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Gedenkfeier zum 27. Januar – Hoyerswerda erinnert

Warum führen Menschen auch heute noch Kriege, hat uns die Geschichte nicht bereits eines Besseren belehrt? Diese Frage stand sinnbildlich über dem bundesweiten Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Auch die Stadt Hoyerswerda beging diesen offiziellen Gedenktag mit einer öffentlichen Gedenkstunde, die Raum für Erinnerung, Nachdenken und Mahnung bot.

Eröffnet wurde die Veranstaltung im Martin-Luther-King-Haus durch eine Schülerin des Léon-Foucault-Gymnasiums, die mit einem emotionalen Violinenstück einen eindrucksvollen und würdevollen Auftakt schuf. In der anschließenden Gedenkrede spannte Dr. Jens Baumann, Sächsischer Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, den Bogen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Er erinnerte daran, dass Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und Menschen keineswegs der Geschichte angehören, sondern auch heute noch bestehen. Dr. Baumann machte deutlich, wie wichtig Menschlichkeit im Alltag ist: Eine ausgestreckte Hand und ein Lächeln können Zuversicht geben. Engagement in einem fremden Land entsteht oft erst dann, wenn Menschen sich sicher, geborgen und angenommen fühlen.

Im Anschluss an die Gedenkstunde erfolgte die gemeinsame Blumenniederlegung am Ehrenhain. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh sowie Bürgermeister Mirko Pink legten stellvertretend für die Stadt Hoyerswerda Blumen nieder. Eine Minute des Schweigens erinnerte an die Opfer des Nationalsozialismus und setzte ein stilles, aber eindringliches Zeichen des Gedenkens und der Verantwortung für die Zukunft.

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Gedenkfeier zum 27. Januar – Hoyerswerda erinnert