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Da war „Licht an!“

So viele Besucher hatte das Industriegelände in Zeißig vermutlich zuletzt bei der Eröffnung von „Kaufland“ erlebt – und das ist über 20 Jahre her. Ein Gewusel auf den Straßen, Familien mit Kindern, Radfahrer, volle Parkplätze und immer wieder vollbesetzte Busse. Eine tolle Atmosphäre.
Überrascht, und das mehr als freudig, waren auch alle jene, die den Grund für den „Rammelzappel“ verursacht hatten: 24 Firmenchefs und Beschäftigte der Betriebe und Unternehmen im Industriegelände Zeißig. Gemeinsam mit der städtischen Wirtschaftsförderin Franziska Tennhardt und der Geschäftsführerin der Lausitzer Technologiezentrums Katrin Schlesinger hatten sie während der vergangenen Monate ein Projekt entwickelt, das Hoyerswerda so noch nicht gesehen hatte: In den Nachmittagsstunden des Samstags hatten sie ihre Unternehmen für Führungen und Besichtigungen geöffnet, hatten Kultur organisiert, für Speis und Trank gesorgt und als würde das alles nicht genügen, hielten sie bis in die späten Abendstunden durch. Der Name der Projekts lautete kurz und provokant: „Licht an!“
16 Uhr war es noch hell, als Oberbürgermeister Stefan Skora die Veranstaltung gemeinsam mit Franziska Tennhardt, Kathrin Schesinger, Dirk Zimmer von „Träume in Lack“ sowie Enrico Rutkowski und Rocco Semt von R& S Oberflächentechnik eröffnete. Die beiden Firmeninhaber feierten an diesem Tag parallel ihr 15-jähriges Firmenjubiläum und hatten alle zum Mitfeiern aufs Firmengelände eingeladen. Gegen 16.30 Uhr stiegen 150 grüne Luftballons bei „Träume in Lack“ in den noch strahlenden Spätsommerhimmel – aber das war erst der Anfang. Es folgten Live-Acts mit der Tower-Bigband bei Dreischtrom, Versuche an der Kübelspritze mit der Feuerwehr bei IC-Personaldienste, es gab Darbietungen von Little Woodward mit MTB und BMX – nix für schwache Nerven. Bei R&S rockte ab 20 Uhr „Rockherz“ – und dann ging auch überall das „Licht an“. Die angestrahlten Gebäude, eben noch grau und eher morbid als einladend, wurden plötzlich farbenfroh und spannend. Andere Firmen hatten ihren gesamten Fahrzeugpark geputzt und lichttechnisch inszeniert. Das Autohaus Neustadt färbte sich plötzlich blau – und verkaufte spontan drei Fahrzeuge. Später lockten an vielen Orten zahlreiche Feuerschalen die Gäste ans Warme.
Der Besucherstrom riss bis zum späten Abend, zum Feuerwerk, nicht ab – und man sah (fast) nur zufriedene Gesichter.
Am Folgetag gab es die erste kurze Auswertung der Mitmacher: Ja, es war toll. Es gab gute Gespräche, interessierte Besucher und die meisten waren gut drauf. Positiv schätzten alle ein: Wir haben uns in der Vorbereitung und Abstimmung selber besser kennen gelernt und können uns dadurch bei weiteren Projekten besser vernetzen. Weitere Projekte? Ja, es könnte wieder das „Licht an!“ gehen. Nicht jährlich, das ist einfach nicht leistbar. Und denjenigen, die sich trotz des unglaublichen Engagements der beteiligten Unternehmen und Sponsoren eines Gemeckers einfach nicht enthalten wollten, sei erwidert:
Wenn`s kalt ist, muss man sich warm anziehen. Wenn irgendwo das Licht aus ist, hilft eine Taschenlampe. Die Unternehmer und Unternehmen im Industriegelände Zeißig arbeiten hart, erfüllen Auftzräge und erwirtschaften unsere Steuern. Sie haben das Projekt „Licht an!“ fast allein – und für uns alle gestemmt. Unser Dank kann dafür nicht groß genug sein. Toll habt ihr das gemacht!

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