten zusammenbringt, neue Begegnungen ermöglicht und dazu einlädt, die eigene Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Mit soziokulturellen und künstlerischen Angeboten geht das Projekt direkt zu den Menschen vor Ort und schafft Möglichkeiten, sich einzubringen, Neues kennenzulernen und eigene Ideen zu entwickeln.

Dabei stehen die Menschen und ihre unterschiedlichen Lebenswelten im Mittelpunkt. Sie werden ermutigt, ihre Interessen und Fähigkeiten einzubringen, neue Erfahrungen zu sammeln und selbst aktiv zu werden. So kann die Verbundenheit mit der eigenen Heimatstadt wachsen und gleichzeitig das Gefühl gestärkt werden, selbst etwas bewirken und mitgestalten zu können.

Die Grundlage bilden Akteursnetzwerke, Quartiersspaziergänge gemeinsam mit der Bürgerschaft und das fahrende Café. Sie schaffen Raum für Austausch, Begegnung und neue Kontakte und bringen Menschen, Einrichtungen und Initiativen miteinander ins Gespräch. Darauf bauen weitere Angebote wie die Kulturtafel und niedrigschwellige Präsentationsveranstaltungen der Akteurslandschaft auf.

Mit der Bürgerbühne und dem „Blind Date“ wird dieser Ansatz weitergeführt: Die Menschen werden zunehmend selbst zu Gestalterinnen und Gestaltern. Aus dem Kennenlernen und Zuschauen wird Beteiligung, aus dem Publikum werden Akteurinnen und Akteure.

So schafft „HY l(i)ebt (Un)Bekanntes“ Schritt für Schritt neue Zugänge zu Kultur, Begegnung und Partizipation und trägt dazu bei, dass Menschen ihre Stadt und ihre Möglichkeiten darin aktiv mitgestalten können.

Projekt: „HY l(i)ebt Digitales – Makers For Future“ (ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda)

Vorhabenszeitraum: 01.08.2024 – 31.07.2026

Angebote zur niedrigschwelligen Vermittlung von Kompetenzen zur Nutzung digitaler Medien

Das Projekt „HY l(i)ebt Digitales – Maker for future“ möchte Kindern und Jugendlichen, insbesondere aus sozial benachteiligten und bildungsferneren Lebenssituationen, die Chancen und Herausforderungen einer zunehmend von Technik und neuen Medien geprägten Welt näherbringen. Sie sollen neue Technologien kennenlernen, eigene Erfahrungen sammeln und dabei ihre persönlichen und kreativen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Im Mittelpunkt stehen der sichere und selbstständige Umgang mit Medien und Technik, kreatives Arbeiten sowie die Vorbereitung auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt. Die Jugendlichen werden ermutigt, eigene Ideen einzubringen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und daraus konkrete Projekte entstehen zu lassen. Durch praktisches Ausprobieren und handlungsorientiertes Lernen erfahren sie, dass sie selbst etwas gestalten und verändern können.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Zusammenarbeit von Maker Space, Schulen und Vereinen. Dadurch entstehen vielfältige Möglichkeiten, neue Technologien und kreative Arbeitsweisen praxisnah zu erleben und gemeinsam Neues auszuprobieren. Gleichzeitig werden die Einrichtungen im Stadtteil sichtbarer und miteinander vernetzt.

Das Projekt möchte junge Menschen dabei unterstützen, ihre eigenen Stärken zu entdecken, Sicherheit im Umgang mit Medien und Technik zu gewinnen und sich aktiv mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen. Gleichzeitig trägt es dazu bei, Bildungsangebote im Stadtteil weiterzuentwickeln, Begegnungen zu schaffen und die Gemeinschaft vor Ort zu stärken.

Projekt: „GIHK-Koordination und GIHK-Werkstatt“ (RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.03.2018 – 31.12.2027
GIHK-Koordination: klassische Prozessbegleitung der Träger der Vorhaben sowie deren Kooperationspartner*innen und Weiterentwicklung sowie Vertiefung der Umsetzung des GIHK
GIHK-Werkstatt: Netzwerkzentrum und damit für alle im GIHK eingefügten Vorhaben als innovatives und bei der Verstetigung aktiv zur Seite stehendes Instrument zu betrachten

Zur Zielerreichung und Umsetzung des Gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes der Stadt Hoyerswerda sichern die GIHK-Koordination und die GIHK-Werkstatt im engen Zusammenspiel die Ziel- und Ergebnisorientierung des Vorhabens. Sie sind ein Bestandteil der Begleitenden Maßnahme und sind gemeinsam ein Netzwerkzentrum für den Erfolg der Umsetzung des GIHK in Hoyerswerda.
Während der Aufgabenschwerpunkt der GIHK-Koordinierung vor allem in der Steuerung des Gesamtvorhabens in Hinblick auf Qualität, Vorbereitung seiner Nachhaltigkeit und seiner administrativen Abwicklung besteht, ist die GIHK-Werkstatt für die inhaltlich-fachliche Seite des Vorhabens zuständig und bildet ein Netzwerkzentrum, dass sowohl für die Akteur*innen der Einzelvorhaben des GIHK als auch der bereits bestehenden, thematisch benachbarten Angebote im Fördergebiet als Ansprechpartner fungiert. Beide Arbeitsschwerpunkte stehen im engen Bezug zueinander. In der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V. verankert, stehen Koordination und Werkstatt im direkten Austausch zur Koordinierungsstelle Bildung der Stadt Hoyerswerda sowie zahlreichen weiteren Sozial- und Bildungsprojekten im Stadtgebiet (darunter u.a. „Wider das Vergessen“, „Zur Zukunft gehört die Erinnerung“, „Hoyerswerda hilft mit Herz“, das Jugendclubhaus OSSI und die Schulsozialarbeit).

Newsletter
Die „GIHK-Post“ wird von den Projektmitarbeiterinnen der begleitenden Maßnahme (GIHK- Koordination und GIHK-Werkstatt, RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e.V.)  herausgegeben. Unter „Aktuelles“ können Sie unseren neuesten GIHK-Newsletter herunterladen. Im Archiv finden Sie auch alle vergangenen Ausgaben.

WhatsApp-Kanal

Für Einblicke in die Projekte und Veranstaltungen für das Fördergebiet steht der WhatsApp-Kanal zur Verfügung.

Projekt: „Haus der Begegnungen – Jobtreff WK VII“ (vbff in ostsachsen e.V.)

Vorhabenszeitraum:01.10.2022-30.09.2024
Niedrigschwellige Jobberatung für (Langzeit-)Arbeitssuchende

Der Job Treff WK VII ist eine Beratungsstelle für arbeitssuchende Menschen aus dem Fördergebiet. Die Beratung richtet sich besonders an Menschen, die bei der Ausbildungs- und Jobsuche aufgrund ihrer sozialen Stellung gegenüber der übrigen Bevölkerung benachteiligt sind. Diese Benachteiligung kann durch familiäre, soziale, gesundheitliche, finanzielle oder andere gesellschaftlich bedingte Faktoren entstanden sein. Das Projekt soll einen Lotsencharakter haben und „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Der Jobtreff WK VII informiert über Wiedereingliederungsmaßnahmen, hilft bei akuten Fragen, wie z.B. beim Ausfüllen und Sichten von Formularen oder Bewerbungsunterlagen und bietet eine ganzheitliche Beratung ohne Zeitdruck. Das Projekt steht zur kostenlosen Nutzung auf freiwilliger Basis im Haus der Begegnungen des vbff in ostsachsen e.V. im WK VII in Hoyerswerda zur Verfügung.

Angebot: Täglich im Haus der Begegnungen, Ulrich von Hutten Str. 31-33.

Projekt: „Brückenbauer“ (ZCOM Zuse-Computer-Museum)

Vorhabenszeitraum: 01.10.2022-30.09.2023
Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung: Service Learning in Neustadt Zentrum

Zielstellung des Projekts „Brückenbauer“ ist die Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung und des Wirkungsradius von institutionellen (Bildungs-) Einrichtungen der Stadt Hoyerswerda für die Stadtgesellschaft. Neustadt Zentrum gilt als sozialer Brennpunkt und gleichzeitig als kultureller Hot-Spot Hoyerswerdas und soll durch dieses Projekt ein besonderes Augenmerk erhalten. Das Thema Digitalisierung betrifft jegliche Lebensbereiche, insbesondere von Jugendlichen und kann durch die Trägerschaft beim ZCOM Zuse-Computer-Museum einen wichtigen Lehrbaustein darstellen.

Nachhaltige Ziele sind:

  • Aktivität & Sichtbarkeit von Einrichtungen in und für den Stadtteil stärken
  • Aktivität & Sichtbarkeit der Jugendlichen in und für den Stadtteil stärken
  • Ausbau der Zielgruppe des ZCOM
  • Wirkung ins Stadtgebiet
  • Ausbau der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen in arbeitsmarktrelevanten Themenbereichen (Digitalisierung, Medienkompetenz, Teamwork… )
  • Vernetzung der instit. (Bildungs-)Einrichtungen in und rund um Neustadt Zentrum

Projekt: „Stadtteilanker“ (Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.)

Vorhabenszeitraum: 01.10.2022-30.09.2024
Soziokulturelle Picknickwiesen in allen Stadtteilen des Fördergebiets in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Vereinen/Einrichtungen/Engagierten

Das Projekt „Stadtteilanker“ wird in Form von soziokulturellen Bürgerwiesen, sprich niederschwelligen Familienfesten mit vorangegangenen, ausführlichen Vernetzungsprozessen von Anbietern, Partnern, Vereinen und Institutionen in den Wohngebieten der Hoyerswerdaer Neustadt, umgesetzt. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe für Familien in sozial schwierigen Verhältnissen mit soziokulturellen Methoden, verschiedenen Kulturangeboten der Neu- und Altstadt sowie vielfältigen Beratungsangeboten. Ergebnis dieser Feste/Vernetzung soll die Beteiligung, Aktivierung und Vernetzung der Bürger*innen des Fördergebietes untereinander sein.
Es wird versucht, in allen Wohnkomplexen der Stadt eine „Bürgerwiese“ durchzuführen, um somit Menschen anzulocken, die die vielfältigen Angebote der Stadt sonst weniger wahrnehmen.

Termine/Orte 2023:
07. Mai: Hoyerswerda is(s)t bunt! – Lausitzer Platz
25. Juni: Bürgerwiese – WK V, zwischen Bautzener Allee 46-56 und Semmelweisstraße 8-22
22. Juli: Jugendwiese – WK I, Jugendclubhaus OSSI
27. August: Bürgerwiese – WK VII, Garten des vbff in ostsachsen e.V.
01.-23. Dezember: Lebendiger Adventskalender – Gesamtes Stadtgebiet Neustadt

Begleitend zu den „Bürgerwiesen“ entstand eine Akteursbroschüre, eine Art Nachschlagewerk für alle wichtigen sozialen, kulturellen, Freizeit- und Bildungsinstitutionen und -Vereine in Hoyerswerda.

Projekt „Pimp Your Mind“ (Zoo Kultur und Bildung gGmbH)

Vorhabenszeitraum: 01.10.2022-30.09.2024
Stärkung der Identifikation von Oberschüler*innen mit ihrer Heimatstadt durch attraktive Bildungs-/Freizeit-„Schnupper“-Angebote dreier Einrichtungen des Trägers an der Neuen Oberschule

Die neue Oberschule bekommt einen starken GIHK-Partner! Die Zoo Kultur und Bildung gGmbH wird jungen Oberschüler*innen ab dem  Schuljahr 2020/21 für zwei Jahre das Projekt „Pimp Your Mind“ anbieten. Das für die OS neu entwickelte Schulkonzept, dessen wesentlicher Bestandteil eine neue Rhythmisierung des Unterrichtes ist, hat die Projektkonzeption maßgeblich beeinflusst. Das sogenannte „Mittagsband“, eine einstündige Mittagspause zwischen längeren Unterrichtsblöcken, die für Mittagessen (30 min) und aktive Freizeitgestaltung (30 min) Raum gibt, wird durch das GIHK-Projekt bespielt. Die 389 Schüler*innen erhalten in dieser Zeit die Chance, vielseitige Bildungs-, Sport-, Kreativ- und Freizeitmöglichkeiten in ihrer Stadt kennenzulernen und auszuprobieren. Mit dem siebten und gleichzeitig letzten GIHK-Projekt gehen drei Einrichtungen der ZooKultur (Brigitte-Reimann Bibliothek, Volkshochschule und Musikschule) ab dem 01.08.20 mit vielen spannenden und abwechslungsreichen Angeboten an den Start.

Projekt: „Verbund Natur und Ernährung“ (Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen (CSB) e.V.)

Vorhabenszeitraum: derzeit ruhend
Umweltbildungsangebot zum Thema Natur und Ernährung: Erzeugung/Verarbeitung/Konsum

Die im zentralen Fördergebiet gelegene Kinder- und Jugendfarm ist bei der Umsetzung des Handlungskonzeptes ein wichtiger Partner der Stadt Hoyerswerda. Ziel des Einzelvorhabens „Verbund Natur und Ernährung“ ist es, passgenauere, offene Angebote für Kinder und Jugendliche im Fördergebiet zu entwickeln, die bislang nicht an bestehenden Angeboten partizipieren. Der Erwerb von allgemeinen Bildungskompetenzen und Grundkompetenzen hinsichtlich Ernährung, Gesundheit und lokaler Lebenswelten steht dabei im Vordergrund. Bezweckt wird der Transfer in die eigene Lebensführung, die Stärkung von Mobilisierbarkeit und Eigeninitiative zur Partizipation an den bestehenden verbindlichen (außer)schulischen Angeboten – auch langfristig über den Projektzeitraum hinaus.
Die Angebote sollen Basiskompetenzen fördern und vorrangig Kinder und Familien erreichen, die von besonderen Ausgrenzungsrisiken betroffen sind und deren Bildungswege häufig vorgezeichnet sind.

Die Angebote finden immer am Nachmittag ab 14 Uhr auf der Kinder – und Jugendfarm, Burgplatz 5, in 02977 Hoyerswerda statt.
Montag: gesunde Snacks zum Selbermachen
Dienstag: Rund um den Garten – aktuell Pflanzkalender/Planung und Gestaltung. Gartenarbeit vor der Saison. Was ist zu tun?
Mittwoch: gesunde Snacks zum Selbermachen
Donnerstag: nachwachsende Rohstoffe; Holzbearbeitung
Freitag: Umwelt/Computertechnik

Aufgrund des hohen Bedarfs, der sich in einer sehr hohen Teilnehmerzahl widerspiegelt, wurde das Projekt um zwei Jahre fortgeschrieben.

Projekt: „Integration durch Sport“ – Sport für Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien (Sportclub Hoyerswerda)

Vorhabenszeitraum: derzeit ruhend
Regelmäßiges Sportangebot für Kinder und Jugendliche aus Asylbewerberunterkünften nach wissenschaftlich aufgestellten Trainingsplänen

Derzeit haben viele Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien ein neues Zuhause in Hoyerswerda gefunden. Die beengte Unterbringung und die wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten, stehen in starkem Kontrast zum natürlichen Bewegungsdrang der Kinder. Hinzu kommen die mangelnde soziale Eingliederung, fehlende Förderung und Unbeständigkeit sozialer Schutzzonen, sowie zu wenig niederschwellige Angebote. Mit Hilfe unseres Projektes wollen wir Kinder aus Asyl- und Flüchtlingsfamilien ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigen und mit allgemeiner Sport- und Bewegungsförderung nicht nur für weiterführende Sportarten fit machen, an bestehende gesellschaftliche Strukturen (Regeln, Normen, Werte) heranführen, sondern ihre ganze Persönlichkeit (soziale, emotionale, personale Kompetenzen) und ihr Wesen fördern – das sehen wir als unseren Bildungsauftrag und Beitrag zu einer gesunden Entwicklung. Die Regelmäßigkeit der sportlichen Treffen und die damit verbundenen (entstehenden) sozialen Kontakte, geben den Kindern Sicherheit in ihrer neuen Heimat und ebnen den Weg in Richtung Kindergarten, Schule und das Arbeitsleben. Dadurch wird die soziale Isolation abgebaut und es findet eine Integration in den Sozialraum von Hoyerswerda statt. Mit Hilfe des Projektes werden Defizite in der Sprachfähigkeit verbessert, Ängste in der Kommunikation abgebaut und ein Gefühl des „willkommen seins“ vermittelt. Wir möchten die Kinder an den Sport heranführen, dauerhaft dafür begeistern und möglichst bald als Vereinsmitglied langfristig in unsere bestehenden Sportangebote integrieren, um ihre Entwicklung weiterhin positiv zu beeinflussen.

Das Projekt wird im WK IX durchgeführt, ein Wohnkomplex mit hohem Konfliktpotential zwischen sozialen Gruppen und dem Ort der größten Asylunterkunft in Hoyerswerda in der ca. 150 Kinder/Jugendliche leben.

 

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