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Schwarzkollm – Čorny Chołmc

Der Ort Schwarzkollm – sorbisch Corny Cholms -, eingebettet in die waldreiche Landschaft zwischen Kubitzberg, Petzerberg und Gerichtsberg, gehört mit seiner über 600jährigen Geschichte zu den ältesten Ortschaften der Region. Der früheste schriftliche Nachweis über die Existenz des Ortes stammt aus dem Jahr 1394.
Das Ortsbild wird von zahlreichen Gehöften mit ziegelgedeckten Torbögen, vom Dorfanger und dem Dorfgrabenwasser geprägt. Der Dorfplatz mit dem Krabatbrunnen und den gepflegten Grünanlagen sowie die im 12./13. Jahrhundert entstandene gotische Marienkirche, die nach einem Brand im Jahr 1858 im klassizistisch-romanischen Baustil wieder errichtet wurde, sind optischer Mittelpunkt von Schwarzkollm.

Wissenswertes

Rund 800 Einwohner haben ihr Zuhause in Schwarzkollm. Wirtschaftlich ist der Ort von Land- und Forstwirtschaft sowie kleinen gewerbetreibenden Unternehmen geprägt.
Im Jahr 1998 wurde das jetzige Frentzelhaus (ein ehemaliges Stallgebäude) fertiggestellt. Es hat sich seit dem zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens entwickelt. Hier haben die Vereine ihr Domizil und in der Heimatstube gibt es zahlreiche Ausstellungen zu Themen aus Kunst und Historie. Das Frentzelhaus wurde nach Salomon Gottlob Frentzel benannt. Er wurde 1701 am gleichen Ort geboren. Bekannt wurde er als Pfarrer in Geierswalde; dort schrieb er die „Chronik … der Stadt und Herrschaft Hoyerswerda“, die fast einzige Grundlage der Heimatgeschichte aus jener Zeit.
Seit 1990 unterhält Schwarzkollm intensive Partnerschaftsbeziehungen mit den beiden Gemeinden Heinersreuth und Stephanskirchen im Freistaat Bayern.
Bei Schwarzkollm ragt das Grundgebirge (Grauwacke) an zwei Stellen sichtbar aus den eiszeitlichen Ablagerungen heraus. Durch die Natursteinwerke wird unweit der Bahn ein Vorkommen ausgebeutet – der andere „Hügel“, der Kubitzberg, bleibt erhalten.
Rund 30 Kilometer gut markierte Rad- und Wanderwege gibt es rund um Schwarzkollm. Der „Krabat-Radwanderweg“ führt besonders Naturinteressierte von der „Schwarzen Mühle“ bis in das einzigartige Dubringer Moor mit seiner sehenswerten Tier- und Pflanzenwelt. Sühnekreuze, Teufelsstein und Hanka-Brunnen sind für an Heimatgeschichte Interessierte ebenfalls magische Anziehungspunkte.
Vor allem die ortsansässigen Vereine pflegen liebevoll ein vielfältiges Spektrum an dörflichen Traditionen, besonders natürlich die sorbischen Bräuche.
Die wohl bekannteste und beliebteste Gestalt aus der sorbischen Sagenwelt ist „Krabat“. Unmittelbar mit ihm verbunden ist die sagenumwobene „Schwarze Mühle“ in Schwarzkollm, um die sich einige Begebenheiten um ihn und den „Schwarzen Müller“ ranken. Die Schwarzkollmer Einwohner, vor allem der am 8. März 2005 gegründete Förderverein „Krabatmühle Schwarzkollm e. V.“, widmen sich gemeinsam mit mehreren Partnern ganz dem Projekt des Neubaus der Krabatmühle, die zukünftig als touristische Attraktion Gäste aus nah und fern anziehen und nicht zuletzt auch wirtschaftlichen Zielen dienen soll.

Besonderheiten/Sehenswürdigkeiten:

  • 600-Jahr-Feier (1994)
  • Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ (1995)
  • Bürgerhaus „Frentzelhaus“ mit Heimatstube
  • Dorfkirche
  • Dorfplatz mit Krabatbrunnen
  • Freilichtbühne Kubitzberg
  • Natursteinwerke
  • Krabat-Mühle

Vereine:

  • Brauchtumsgruppe „Krabat“ e.V.
  • „Cowboyhüte vom Kubitzberg“ e.V.
  • Dorfclub e.V.
  • Fan-Club „Die Aktivisten“
  • Förderverein „Krabatmühle Schwarzkollm“ e.V.
  • Jugendclub
  • Landfrauenverein
  • Spielmannszug
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Schwarzkollm – Čorny Chołmc