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Knappenrode – Hórnikecy

Geschichte

Der Ort Knappenrode gehört mit seiner 100jährigen Geschichte zu den jüngsten Ortschaften der Region. Die Entstehungsgeschichte und Entwicklung ist aufs engste mit dem Braunkohlebergbau verbunden. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Braunkohlelagerstätten rings um Hoyerswerda entdeckt. Nach 1871 entstanden die ersten Braunkohlen-Aktiengesellschaften, die sich mit dem Abbau der Kohle und der Verarbeitung beschäftigten.
Um 1900 war die gesamte Fläche von Kiefernwald geprägt. Im Jahr 1913/1914 begann der Grubenaufschluss und zeitgleich die Errichtung der Brikettfabrik. Mit den Aufschlussarbeiten verschwanden ein Moor, eine Wanderdüne und auch der Ort Buchwalde.
Die entstehende Grube, das Werk und die dazugehörige ebenfalls im Aufbau befindliche Bergarbeitersiedlung bzw. –kolonie wurden nach dem Unternehmensmitbegründer und Generaldirektor Joseph Werminghoff benannt. Seit 1950 heißt die Siedlung Werminghoff Knappenrode. Im Jahr 1945 bei einem gewaltigen Hochwasser suchte sich das „Schwarzwasser“ wieder sein altes Flussbett. Es flutete den stillgelegten Tagebau „Werminghoff 1“, der damit für die Kohlegewinnung unbrauchbar wurde. So entstand der Knappensee in unmittelbarer Nähe des Ortes. Die Brikettfabrik Knappenrode verarbeitete bis zum Jahr 1993 und das Kraftwerk bis zum Jahr 1994 die Rohbraunkohle aus umliegenden Tagebauen.

Wissenswertes

Nach der Stilllegung der Brikettfabrik Knappenrode entstand durch den lückenlosen Erhalt der technischen Anlagen zur Kohleverarbeitung und Briketterzeugung ein deutschlandweit einzigartiges Industriemuseum, Bergbaumuseum, die jetzige Energiefabrik Knappenrode.
Sie markiert ein bemerkenswertes Stück Industriegeschichte. Gepaart mit einem abwechslungsreich gestalteten Veranstaltungskalender über das gesamte Jahr und mit zahlreichen ständigen Präsentationen in den verschiedenen Ausstellungs- und Erlebnisbereichen ist das Bergbaumuseum Knappenrode ein attraktiver Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen.
Der Knappensee mit seiner rund 264 Hektar großen Wasserfläche entwickelte sich als bevorzugtes Naherholungsgebiet der Hoyerswerdaer. Tausende Urlauber und Touristen aus nah und fern erholten sich hier beim Baden, Schwimmen, Segeln, Surfen, Angeln und Wandern bzw. Radfahren rings um den See.
Seit 2014 bis voraussichtlich 2021 werden die Knappensee-Uferbereiche durch die LMBV im Zusammenwirken mit dem Oberbergamt des Freistaates Sachsen saniert.

Besonderheiten/Sehenswürdigkeiten:

  • Energiefabrik Knappenrode – Lausitzer Bergbaumuseum
  • Knappensee – zurzeit gesperrt
  • Naturschutzgebiet (NSG) „Spannteich“
  • Schwimmende Inseln Graureihersee
  • Rundgang durch Knappenrode mit sieben Schautafeln zur Entwicklung des Ortsteils

Vereine:

  • Brauchwasserverein Knappenrode e.V.
  • Heimatverein Knappenrode e.V.
  • SV Glückauf Knappenrode e.V.
  • Empfangsantennengemeinschaft Knappenrode e.V.
  • Anglerverein e.V. Knappenrode
  • See- und Tauchsportclub Knappenrode e.V.
  • Förderverein Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode e.V.
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