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Fünf Personen stehen nebeneinander in einem Besprechungsraum. In der Mitte hält eine Frau einen Ordner mit Planunterlagen in den Händen. Hinter der Gruppe ist ein Bildschirm mit einer Visualisierung des künftigen Scheibe-Sees und dem Schriftzug Ziel nach Fertigstellung des Reviers zu sehen. Die Personen lächeln in die Kamera und posieren zur Übergabe eines Genehmigungsbescheids.

Wasserbaurechtliche Genehmigung für den Scheibe-See überreicht

Ein wichtiger Meilenstein für den Scheibe-See ist erreicht. Die Landesdirektion Sachsen hat der Stadt Hoyerswerda die wasserrechtliche Genehmigung für zentrale Bausteine der maritimen Infrastruktur am Westufer erteilt. Damit ist nun offiziell erlaubt, direkt im und am Wasser zu bauen. Dazu gehören unter anderem eine Mole, Schwimmstege und eine Slipanlage sowie deren Zuwegung von der S108 über die Böschung.

Die Übergabe des Genehmigungsbescheids erfolgte am 22. Januar 2026 im Rahmen eines Pressetermins vor Ort. Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, überreichte den Bescheid an Torsten Ruban-Zeh, Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda.

Die Genehmigung umfasst den Bau einer rund 90 Meter langen, begehbaren Mole, die in den See hineinragt. Ergänzt wird sie durch zwei Schwimmstege mit insgesamt 32 Bootsliegeplätzen sowie eine Slipanlage, über die Boote zu Wasser gelassen werden können. Die Anordnung schafft eine geschützte Bucht und trennt den künftigen Bootsbereich klar vom nördlich gelegenen Strand und Badebereich.

Da diese Bauwerke unmittelbar in das Gewässer eingreifen, unterliegen sie besonderen rechtlichen Anforderungen. Für genau solche Vorhaben ist eine wasserrechtliche Genehmigung durch die Obere Wasserbehörde erforderlich.

Bei der Übergabe des Bescheids hob Béla Bélafi die Bedeutung des Projekts hervor: „Hoyerswerda kann nun an seinem Haussee die maritime Infrastruktur verwirklichen. Nur wenige Städte haben das Glück, ein solches Gewässer vor der Tür zu haben. Ich freue mich, dass die Stadt diesem Rohdiamanten die angemessene Fassung gibt.“ Der Scheibe-See werde damit in eine neue Qualität der Tagebaurestseen gehoben. Eine solche maritime Nutzung sei keineswegs selbstverständlich und habe Bedeutung weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Bereits seit Oktober 2025 laufen vorbereitende Arbeiten an Land, darunter die Einrichtung von Baustraßen und Baustellenflächen. Diese Maßnahmen waren nach Antrag mit einer Zulassung zum vorzeitigen Beginn genehmigt worden. Die jetzt erteilte Genehmigung ist der entscheidende Schritt, da sie das Bauen im Wasser selbst erlaubt. Vergleichbar ist das mit einem Hausbau. Zuerst wird das Grundstück vorbereitet, erst danach dürfen die tragenden Bauteile errichtet werden.

Mit dem vorliegenden Bescheid können nun die Ausschreibungen und Vergaben für die Wasserbauwerke starten. Parallel laufen weitere Genehmigungsverfahren, unter anderem für die Gesamtentwicklung des Sees und zusätzliche Angebote am Westufer. 

Der Scheibe-See nimmt damit sichtbar Gestalt an. Er entwickelt sich Schritt für Schritt zum Haussee für Hoyerswerda, zu einem Ort für Erholung und Wassersport und zu einem langfristigen Aushängeschild der Stadt.

Auf dem Foto zu sehen:
Von links: Torsten Ruban-Zeh (Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda), Béla Bélafi (Präsident der Landesdirektion Sachsen), Heike Krupka (Fachgruppenleiterin Bau und Liegenschaftsmanagement), Christian Hoffmann (Stabsstellenleiter Wirtschaftsförderung sowie Presse und Öffentlichkeitsarbeit) und Steffen Mühl (Projektmanager des STARK-Teams der Stadt Hoyerswerda) – Foto Stadt Hoyerswerda

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Wasserbaurechtliche Genehmigung für den Scheibe-See überreicht