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Theaterpremiere: Kinder von Hoy

    Theaterpremiere: Kinder von Hoy

    Nach dem gleichnamigen Buch von Grit Lemke
    Ansichten aus Hoyerswerda – von Aufbau, Niedergang und Underground
    Erste, zweite, dritte Welle fährt der Schichtbus ins Industriekombinat »Schwarze Pumpe«. Ab 1955 als Großprojekt der jungen DDR errichtet, wuchs mit ihm auch die »sozialistische Wohnstadt« Hoyerswerda.
    In Hoy, wie die bald kinderreichste Stadt der Republik genannt wird, wächst man auf im Schutze des Kollektivs und des Wohnkomplexes – kurz WK. Das versprochene Kulturhaus lässt zwar auf sich warten, aber die Kinder von Hoy sind erfinderisch und formen im Schatten der Jugendklubs ihre eigene Undergroundszene.
    Doch die Wende reißt auch in Hoy große Löcher in die Stadt. 1990 wird das erste Haus besetzt, gleichzeitig skandieren Jugendliche in Bomberjacken »Ausländer raus«. Hoy steckt zwischen Überforderung und Nichts-gesehen-haben-Wollen, zwischen Todesangst und Aggression, zwischen