Einblicke in die Arbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Regionalleitstelle Ostsachsen
Am vergangenen Freitag, den 08.05.2026 fand eine weitere Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Frag den Oberbürgermeister“ statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand diesmal die Arbeit der Feuerwehr Hoyerswerda. Dazu begrüßte der Oberbürgermeister Benny Bastisch, Fachbereichsleiter der Feuerwehr Hoyerswerda, sowie Sara Reimann, Assistenz des Fachbereichs und verantwortlich für den Social-Media-Auftritt der Feuerwehr.
Zu Beginn gaben die Gäste einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr. Diese lassen sich kurz zusammenfassen mit: Retten. Löschen. Bergen. Schützen. Der Fachbereich Feuerwehr der Stadtverwaltung Hoyerswerda umfasst die Bereiche Feuerwehr, Rettungsdienst sowie die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen. Die Leitstelle wurde 2013 in Betrieb genommen und ist für die Landkreise Bautzen und Görlitz zuständig. Hier gehen sämtliche Notrufe der Region ein und werden koordiniert. Die Zahlen verdeutlichen die Dimension dieser Aufgabe: Täglich erreichen die Leitstelle rund 3.000 Anrufe. Daraus resultieren etwa 500 Einsätze, die von 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern koordiniert werden. Insgesamt werden jährlich rund 175.000 Einsätze disponiert. Dafür stehen etwa 2.000 Rettungsmittel zur Verfügung.
Die Feuerwehr Hoyerswerda besteht aus der Berufsfeuerwehr sowie den acht Ortsfeuerwehren in der Neustadt, Altstadt und den Ortsteilen Schwarzkollm, Bröthen, Michalken, Dörgenhausen, Zeißig und Knappenrode. Ein hoher Stellenwert kommt dabei der Aus- und Weiterbildung zu: Rund die Hälfte der Dienstzeit entfällt auf Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen, um den hohen Anforderungen des Feuerwehrdienstes jederzeit gerecht zu werden. Benny Bastisch sprach dabei auch über die persönliche Motivation für seinen Beruf: „Es ist ein tolles Gefühl, Menschen aus Gefahrensituationen retten zu können.“ Die Verbundenheit zur Feuerwehr hat in seiner Familie bereits eine lange Tradition.
Neben den Einsätzen gehören auch zahlreiche organisatorische und technische Aufgaben zum Alltag der Feuerwehr. Regelmäßige Wartungen und Inspektionen der Ausrüstung sind notwendig, um jederzeit einsatzbereit zu sein. Dafür stehen unter anderem eine Atemschutzwerkstatt, eine Schlauchwerkstatt sowie eine Bekleidungswerkstatt zur Verfügung.
Auch der Rettungsdienstwagen der Hoyerswerdaer Feuerwehr ist rund um die Uhr im Einsatz. Im Jahr begleitet er etwa 2.500 Einsätze in der Region – durchschnittlich rund sechs bis sieben Einsätze täglich.
Ein weiteres Thema des Abends war die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr. Seit etwa einem Jahr informiert die Hoyerswerdaer Feuerwehr über Facebook, Instagram sowie den WhatsApp-Kanal der Stadt über ihre Arbeit. Ziel sei es, Transparenz zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig für Vorsicht sowie Eigenverantwortung zu sensibilisieren, erläuterte Sara Reimann. In diesem Zusammenhang sprach Benny Bastisch auch die gesetzliche Pflicht zu Heimrauchmeldern an. Seit ihrer Einführung habe sich die Zahl der jährlichen Brandopfer um mehr als 50 Prozent reduziert. Er appellierte daher, Rauchmelder entsprechend der Vorgaben insbesondere in Fluren, Schlaf- und Kinderzimmern anzubringen und regelmäßig zu überprüfen.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde auch die Bedeutung der Berufsfeuerwehr für die Stadt thematisiert. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh betonte dabei die wichtige Rolle der Einsatzkräfte für die Sicherheit in Hoyerswerda: „Ich bin der Berufsfeuerwehr für ihren täglichen Einsatz sehr dankbar. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gefahrenabwehr und aus dem Stadtgeschehen nicht wegzudenken.“
Die Veranstaltungsreihe „Frag den Oberbürgermeister“ ist ein Projekt im Rahmen der „Offenen Werkstatt der Demokratie“ und wird seit September 2022 zusammen mit der Stadt Hoyerswerda organisiert. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger mit Entscheidungsträgern näher zusammenzubringen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen und Ideen zu äußern, Fragen zu stellen und mit dem Oberbürgermeister persönlich ins Gespräch zu kommen. Die nächste Veranstaltung am 29. Mai wird in Form einer öffentlichen Gesprächsrunde ohne Rahmenthema stattfinden.

