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Wider das Vergessen – Jahrgang 24 eröffnet

Seit 1995 wird in ausgewählten Schulen von Hoyerswerda das Schülerprojekt „Wider das Vergessen“ durchgeführt. Heute eröffnete Oberbürgermeister Stefan Skora den 24. Jahrgang mit einer kurzen Rückschau. Zu Beginn lagen die ausländerfeindlichen Ausschreitungen von 1991 erst kurze Zeit hinter der Stadt. Hoyerswerda war in ganz Deutschland und darüber hinaus als Synonym für Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit bekannt. Aus diesen Erfahrungen heraus entwickelten die RAA Ostsachsen, der Hoyerswerdaer Stadtverband im Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Verantwortliche in der Stadtverwaltung das Projekt „Wider das Vergessen“: Ziel war es, gerade hier in Hoyerswerda etwas gegen Ausländerfeindlichkeit tun! Es sollte in Erinnerung gerufen werden, was vor über 70 Jahren hier geschah, was 1991 hier geschah – und was geschehen kann, wenn man den Anfängen nicht wehrt. Die Projektreihe richtete und richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen unserer Schulen.

Der Oberbürgermeister wandte sich mit sehr persönlichen Worten an die Jugendlichen. Er sagte: „Wir wissen, dass wir es euch in der aktuellen politischen Situation mit diesem Projekt nicht leichtmachen. Die Auswirkungen von Kriegen und Anschlägen werden uns tagtäglich bewusst, wenn wir Nachrichten sehen, wenn wir Zeitungen lesen oder wenn uns Geflüchtete im Stadtgebiet begegnen. Wenn es auch bei uns immer wieder Stimmen gibt, die fragen, was diese Menschen in Deutschland wollen, muss unsere Antwort lauten: Die Menschen flohen vor Krieg, sie benötigen Hilfe. So regelt es Artikel 1 des Grundgesetzes. Dort heißt es: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieses klare Bekenntnis sagt aus: Für Rassismus ist in Deutschland kein Platz. Deutschland steht für Menschlichkeit! Als Christ und vor allem als Mensch appellierte er an Menschlichkeit. Wir haben nicht das Recht, uns über andere Menschen zu erheben!“

Im Anschluss berichtete André Lang, geb. 1946 als Kind jüdischer Eltern in England im Exil und heutiger Dresdner über seine persönlichen Erfahrungen mit Antisemitismus gestern – und heute.

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Wider das Vergessen – Jahrgang 24 eröffnet