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Firma ISRAEL Grabmale

Unternehmensbesuch bei ISRAEL Grabmale

Interessante Einblicke in das Schaffen eines Steinmetzbetriebes erhielt Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh am Freitag bei seinem Besuch der Firma ISRAEL Grabmale. „50 Kilogramm horizontale Armkraft muss ein Grabstein aushalten, ohne zu kippen, denn es könnte sich jemand daran anlehnen oder abstützen“ sagt Martina Rohrmoser Mueller. Da Grabsteine gut und gerne 100 kg wiegen, die großen 300 kg aufwärts, ist deren Standsicherheit entscheidend.

Die gebürtige Österreicherin ist seit 2009 gemeinsam mit ihrem Mann Inhaberin der ISRAEL Grabmale am Waldfriedhof. Als Bildhauer- und Steinmetzmeister bringen beide alles mit, was dieses Handwerk erfordert. Doch man kauft nicht nur einen kunstvoll gefertigten Stein ein, der dauerhaft hält. „Bei uns ist viel Emotion dabei“, so Martina Rohrmoser Mueller, die neben der Gestaltung auch die Beratung übernimmt. Ihr Mann Marcel konzentriert sich auf die Umsetzung. „Ich bin der Kopf, er die Hand“.

Zur Firma gehören außerdem eine Buchhalterin sowie zwei Mitarbeiter in Rente, die ihre wertvollen Erfahrungen ins Unternehmen einbringen. Auch wenn man meint, die Herstellung von Grabmalen sei ein krisensicheres Geschäft, ist der Markt für Steinmetze dennoch kleiner geworden. Eine Ursache hierfür ist die Zunahme von Urnengemeinschaftsanlagen, von denen es in Hoyerswerda um die 200 gibt. „Man muss sich immer neu erfinden.“

So hatte die Firma vor einigen Jahren die Idee, spielerische Konstruktionen aus Natursteinen für Spielplätze zu entwickeln, wie zum Beispiel Balancierstrecken oder Kletterfelsen. Die jüngere Tochter sei hier „Chefdesignerin“, denn so werden Steine mit den Augen eines Kindes gestaltet. Auf die Frage, ob die Töchter den elterlichen Betrieb einmal übernehmen, sagt Martina Rohrmoser Mueller: „Sie haben die Talente geerbt, aber sie sollen erst mal auf Wanderschaft gehen.“

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