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Martha-Ehrung 2020

Freizeit ist ein kostbares Gut. Viele Menschen nutzen sie zur Erholung, für Freunde und Familie oder für Sport. Die Frauen, die gestern ins Café Auszeit eingeladen wurden, sind einen Großteil ihrer Freizeit für andere da. Um dieses besondere, außerberufliche und freiwillige Enagement von Frauen in und für unsere Stadt zu würdigen, wurde 1998 die Martha-Ehrung ins Leben gerufen.

In diesem Jahr wurden acht ehrenamtlich Aktive für die „Martha“ nominiert: Gabriele Mark, Anita Dutschke-Gröbe, Madlen Krenz, Helga Hansch, Manja Klimt, Brunhilde Richter, Ina Züchner und Evelin Graf. Mit Stadtratsbeschluss vom 25. Februar 2020 konnte Frau Evelin Graf die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Mit coronabedingter Verspätung, doch mit umso mehr Symbolkraft übergab Oberbürgermeister Stefan Skora gestern die Martha-Plastik und einen großen Strauß Blumen an die Preisträgerin. Die von Kunsthandwerker Enrico Bulang zu diesem Anlass eigenes angefertigte Plastik kam bei Evelin Graf gut an: „Die Figur ist wunderschön und ihr Ausdruck wahnsinnig stark.“

Frau Graf übt ehrenamtlich gleich mehrere Ämter aus: Sie ist Vorsitzende des Behindertenbeirates und des Beirates für sorbische Ange­legen­heiten, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates sowie Mitglied der Besuchs­kommission des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Letztere überprüft als unabhängige Kommission die Einhaltung der Patientenrechte und Betreuungsstandards in Einrichtungen für psychisch kranke Men­schen. Was Frau Graf aufgrund eigener Betroffenheit im Familienkreis besonders am Herzen liegt und sie ehrenamtlich schon seit 2000 beschäftigt, ist die Arbeit im Behindertenbeirat. Durch Netzwerkarbeit, Beteiligung an Projekten und Umsetzung eigener Projekte hat sie schon vieles auf den Weg gebracht. Doch sie sagt auch: „Die Inklusion ist in den Köpfen noch nicht angekommen.“

Oberbürgermeister Stefan Skora bedankte sich für ihren außerordentlichen Einsatz und würdigte in seiner Rede gleichfalls die ehrenamtliche Leistung aller Nominierten: „Martha steht stellvertretend für alle Frauen, die ihren Worten Taten folgen lassen und mit viel Ausdauer und Herzblut wichtige soziale Prozesse in unserer Stadt anstoßen und voranbringen. Wir gratulieren Frau Graf, wünschen ihr für ihren weiteren Weg viel Schaffens­kraft und hoffen, dass viele Frauen dem Beispiel unserer Preisträgerin sowie aller Nomi­nierten folgen werden.“

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