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Jahresempfang Oberbürgermeister 2026

Jahresempfang des Oberbürgermeisters im Smart Mobility Lab

Forschung, Strukturwandel und die Zukunft Hoyerswerdas standen im Mittelpunkt des Jahresempfangs von Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh am 27. August 2026. Rund 200 geladene Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft kamen im neuen Smart Mobility Lab der Technischen Universität Dresden im Ortsteil Schwarzkollm zusammen. 

Zu den Gästen gehörten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Bautzener Landrat Udo Witschas, Vertreterinnen und Vertreter der Technischen Universität Dresden sowie führende Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Astrophysik, des Einstein-Teleskops und des Smart Mobility Lab.

Forschung zieht in Schwarzkollm ein

Das Smart Mobility Lab steht beispielhaft für den Wandel der Lausitz. In der rund 100 mal 100 Meter großen und 42 Meter hohen Halle sollen künftig automatisierte und vernetzte Mobilitätssysteme unter realistischen Bedingungen erforscht werden. Bereits im September 2026 sollen die ersten Beschäftigten einziehen. Die offizielle Eröffnung ist spätestens für 2027 vorgesehen. 

Auch beim Bau trafen Vergangenheit und Zukunft unmittelbar aufeinander: Für die Halle wurden mehr als 1.200 Pfähle rund 20 Meter tief in den Boden eingebracht. Dabei stießen die Bauleute auf zwei Braunkohleflöze – eine Verbindung zur Bergbaugeschichte der Region und zur nahe gelegenen ehemaligen Grube Erika.

245 Millionen Euro für Hoyerswerda

Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh verwies beim Jahresempfang auf die zahlreichen Vorhaben, die Hoyerswerda gemeinsam mit Partnern auf den Weg gebracht hat. Dazu gehören die Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs, Investitionen in die Gesundheitsregion und das Lausitzbad sowie der Ausbau der Trinkwasserversorgung in Zeißig als Voraussetzung für weitere Ansiedlungen. Auch die Entwicklung am Scheibe-See, das Neustadtforum und das Zentrum Bauen und Wohnen befinden sich in der Umsetzung. Insgesamt fließen rund 245 Millionen Euro Strukturfördermittel in 14 Hoyerswerdaer Projekte.

„Die Große Kreisstadt Hoyerswerda geht gemeinsam mit den Umlandkommunen den Weg des Aufbruchs. Wir stehen füreinander ein, übernehmen Verantwortung, unterstützen uns und gestalten gemeinsam die nördliche Region des Landkreises“, sagte Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh. Dabei arbeitet Hoyerswerda eng mit den Umlandkommunen, den Landkreisen Bautzen und Görlitz sowie dem Freistaat Sachsen zusammen. Auch die Sächsische Aufbaubank begleitet die Stadt bei der Umsetzung wichtiger Vorhaben.

Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigte die Entwicklung Hoyerswerdas und betonte, dass die Erfolge nicht selbstverständlich seien: „Eine viertel Milliarde Euro aus dem Strukturwandel, die sind Ihnen nicht einfach zugefallen. Da waren kluge Menschen da, die sich überlegt haben: Was können wir erreichen, was ist wichtig für uns? Das ist ein gemeinsames Werk.“ Die neuen Wissenschaftsstandorte können künftig zu Unternehmensgründungen, Ausgründungen und weiteren Ansiedlungen beitragen. Auch die Entwicklung des Scheibe-Sees zu einem touristischen Anziehungspunkt hob der Ministerpräsident hervor.

Mehr Zuzüge als Wegzüge

Auch bei der Bevölkerungsentwicklung gibt es ein starkes Signal. Bis Juni 2026 zogen 330 Menschen mehr nach Hoyerswerda als die Stadt verließen. Trotz der demografischen Herausforderungen zeigt dieser positive Wanderungssaldo, dass sich immer mehr Menschen für Hoyerswerda als Wohn-, Arbeits- und Lebensort entscheiden. Die Entwicklung geht damit deutlich in die richtige Richtung.

Musik und sportliche Spitzenleistungen

Den kulturellen Rahmen gestalteten Christian Völker-Kieschnick mit den Gundermann-Liedern „Brigitta“ und „Die Zukunft“ sowie die Sportakrobatinnen und Sportakrobaten des SC Hoyerswerda. Neben dem sportlichen Nachwuchs präsentierten sich Deutsche Meisterinnen und Meister sowie amtierende Europameisterinnen. Zwei Formationen bereiten sich derzeit auf die Weltmeisterschaft im September in Italien vor.

 

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