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Leitbild Hoyerswerda 2030 – Směrodajny program Wojerecy 2030

Hoyerswerda kann auf eine wechselvolle 750-jährige Geschichte zurückblicken. Darunter gab es gute Zeiten, in denen die Stadt regelrecht aufgeblüht ist, aber auch schwierige Zeiten, bestimmt durch negative wirtschaftliche, politische, demografische Entwicklungen.
Heute ist Hoyerswerda eine Mittelstadt mit überregionaler Bedeutung und mit etwa 33.000 Einwohnern.
Doch wo geht die Reise hin? Wie sieht Hoyerswerda in der Zukunft aus? Wie soll es aussehen?

Diesen Fragen haben sich die Stadtverwaltung, die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie zahlreiche andere Beteiligte erfolgreich gestellt und gemeinsam das „Leitbild Hoyerswerda 2030 – für eine solidarische, selbstbewusste und weltoffene Heimatstadt“ erarbeitet.

Leitbild Hoyerswerda 2030

Das „Leitbild Hoyerswerda 2030 – für eine solidarische, selbsbewusste und weltoffene Heimatstadt“ in der Entwurfs-Fassung vom 13.02.2017 wurde vom Stadtrat am 28.02.2017 bestätigt.

Die Diskussionen zur Zukunft der Stadt Hoyerswerda im letzten Jahr stellte die Frage nach einem Leitbild neu und führte alle Interessierten zum bereits beschlossenen „Leitbild und Zukunftsstrategie Hoyerswerda 2025“ (BV 0336-III-10/195/17 – Stadtrat am 25.01.2011) zusammen. Bei der öffentlichen Diskussionsveranstaltung am 07.07.2016 wurde mit den Bürgerinnen und Bürgern besprochen, zunächst das bestehende Leitbild auf seine aktuelle Aussagekraft und seinen Umsetzungsstand zu überprüfen, in weiteren Veranstaltungen neue Hinweise und Ideen zu entwickeln und anschließend gegebenenfalls eine neue Fassung zu erarbeiten. Diskutiert wurde das Leitbild zunächst bei einem Beteiligungsgespräch am 22.08.2016 mit über 80 Besuchern im Neuen Rathaus. Dabei wurde klar, dass die Leitbild-Schwerpunkte grundsätzlich in die richtige Richtung zeigen, es aber Überarbeitungsbedarf gibt: kürzer, verständlicher und auch stärker motivierend soll es werden. Es folgten mehrere Gesprächsrunden mit Experten aus den Fachbereichen Soziales, Bildung, Kultur, Wirtschaft und Wohnen und Mitgliedern des Stadtrates, um aus der fachlichen Perspektive den Umsetzungsstand, die Ziele und die Handlungserfordernisse gegebenenfalls zu aktualisieren. Auf der Stadtwerkstatt am 22.11.2016 wurde der im Ergebnis dieses Prozesses entstandene Überarbeitungs-Entwurf des Leitbildes der Öffentlichkeit in der Lausitzhalle vorgestellt und diskutiert. An „Marktständen“ wurden die Themen im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern vertieft und eigene Vorschläge eingebracht.
Aufbauend auf die Ergebnisse aller Gesprächsrunden und der Stadtwerkstatt wurde der Entwurf einer Neufassung des „Leitbildes Hoyerswerda 2030“ durch eine Redaktionsgruppe bestehend aus Fachexperten und der Verwaltung erarbeitet. In der Redaktionsgruppe wirkten Andreas Kaufmann als extern Beauftragter, Dorit Baumeister, Frank Seifert, Thorsten Ruban-Zeh als Fachexperten sowie seitens der Verwaltung Franziska Tennhardt, Annette Krzok, Olaf Dominick und Dietmar Wolf mit. Der erarbeitete Entwurf des „Leitbildes Hoyerswerda 2030“ in der Fassung vom 13.02.2017 wurde vom Stadtrat bestätigt.
Im Ergebnis der nachfolgenden erneuten Offenlage, Diskussion und Abwägung beschloss der Stadtrat im Mai 2017 die endgültige Fassung des Leitbildes. 

Der Stadtrat beschloss am 30.05.2017:
1. Das „Leitbild Hoyerswerda 2030 – für eine solidarische, selbstbewusste und weltoffene Heimatstadt“, „Směrodajny program Wojerecy 2030 – za solidarne, sebjewědome, swětej wotewrjene domjace město“ wurde in der Fassung vom April 2017 bestätigt.
2. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, das Handlungskonzept zum „Leitbild Hoyerswerda 2030 – für eine solidarische, selbstbewusste und weltoffene Heimatstadt“ bis zur Stadtratssitzung am 26.09.2017 zu erstellen und zum Beschluss vorzulegen.

Beschluss

Leitbild Hoyerswerda 2030

Broschüre zum Leitbild

Das Handlungsprogramm

Das „Leitbild Hoyerswerda 2030“ stellt einen langfristig orientierten Handlungsleitfaden mit Wirkung „nach innen und außen“ dar. Daher wurde in weiteren Arbeitsschritten aus dem Leitbild ein Handlungsprogramm für die Folgejahre abgeleiteten und gemeinsam abgestimmt sowie die Vereinbarung zur Umsetzung und zur Überprüfung des Arbeitsstandes getroffen (Evaluation, Berichte). Dies erfolgte im Ergebnis der Diskussion im Stadtrat, der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Fachexperten, der Verwaltung und des Jugendstadtrates. Das Handlungsprogramm  enthält zunächst für einen ersten Zeitraum bis 2020 konkrete Maßnahmen. Darüber hinaus sind bereits jetzt bekannte und wichtige, langfristig umzusetzende Maßnahmen enthalten.

Der Stadtrat beschloss am 26.09.2017:
Das Handlungsprogramm zum „Leitbild Hoyerswerda 2030 – für eine solidarische, selbstbewusste und weltoffene Heimatstadt“, „Směrodajny program Wojerecy 2030 – za solidarne, sebjewědome, swětej wotewrjene domjace město“ wurde in der Fassung vom 14.09.2017 bestätigt.

Beschluss zum Handlungsprogramm

Stadtwerkstatt Leitbild Hoyerswerda – 15.01.2020

Strukturwandel, Bürgerhaushalt und Leitbild das waren Themen der Stadtwerkstatt am 15.01.2020.
Viel Neues erfahren, über Projekte abstimmen und interessante Gespräche führen – über 120 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung der Stadt Hoyerswerda zur Stadtwerkstatt in die Lausitzhalle und gestalteten mit ihren Beiträgen einen inhaltsvollen und abwechslungsreichen Abend zur Umsetzung des Leitbildes Hoyerswerda 2030.
Oberbürgermeister Stefan Skora freute sich bei seiner Begrüßung über die große Resonanz und ein interessiertes Publikum, das dann Dr. Stephan Rohde nach seinem Eingangsvortrag auch gleich intensiv ausfragte. Dieser hatte viel zu berichten, denn als Abteilungsleiter Strukturentwicklung im neuen Staatsministerium für Regionalentwicklung erläuterte er den aktuellen Stand zur Gestaltung des Strukturwandels, mit vielen geplanten neuen Investitionen für Hoyerswerda, beispielsweise in schnellere Zugverbindungen nach Dresden oder einen neuen Zuse-Campus für 3.000 IT-Studierende am Scheibe-See.

Die kleineren, aber zur Verbesserung des Alltages ebenfalls wichtigen und schon erfolgreichen Projekte des Bürgerhaushaltes in Hoyerswerda beschrieben Uwe Blazejczyk und Korina Jenßen von der Steuerungsgruppe Bürgerhaushalt bzw. der Stadtverwaltung. Für eine volle orangefarbene Wahlbox sorgten viele Teilnehmende, die sowohl über die Vorschläge für 2020 als auch über Vorschläge von Schülerinnen und Schülern für ein Logo zum Bürgerhaushalt abstimmten.
Im dritten Teil der Stadtwerkstatt wurde wieder an Themen-Tischen gemeinsam genau hingeschaut, wie sich aktuell die einzelnen Projekte des Handlungsprogramms zum Leitbild – z. B. der Umbau des ehemaligen Zuse-Gymnasiums oder die Erschließung des Scheibe-Sees – entwickeln. Neue Vorschläge wurden ebenfalls gemacht, damit Hoyerswerda auf dem Weg zur lebenswerten „Mitmach-Stadt“ weiter vorangehen kann.
Mit einem großen Dank für ihre vielfältigen und engagierten Beiträge verabschiedete Oberbürgermeister Stefan Skora alle Teilnehmenden und lud bereits für den November 2020 zur nächsten Stadtwerkstatt zum Leitbild 2030 in die Lausitzhalle ein.

Dokumentation zur Stadtwerkstatt vom 15.01.2020 (einschließlich Verlinkung zu den Vorträgen Strukturwandel & Bürgerhaushalt)

Steckbriefe

Stadtwerkstatt Leitbild Hoyerswerda – 28.11.2018

Leitbild Hoyerswerda 2030: Wie läuft die Umsetzung?
Leitbild Hoyerswerda 2030 – solidarisch, selbstbewusst, weltoffen: Der Stadtrat hat dieses neue Leitbild nach breiter Diskussion mit großer Mehrheit 2017 beschlossen. Im anschließend beschlossenen Handlungsprogramm sind alle für das Leitbild bedeutsamen Maßnahmen aufgeführt. Vereinbart war dabei Transparenz: Es soll jährlich einmal gemeinsam überprüft werden, ob alle Maßnahmen auf einem guten Weg sind oder auch etwas nicht läuft. Antworten gab die Stadtwerkstatt am 28.11.2018 – ca. 40 Teilnehmende kamen dazu in die Lausitzhalle.
An den bekannten „Thementischen“ nahmen die Bürgerinnen und Bürger die Maßnahmen und den aktuellen Bearbeitungsstand unter die Lupe. Auf „Steckbriefen“ standen die wichtigsten Infos zur Verfügung. Experten standen Rede und Antwort. Die Hinweise und Ergebnisse werden in die nächste Fassung des Programms einfließen. Vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger für die Mitarbeit. Oberbürgermeister Stefan Skora stellte anschließend völlig neue Mitwirkungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung und Verfahrensweise eines „Bürgerhaushaltes“ von 2018 bis 2020 vor. Aktuelle Infos dazu finden Sie demnächst hier.
2019 wird wieder eine Stadtwerkstatt zum Fortschritt der Aktivitäten in Hoyerswerda stattfinden.

Dokumentation zur Stadtwerkstatt vom 28.11.2018

Steckbriefe

Stadtwerkstatt Leitbild Hoyerswerda – 17.11.2017

Im Mai dieses Jahres hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit das Leitbild Hoyerswerda 2030 – für eine solidarische, selbstbewusste und weltoffene Heimatstadt“ beschlossen“. Danach stand die Stadtverwaltung vor der Aufgabe, eine transparente und nachvollziehbare Übersicht zu erarbeiten, aus der hervorgehen soll, wie weit die Umsetzung des Leitbildes bereits vorangekommen ist.
Um die Bürger an diesen Prozessen zu beteiligen, hatte Oberbürgermeister Stefan Skora gestern im „VISAVIS“ eine Stadtwerkstatt anberaumt. Eingeladen waren neben Vertretern der Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften vor allem Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Verbände und Vereine und Institutionen. Moderiert wurde die Veranstaltung in bewährter Weise von Andreas Kaufmann, Dipl. Ing. für Raumplanung und Nico Neumann von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, DSK, Büro Leipzig.
In Vorbereitung der Stadtwerkstatt hatte die Stadtverwaltung, so wie vom Stadtrat im September 2017 beschlossen, alle wichtigen geplanten Maßnahmen auf ihre Kompatibilität zum Leitbild überprüft und diese in einer großen Aufgabenliste, dem Handlungsprogramm, zusammengefügt. Zunächst sind hier konkrete Aufgaben bis 2020 enthalten, darüber hinaus aber auch bereits bekannte langfristige Maßnahmen aufgeführt. Nach einer Einführung durch den Oberbürgermeister wurde zu diesen Maßnahmen an Thementischen diskutiert. Experten aus den Bereichen Soziales, Bau, Kultur und moderne Verwaltung erläuterten die Maßnahmen und nahmen ergänzende Hinweise aus der Bürgerschaft auf. Die Ergebnisse werden in die nächste Fassung des Programms einfließen.
Rund 60 Gäste hatten die Einladung zur Stadtwerkstatt wahrgenommen. Sie diskutierten engagiert und sachlich. Seitens der Moderatoren und der Experten an den Tischen musste jedoch mehrfach klargestellt werden, dass die aufgeführten Maßnahmen zwar vom Stadtrat gefordert und gewünscht sind, aber bisher nur in den wenigsten Positionen finanziell untersetzt.
Wir stehen jetzt vor der Aufgabe, neue Fördermöglichkeiten für die Umsetzung zu akquirieren. Zugleich forderten die Gäste an den Tischen übereinstimmend, dass neben der Stadtverwaltung und den städtischen Wirtschaftsbetrieben zunehmend auch die private Wirtschaft ins Boot geholt werden muss.

Dokumentation zur Stadtwerkstatt vom 17.11.2017

Frühere Stadtwerkstätten & Einbeziehungen der Öffentlichkeit

Die jüngere Geschichte Hoyerswerdas ist besonders durch die Braunkohlenindustrie im Lausitzer Revier seit 1957 (bis zur politische Wende) geprägt. Staatlich bestimmt, erfolgte 1957 die Grundsteinlegung zum Bau der Hoyerswerdaer Neustadt, welche auf einer gesteuerten Zuwanderungswelle basierte (1990 = ca. 75.000 Einwohner).
Seit 1990 ist eine wirtschaftlich bedingte Abwanderung zu verzeichnen, welche mit städtebaulichen Veränderungen verbunden war und heute noch ist.

Dieser Entwicklungsprozess wurde von vielen Diskussionen begleitet. Über Bürgerberatungen, Bürgerversammlungen und Beteiligungsgespräche wurde die Öffentlichkeit beteiligt. Auch Stadt- bzw. Bürgerwerkstätten gehörten dazu. Es wurden Eckwerte für Entwicklungsstrategien aufgestellt und verschiedene Szenarien besprochen.
Das für den Stadtumbau erforderliche Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEKo) wurde am 30.04.2013 vom Stadtrat beschlossen.

Im Jahr 2015 wurde es Zeit, das SEKo fortzuschreiben.
Obwohl der Abriss von Wohnungen („Rückbau“) sowie von Schulen, Kindergärten und der Infrastruktur seit 1999 gegenwärtig war, führten Überlegungen zum Abbruch von weiteren ca. 300 Wohnungen im Jahr 2016 zu erheblichen Mieter- und Bürgerprotesten. In teils kontroversen Einwohnerversammlungen wurde über den Sinn bzw. den Unsinn des Abrisses von Wohnungen, über die demografische Entwicklung in der Stadt aber auch über die Entwicklung der Wirtschaft in der Region und die Rolle der Stadt Hoyerswerda gestritten.

Damit wurde der Leitbild-Prozess in Gang gesetzt: Welche Entwicklung macht die Stadt bis zum Jahr 2030?

Einblicke in den Prozess sind auf der Internetseite „Stadtsanierung/ Stadtumbau“ unter der Rubrik SEKo „Stadtumbaugebiet Hoyerswerda“ zusammengestellt.

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