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Bürgerdialog Bahnhof am 25.08.2026

„Die Vision 2027 steht“

Am 25.08.2026 stellten sich Vertreter der Deutschen Bahn und der Stadtverwaltung Hoyerswerda den Fragen der Bürger und gaben einen Einblick in die Baumaßnahme „Modernisierung und barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Hoyerswerda“. Etwa 50 Gäste waren der Einladung gefolgt und nahmen an der gemeinsamen Veranstaltung der DB InfraGO AG, der Stadt Hoyerswerda und des Kulturfabrik Hoyerswerda e.V. teil.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie lange die Bauarbeiten noch andauern werden und ob die geplante Fertigstellung im Jahr 2027 erfolgen wird. Heiko Klaffenbach, Leiter Bahnhofsmanagement Dresden, bekräftigte, dass die Deutsche Bahn weiterhin alles daran setze, die Baumaßnahme zügig umzusetzen. „Die Vision 2027 steht.“ Er räumte jedoch ein, dass Verzögerungen derzeit unausweichlich sind.

So sei ursprünglich geplant gewesen, am vergangenen Wochenende das Gleis 1/2 in Betrieb zu nehmen, um mit den Bauarbeiten an Gleis 3/4 zu beginnen. Hierfür ist unter anderem eine Umstellung der Oberleitungstechnik erforderlich. Dies könne nur durch Spezialunternehmen ausgeführt werden, von denen es nur wenige in Deutschland gibt. Bei diesen Unternehmen bestehen derzeit keine freien Kapazitäten.

„Wir haben mehrere Firmen angerufen und alle haben uns abgesagt“, so Mathias Domschke, Projektleiter bei der Deutschen Bahn. Eine Systemumstellung bedeute, zahlreiches Fachpersonal, von den Oberleitungstechnikern bis hin zu den Inbetriebnahmeverantwortlichen, zeitlich und personell zu disponieren. Bei einem Ausfall an einer Stelle könne das Vorhaben nicht umgesetzt werden.

Nachdem alle Fragen der Bürger beantwortet waren, gab Marco Bloch, Projektmanager bei der Stadtverwaltung, einen ersten Überblick zu den Ergebnissen der Bürgerbefragung zum Bahnhofsgebäude. Die Befragung ist Teil einer Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung des Bahnhofsgebäudes. Im Mai und Juni hatte die Stadt zur Beteiligung aufgerufen, wobei Ideen online sowie bei einem Workshop eingereicht werden konnten.

Die Ergebnisse der Befragung können hier eingesehen werden:
https://www.hoyerswerda.de/stadtleben/stadtentwicklung/prozesse-und-integrierte-konzepte/prozesse-und-konzepte-hy/revitalisierung-des-bahnhofsgebaeudes-hoyerswerda/

Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh betonte, dass das Bahnhofsgebäude sich derzeit noch in privater Hand befinde, die Stadt jedoch großes Interesse habe, dieses zu erwerben und im Rahmen des Strukturwandels zu qualifizieren. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden zeigen, welche Nutzungsmöglichkeiten inhaltlich und finanziell realistisch sind.

Abschließend besichtigten die Teilnehmer der Veranstaltung in Begleitung von Christian Völker-Kieschnick, der an diesem Nachmittag auch die Moderation übernahm, die Baustelle, wo sie von Bahnhofsmanager Heiko Klaffenbach und Projektleiter Mathias Domschke aus nächster Nähe Informationen zum Bauvorhaben erhielten.

Die Förderung der Studie zur „Revitalisierung des Bahnhofs Hoyerswerda als Ort des Wandels, Willkommens und Verweilens“ erfolgt durch die Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei zur Förderung von Maßnahmen für die Bewältigung des demographischen Wandels (FRL „Demografie“) vom 24.09.2019.

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