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OB Torsten Ruban-Zeh, Christian Hoffmann und Gerd Zimmermann bei der Werksbesichtigung

Unternehmensbesuch bei der Scheidt GmbH & Co. KG

Am 19.05.2022 lud Gerd Zimmermann, Betriebsleiter der Scheidt GmbH & Co. KG, Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh zu einer Werksbesichtigung ein. Erstmals bekam der Rathauschef einen Einblick in das Familienunternehmen, das 1889 als Bauunternehmen gegründet wurde. Gerd Zimmermann ist seit fünf Jahren Betriebsleiter in Hoyerswerda. Vor 9 Jahren zog es ihn aus der Region Köln-Aachen in die Lausitz. Er schätzt nach eigenen Aussagen die Lebensqualität in der Stadt, aber auch das gute Klima hier im Betrieb, der 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Firma Scheidt stellt in Hoyerswerda jährlich rund 900 Betontrafostationen her und gehört damit zu den drei größten Anbietern in Deutschland. Kunden sind Energieversorger, aber auch Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Geliefert werden Leerkörper sowie fertige Stationen. Auch Glasfaserverteilstationen werden gebaut, die der Telekommunikationsanbieter dann mit „Innenleben“ füllt. Weitere Produktionsstandorte des Unternehmens sind das niedersächsische Rinteln, wo die Zentrale ist, sowie Arnstadt in Thüringen, wo sich das größte Werk befindet.

„Das Werk in Arnstadt ist bis Ende des Jahres ausgebucht, wir in Hoyerswerda haben schon jetzt Aufträge bis Ende Oktober“, so Gerd Zimmermann. Corona habe den Betrieb abgesehen von temporären Personalausfällen nicht aus der Bahn geworfen. Im Moment seien jedoch die Lieferzeiten sehr lang, teilweise würden die Firmen gar keine Lieferzeiten mehr angeben. Rohkörper stehen immer bereit – einmal am Tag wird die Form gegossen, 17 Stunden muss diese trocknen.

Den Fachkräftemangel hat er als gebürtiger Rheinländer hier in Hoyerswerda drastisch erlebt. Dank gutem Verdienst sei es möglich, Facharbeiter zu gewinnen. Techniker und Ingenieure seien jedoch Mangelware. „Auf unsere Ausschreibungen erhalten wir kaum Bewerbungen. Es geht in der Regel nur über private Kontakte“, weiß der Betriebsleiter zu berichten. Zwar bezahle die Firma gut, doch das Gehaltsgefälle zwischen West und Ost ist ein Problem.

Punkten kann die Firma im Gewerbegebiet Zeißig nicht nur beim Betriebsklima und den übersichtlichen Strukturen, sondern auch bei den Arbeitszeiten, die man als freizeitfreundlich bezeichnen kann: Tagesschichten von 6 bis 15 Uhr und am Freitag ist schon kurz nach Mittag Feierabend. Die Firma Scheidt bildet in Hoyerswerda auch Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Stahlbetonbauer aus. Wer jung und ambitioniert ist, bekommt hier auch einen Praxisplatz für ein duales Studium.

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