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Hamburger Institut für Geografie

Hamburger Institut auf wissenschaftlicher Exkursion in der Lausitz

Hoyerswerda stand diese Woche im Mittelpunkt einer Exkursion der Universität Hamburg. Das Institut für Geografie unter Leitung von Prof. Martina Neuburger brachte eine Gruppe von Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen zusammen, um zu erkunden, welche Potenziale, Chancen und Risiken der Transformationsprozess einer Region im Wandel mit sich bringt.

Vielschichtig und umfangreich waren die Fragestellungen, mit denen die Studierenden in die Lausitz reisten, wo sie einen 14-tägigen Aufenthalt hatten. Bevor es nach Hoyerswerda ging, besichtigte die Gruppe unter anderem den Tagebau Welzow und den Industriepark Schwarze Pumpe. Das wissenschaftliche Interesse galt auch den Tagebau-Gegnern, mit welchen sie ins Gespräch kamen. So ging es den Studienvertretern nicht nur um Historie, Kohleausstieg und Stadtentwicklung, sondern auch um erlebte gesellschaftliche Verwerfungen und mögliche neuerliche Konflikte des sich anbahnenden sozial-ökologischen Wandels.

Um auf die komplexen Fragen konkrete Antworten zu liefern, hatte die Stadtverwaltung am Mittwoch, dem 3. August 2022 ein Besuchsprogramm vorbereitet, das theoretische Inhalte wie praktische Erlebnisse vermittelte. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh begleitete die Gruppe auf eine Tour durch die Stadt mit Halt an Bahnhof, Lausitztower, Albert-Schweitzer-Straße und Hufelandstraße. Im Anschluss wurde gemeinsam die Ausstellung in der ehemaligen Brikettfabrik und heutigen Energiefabrik Knappenrode besichtigt.  Inmitten der Kulisse des sächsischen Industriedenkmals informierte Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh über die Entwicklung von Stadt und Region.

Am Nachmittag schloss sich eine vom Studieninstitut organisierte Diskussionsrunde im Martin-Luther-King-Haus an, die, ausgehend von den Ausschreitungen im Herbst 1991, auf heutige und mutmaßlich zukünftige Phänomene von Diskriminierung und Ausgrenzung abzielte. Die angeregten Gespräche wurden bis in die Abendstunden geführt. Am 5. August reist die Studiengruppe zurück nach Hamburg – im Gepäck viele neue Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse.

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