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Ortsdurchfahrt Dörgenhausen wieder offfen

Grund zur Freude haben ab sofort die Bewohner von Dörgenhausen aber auch die von Groß Neida und die des Adlerberges. Es geht wieder zügig, ohne Umwege und sicherer als je zuvor über den neuen Straßenabschnitt der S 95 in Dörgenhausen nach Wittichenau. Der Ausbau der S 95 war schon über lange Jahre ein Thema. Die Sanierung war immer wieder ins Auge gefasst worden, musste zugunsten anderer Maßnahmen oder aufgrund der Haushaltslage mehrfach verschoben werden. Bereits im September 2008 hatte der technische Ausschuss beschlossen: „Die Stadt Hoyerswerda plant in den kommenden Jahren den Ausbau der Ortsdurchfahrt Staatsstraße Dörgenhausen einschließlich der Nebenanlagen. Die grundhafte Erneuerung der gesamten Verkehrsanlage ist im Bereich zwischen Straße „Am Vincenzgraben“ und Ortsausgang Richtung Wittichenau geplant. Im Abschnitt Straße Am Vincenzgraben in Richtung Knotenpunkt Bundesstraße bis Autohaus Mitsubishi, ist die Erneuerung eines Geh – bzw. Rad-/ Gehweges beabsichtigt.“

Die kommenden Jahre zogen sich, die Planungen begannen im Sommer 2014. Der Baubeschluss wurde schließlich im November 2015 gefasst. Den Fördermittelbescheid für die Maßnahme in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro konnte Oberbürgermeister Stefan Skora im November 2017 in Empfang nehmen. Ende Januar 2018 fand im Neuen Rathaus die Bauanlaufberatung statt. Gemeinsam am Tisch saßen damals die Bauausführende Firma STRABAG AG, der Rettungsdienst / die Feuerwehr, die Untere Straßenverkehrsbehörde, die Versorgungsbetriebe, die am Bau beteiligte Firmen sowie die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung. In einer wenig später einberufenen Einwohnerversammlung wurde allen klar: Einfach wird das nicht. Die S 95 in Dörgenhausen war nicht die einzige Straßenbaumaßnahme in der Stadt und der Region.  Gebaut wurde auch an der neuen Ortsumgehung, im Industriegelände und im inneren Stadtgebiet am Neumarkt. Umleitungen und geänderte Verkehrsführungen waren an der Tagesordnung. Besonders betroffen waren jedoch die Dörgenhausener, deren Kindergarten– oder Schulkinder in Hoyerswerda oder Wittichenau betreut werden.

Die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt erfolgte im Februar 2018. Auch der Busverkehr der Linien 182, 162 und 163 war davon betroffen. Wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer auch führte die Umleitung über Maukendorf. Zu den ersten sichtbaren Maßnahmen und vor allem schmerzhaften Maßnahmen gehörten die Baumfällungen zwischen dem Vincenzgraben und „An der Kummelmühle“. Vor Beginn der Vegetationsperiode mussten diese abgeschlossen sein, dieser Anfang tat zusätzlich weh. Das Bauvorhaben selbst beinhaltete den grundhaften Ausbau der S 95 in Asphaltbauweise auf einer Länge von 1,1 km – vom Ortseingang aus Richtung Keula bis zum Knoten zur Straße „An der Kummelmühle“. In drei Teilabschnitten wurde das Vorhaben umgesetzt. Zur Maßnahme gehörten außerdem die Erneuerung des Durchlasses „Vincenzgraben“ und der Neubau einer Stützwand.

Die Straße bekam einen Geh- und Radweg. Außerdem wurden die Beleuchtung und die Straßenentwässerung erneuert. Für die zusätzliche Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger sorgt eine Querungsinsel in Höhe des Scheunenweges. Außerdem wurde die Deckschicht von der Straße „An der Kummelmühle“ bis zum Knoten B 97 erneuert und drei Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. 21 LED-Leuchten sorgen für mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit. Im Auftrag der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda wurden auch die Ver- und Entsorgungsleitungen um- bzw. neu verlegt. Zusätzlich wurden die vorhandenen Telekommunikationskabel dort, wo es möglich war, tiefer gelegt. Die Entwässerung der Fahrbahn erfolgt nun über neue Regenwasserkanäle in die Schwarze Elster und in den Vincenzgraben. Noch im Herbst werden 16 Bäume neu gepflanzt, 1.500 Narzissen werden im kommenden Frühjahr vielleicht an die anstrengende Zeit erinnern. Die Gesamtkosten für die Planung und Bau liegen bei rund 3.5 Millionen Euro. Die Förderung durch das Programm „Kommunaler Straßen- und Brückenbau“ beträgt 2.5Millionen Euro.

Ausdrücklich bedankte sich der Oberbürgermeister bei den ausführenden Firmen wie dem Planungsbüro Straßenbau und Begrünung, Ingenieurgesellschaft Bonk & Herrmann Dresden, dem Ingenieurbüro Koch, Hoyerswerda, dem Unternehmen STRABAG AG – Bereich Lausitz, der Firma P+S Wülknitz, der Firma SPIESAG, dem Landschaftsbüro Buder GmbH sowie dem Vermessungsbüro Martak, dem Ing. Büro Raiko Schnabel und dem Sicherheitskoordinator, Ing. Büro Teuber.  Durch die guite Zusammenarbeit konnte die Straße rund drei Monate früher übergeben werden als ursprünglich geplant. Einen ganz besonderen Dank richtete Stefan Skora außerdem an die Dörgenhausener Anwohner und die Gewerbetreibenden für die entgegengebrachte Geduld und für das Verständnis für die notwendigen Einschränkungen während der Bauarbeiten.  Auch an die Bürger vom Adlerberg und Groß Neida richtete der Oberbürgermeister das Wort. Sie hatten die ungewohnten Belastungen durch das erhöhte Verkehrsaufkommen besonders tapfer ertragen.

Wie in Dörgenhausen üblich, waren auch Vertreter der katholischen Kirchen gekommen, um das Bauwerk zu segnen: Aus Wittichenau übernahm Pfarrer Ansgar Florian, aus Hoyerswerda Diakon Bernhard Matko in Vertretung von Pfarrer Peter Paul Gregor diesen feierlichen Akt.  

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